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Leiharbeit abschaffen: Mindest(mini)lohn vereinbart

Leiharbeit abschaffen: Mindest(mini)lohn vereinbart

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Text der IWW: Wie IG Metall und ver.di ihre Chancen nicht nutzten und niedrige Leiharbeitstarife möglich machten / Hintergründe, Kritik und Rückschau der DGB-Leiharbeitspolitik

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IAA: KRAS und ZSP protestieren gegen das Massaker (Blutiger Freitag) in Kasachstan

Am 16. Dezember 2011 haben die Behörden in Kasachstan in der west-kasachischen Stadt Schanaosen (Жаңаөзен)[1] eine Demonstration streikender Öl-Arbeiter/innen niedergeschossen. Der Streik der rund 1.500 Arbeiter/innen begann bereits im Mai und wurde verboten. Es werden höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Das Ölfeld von Karazhanbas, wo der Konflikt ausgebrochen war, wir von einer Firma gefördert, die zu dem Konzern China International Trust Investment Company (CITIC)[2] und dem kasachischen Unternehmen KazMunayGaz (KMG)[3] gehört.

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FAU-Dortmund: Protestaktion gegen LIDL-Filiale in Bochum-Laer

FAU-Dortmund: Protestaktion gegen LIDL-Filiale in Bochum-Laer

Am Abend des 19. Dezember 2011 hat das Allgemeine Syndikat der FAU Dortmund mit Unterstützung von solidarischen Aktivisten und FAUistas aus Bochum und NRW eine Protestaktion vor der Lidl Filiale in Bochum Laer durchgeführt. Anlass war die fristlose Kündigung eines dort beschäftigten Auszubildenden, der in der FAU Dortmund organisiert ist. Zum Inhalt der Auseinandersetzung ....

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ASJ-Berlin: Jung und Billig?! Gegen Ausbeutung im Minijob

ASJ-Berlin: Jung und Billig?! Gegen Ausbeutung im Minijob

Am 16. Dezember 2011 startet die Anarchosyndikalistische Jugend (ASJ) Berlin ihre Kampagne Jung und Billig mit einer Informationsveranstaltung im Lokal der FAU Berlin. Was wir mit der Kampagne erreichen werden soll und was ihr machen könnt, um daran teilzuhaben, erklärt die ASJ Berlin in diesem Beitrag.

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Vor 85 Jahren: Sowjetgranaten für die deutsche Reichswehr

Vor 85 Jahren: Sowjetgranaten für die deutsche Reichswehr

Pünktlich zum 85. Jahrestag hat die Redaktion der „Barrikade – anarchosyndikalistische Streitschrift“ einen Artikel über ein Geheimabkommen zwischen der Regierung der Sowjetunion und dem Deutschen Reich über Granaten-Lieferungen der Sowjets an die deutsche Wehrmacht veröffentlicht. Die Tatsache der Waffenlieferung der Sowjetunion an das reaktionäre Deutsche Reich und die folgenden öffentlichen Auseinandersetzungen darüber nach Bekanntwerden, sind heute nahezu unbekannt. Wir übernehmen den Artikel von der Webseite der „Barrikade“ ungekürzt.

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Polen: ZSP-IAA kämpft mit Bauarbeitern für schwerverletzten Kollegen - Kampagne und Aktion gegen Leiharbeitsfirma

Polen: ZSP-IAA kämpft mit Bauarbeitern für schwerverletzten Kollegen - Kampagne und Aktion gegen Leiharbeitsfirma

Karol M. befindet sich seit dem 3. November 2011 im Koma. Das war der Tag an dem er einen Unfall auf der Baustelle hatte. Zum Horror seiner Familie stellte sich heraus, dass ihm die Leiharbeitsfirma "Jerzy Madziarowicz MIX" nie einen Vertrag ausgehändigt hatte. Der Boss zeigte den Arbeitsunfall nicht an, und in einem Polizeiverhör sagte er aus, Karol hätte nie für ihn gearbeitet. Karol ist nicht versichert. Wahrscheinlich wird er nie mehr arbeiten können und Madziarowicz versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen. Daher begann die ZSP mit Aktionen.

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Hartz IV: Ein Euro-Jobs - Nachträglich voller Lohn auf Klageweg möglich

Zahlreiche Ein-Euro-Jobber können von ihrer Hartz IV-Behörde eine satte Nachzahlung für Jobs ab 2008 verlangen. Voraussetzung: Es handelte sich nicht wie vorgeschrieben um zusätzliche Arbeit. Laut Bundesrechnungshof gilt das für etwa die Hälfte aller Ein-Euro-Jobs. test.de informiert und gibt Tipps.

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Institut für Syndikalismusforschung: Beckers Anwalt fordert fast 2000 Euro

Institut für Syndikalismusforschung: Beckers Anwalt fordert fast 2000 Euro

Mit folgendem Rundschreiben informiert das Institut für Syndikalismusforschung über eine Geldforderung von knapp 2000 Euro durch den Anwalt Heiner Beckers, dem Rechteinhaber der Schriften und Texte Rudolf Rockers.

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Peter Niedersteiner und Falko Zemmrich: Anarchistische Anthropologie - Wer hat unsere Macht?

Peter Niedersteiner und Falko Zemmrich: Anarchistische Anthropologie - Wer hat unsere Macht?

