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Krieg - einige grundsätzliche Anmerkungen (Auszug)

Beitrag zur Broschüre: >Europas "neue Kriege" - Legitiemierung von Staat und Krieg< (Hg.) Ismail Küpeli / Erstveröffentlichung: Januar 2007 / ISBN: 978-3-9810846-4-1 /

Die Anwsenheit von Soldaten ist immer verdächtig1

Als ich gebeten wurde ein paar Worte zum Thema "Krieg" aus anarchosyndikalistischer Sicht bei zu steuern, habe ich diese Aufgabe gerne übernommen. Sehr schnell wurde mir klar, das es verschiedene Möglichkeiten gab sich dem Thema zu nähern. Einerseits war da der moralische Anspruch, der sich noch immer am besten in den alttestamentarischen Worten "Du sollst nicht töten!" zusammenfassen lässt. Dieser Moralische Anspruch kann sich jedoch nur an den einzelnen wenden und ihn zur Desertation2 aufrufen. Allerdings vergessen diejenigen die sich moralisch gegen den Krieg erklären oft, sich die Frage nach den Ursachen des Krieges zu stellen oder sehen diese nur im moralischen versagen der beteiligten.3 Was aber sind die Ursachen des Krieges? Um einer möglichen Antwort nahe zu kommen, müssen wir uns mit der Erscheinung des Militarismus ebenso auseinandersetzen wie mit der Idee des Staates und der Wirtschaftsform. Die Tatsache das Kriege von Menschen geführt werden darf an dieser Stelle nicht unterschlagen werden. Sie erteilen und vor allem, sie befolgen Befehle. Was aber motiviert einen ehemaligen Schüler oder eine ehemalige Schülerin im Alter von 18, 19 oder 20 Jahren zum Militär zu gehen? Der Platz in einer Broschüre ist immer sehr begrenzt. Ich hoffe das die Leserschaft diesem Umstand Rechnung trägt und vieles, von dem ich hier nur grobe Ränder zeichnen kann, nicht als all zu vereinfachend ablehnt, sondern meine Einladung, sich auch jenseits der Broschüre mit den Themen auseinander zu setzen, annimmt.



Anmerkungen:

  1. B. Traven, Die Regierung
  2. Etwas, das ich hier in aller Deutlichkeit tun möchte!
  3. Oft ohne einen all zu großen Unterschied zwischen denjenigen zu machen welche die Menschen in den Krieg schicken und denjenigen welche diesem Befehl folge leisten.


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