Anarcha-Feminismus: Ein Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss
Der Vortrag spannt einen Bogen von den Anfängen der anarchistischen und feministischen Bewegung über die Anarcha-FeministInnen der Mujeres Libres, dem Syndikalistischen Frauenbund, den Anarcha-Femistinnen der 1970 Jahre bis hin zu den neusten Erscheinungen der anarchistische und feministischen Bewegungen. Dabei verknüpfen sie Biographien mit Bewegungsgeschichte und Theorie. So entsteht ein lebendiges Bild einer zu Unrecht von der Geschichtsschreibung marginaliserten Bewegung, die darüber hinaus sowohl von eingefleischten Feministinnen als auch von AnarchistInnen nur all zu oft ebenso zu Unrecht ignoriert wurde.
| What | Diskussion Anarcha-Feminismus |
|---|---|
| When |
2009-08-31 19:30
2009-08-31 23:55
2009-08-31 from 19:30 to 23:55 |
| Where | Studio -> ZAKK, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf |
| Attendees | Die Vortragsreise wird von der anarchistischen Föderation, dem Forum deutschprachiger AnarchistInnen organisiert. Vor Ort wird sie von einer Kooperation der FAU-Düsseldorf, der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW, der Zeitschrift Wir Frauen und dem Autonomen Frauenreferat der Heinrich Heine Universität getragen. |
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|
Die beiden
jungen Anarchistinnen(1) nehmen uns mit auf eine Reise durch Zeit, Raum
und Theorie. Wenn sie selbst auch lieber fragend voranschreiten, als
all zu leichtfertig Antworten in die Welt zu entlassen, so gewähren sie
uns doch einen profunden Einblick in eine Bewegung, die mehr als eine
Wurzel hat. Diejenigen die weder etwas über die anarchistische noch die
feministische Bewegung wissen, werden die Veranstaltung reichhaltig und
fundiert informiert verlassen. Aktivistinnen beider Bewegungen, werden
über die jeweils andere Bewegung neues erfahren und ggf. das eine oder
andere Vorurteil verlieren lernen. Obwohl der Anarchismus die "Ablehnung jeder Herrschaft des Menschen
über den Menschen" und die "Ablehnung jeder Ausbeutung des Menschen
durch den Menschen" postuliert, haben sich Frauen von Beginn der
anarchistischen Bewegung bis heute dazu gezwungen gesehen ihren eigenen
"feministischen" Standpunkte innerhalb der anarchistischen Bewegung
explizit zu vertreten. Dabei haben sie sich immer, mehr oder weniger
stark, von bürgerlichen und (Partei-)Kommunistischen Feministinnen
distanzieren müssen.
Oft
wendeten sie viel Energie auf, um ihre Positionen in
gemischgeschlechtlichen Organisationen zu entwickeln und zu vertreten.
Aber es gibt auch zahlreiche Beispiel für eine autonome Organisierung
der Anarchistinnen. Andererseits haben auch immer wieder Frauen in der
feministischen Bewegung anarchistische Ideen und Prinzipien übernommen
und sich früher oder später von auftauchenden reaktionären Strömungen
im Feminismus distanziert. So treffen sich immer wieder Anarchistinnen
und Feminsitinnen, ohne jedoch bisher eine geschlossene
>Anarcha-Feminisistische Theorie< abgeliefert zu haben.
Dies
ist auch sicher nicht im Interesse der Autorinnen der gleichnamigen
Broschüre der Arbeitsgruppe Anarchafeminismus der libertären Aktion
Winterthur. Vielmehr geht es ihnen darum mit AnarchistInnen und
Feministinnen (und vielleicht sogar auch mit antipatriachalen
Männergruppen?) in eine Diskussion darüber zu kommen, wie beide Ansätze
heute miteinander verknüpft werden können. Dabei geht es neben der
Theorie auch um praktische Konsequentzen für eine anarcha-feministische
Bewegung.
Beim Anarcha-Feminismus handelt es sich, so jedenfalls die
These der Referentinnen, trotz einer langen Geschichte und einer
eindrucksvollen Ahnenreihe aktuell noch immer um einen "Ansatz der noch
ausgearbeitet werden muss...."
Alle zusammen werden wir uns nach dem Vortrag mit den beiden Referentinnen über Stärken und Schwächen, sowie Potentiale und mögliche Synergieeffekte die aus einer Verschmelzung von anarchistischer und feministischer Theorie und Praxis (!) entstehen können, unterhalten. Vielleicht fangen wir ja auch schon direkt damit an?!
Veranstalterinnen*: FAU-D, Frauenreferat, LAG Lesben NRW, Wir Frauen
* in alphabetischer Ordnung
Flyer und Plakat für die Veranstaltung in Düsseldorf downloaden
(1) Oxana Jakowa und Juanita Martinez, sind zwei von der Wirtschaftskrise betroffene StudentInnen, die ihre Freizeit gezwungenermassen mit solchen Aktivitäten verbringen müssen. ; )
Beide sind Mitglied in der Aktionsgruppe Anarchafeminismus der Libertären Aktion Winterthur.
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|
| Oxana Jakowa | Juanita Martinez |
Weiter Orte der Rundreise:
Haus Mainusch, Staudingerweg 23, 55128 Mainz
Beginn:20h, Eintritt:-
Mi. 26.08.09
Basisbuchhandlung, Adalbertstr. 43, München
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: frei
Do. 27.08.09
Mannheim
Fr. 28.08.09
JUZ St.Ingbert ( www.juz-igb.de ), Pfargasse 49, 66386 St.Ingbert
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 18:30 Uhr
Eintritt: frei
So. 30.08.09
Duisburg
31.08.2009
ZAKK (Studio), Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: Frei
Di. 01.09.09
Kornstrasse 28-30, Hannover-Nordstadt
Einlass: 19:00
Beginn: ca. 20:00
Eintritt: Spende
Sonstiges: Essen vegan
Mi. 02.09.09
Infoladen Subtilus, Norderstrasse 41, Flensburg
Einlass: 18.00
Beginn: 19.00
Eintritt: Spende
Do. 03.09.09
Schwarze Katze, Fettstrasse 23, Hamburg
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Sa. 05.09.09
MUKU, Alarmraum, Lise-Meitner-Str. 10, Offenburg
http://alarm.blogsport.de/der-vereinsraum/
Beginn: 20.00 Uhr
So. 06.09.09
KTS Freiburg (Autonomes Zentrum), Baslerstraße 103
Einlass: 19.30
Beginn: 20.00
Eintritt: - Spende erbeten -