Völlig entnervt stürze ich aus der Teeküche, nachdem wir uns in zweistündiger Auseinandersetzung nun doch noch auf eine, für alle zufrieden stellende, Lösung einigen konnten und mache mich von der Redaktionssitzung auf den langersehnten Nachhauseweg. Vor der Tram merke ich, dass es ja Montag ist und ich kein Geld habe, um mir ein MVV-Wochenticket zu besorgen. Naja, wird schon gut gehn’ diese Woche. Neben mir entdecke ich einen Freund und Mitstudenten, der mir mit den Worten „Des bast scho, nexte Woch bist du hoid dro“ das nötige Fahrgeld in die Hand drückt, mit dem ich völlig legal ins gemütliche Zuhause kutschieren kann. Kaum in der starkbevölkerten WG angekommen, muss ich mir das Geschimpfe des Herrn Mitbewohner anhören, dessen PC mal wieder von einem Virus lahm gelegt wurde. Mit einem hämischen Grinsen im Gesicht starte ich meinen Rechner, den die Open-Source-Gemeinde rund um Linux, Open-Office, Poorman’s CMS und wie sie alle heißen, recht passabel und natürlich virenresistent am Laufen hält. Heute soll ich also noch meinen Artikel für die Ethnologik fertig bekommen. Es dauert keine fünf Minuten, da muss ich zum ersten Mal Wikipedia bemühen, um die Lücken meines Wissenschaftsvokabulars zu füllen. Der entnervte Mitbewohner erklärt mir, dass heute wenigstens die dicke, langersehnte Kaffeebestellung eingetroffen ist und die ersten ungeduldigen Freunde des schmackhaften Espressos der zapatistischen Kaffeekooperative bereits vorbeigeschaut haben, um sich ihre Portionen abzuholen. Haben alle gezahlt? Wenigstens die meisten, der Rest pumpt, grüßt und dankt mal wieder. Ich meinerseits bedanke mich für die ablenkende Kaffeeidee. Mit meinem Lebenselixier in der Hand, bleibe ich gerne noch ein bisschen an der JungleWorld hängen, die wieder mal viel Stoff zur Diskussion bietet. Aus einer Art Hassliebe heraus haben wir uns entschlossen, zusammenzulegen und Teilhaber an diesem streitbaren Blatt zu werden, um es vor dem Untergang zu bewahren. Zurück am PC schaffe ich keine zwei Zeilen, da klingelt es an der Tür. Woher kommt ihr? Warschau. Soso, hab’ euch ehrlich gesagt vergessen aber cool, dass ihr da seid. Kaffee? Das lustige Pärchen, das sich auf unser Inserat beim Hospitality-Club angemeldet hat, um bei uns zu nächtigen, bietet also den heutigen Grund, meinen Artikel dann doch erst morgen zu verfassen. Denn selbstverständlich werde ich im Sommer ein Bett in Warschau brauchen können, wenn ich meine Osteuropa-Rundreise per Mitfahrzentrale starte.

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Ungarn: Sozialarbeiter wegen beruflichen Engagements für KlientInnen vor Strafgericht

Ungarn: Sozialarbeiter wegen beruflichen Engagements für KlientInnen vor Strafgericht

Bitte unterstützen Sie unser Bemühen um Solidarität für den ungarischen Sozialarbeiter Norbert Ferencz! Das Scheitern nationaler und europäischer Programme zur Reduktion von Armut, gepaart mit repressiven Maßnahmen gegen Arme als schwächste Gruppe der Gesellschaft, gipfelt in Ungarn in einer skandalösen Absurdität!

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Portugal: Generalstreik gegen die neoliberale „Krisenbewältigung“ - Die sozialen Kämpfe und Proteste entwickeln sich in Portugal in Wellenbewegungen.

Nach den Massenprotesten im März 2011 mit 200.000 Menschen, die zum Sturz der sozialdemokratischen Regierung beigetragen haben, bildeten sich Vernetzungen, um weiter gegen die Verschlechterung der Lebensumstände zu kämpfen. Ebenso gab es viele kleinere Proteste, etwa gegen Preiserhöhungen im Nahverkehr oder gegen die Stilllegung von Bahnstrecken. Allerdings ist aus diesen kleineren lokalen Initiativen nicht sofort eine Massenmobilisierung gewachsen. Ebenso konnten die linken Oppositionsparteien (PCP und B.E.) nach den Wahlen recht lange keine kämpferische Position entwickeln. Jenseits von „kämpferischen“ Reden und schwachen politischen Kampagnen war wenig erkennbar. Dies änderte sich im Herbst 2011. Der der KP nahestehende Gewerkschaftsverband CGTP mobilisierte am 1. Oktober zu Demonstrationen in Lissabon und Porto. Nach (eher übertriebenen) Gewerkschaftsangaben waren ca. 150.000 Menschen auf der Straße. Dies waren die ersten Massenproteste seit den Wahlen im Juni 2011. Als nächstes folgte eine Aktionswoche der CGTP Ende Oktober, in der in einigen Städten Kundgebungen und kurze Warnstreiks stattfanden. Die öffentlich sichtbaren Aktionen konzentrierten sich auf die Hauptstadt. Die CGTP setzte (gemeinsam mit dem sozialdemokratischen Gewerkschaftsverband UGT) für den 24. November einen Generalstreik an.

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Wie weiter mit der Occupy-Bewegung? -

Der nächste Schritt für Occupy Wall Street: Häuser besetzen, Betriebe besetzen Um ihr zweimonatiges Bestehen zu demonstrieren, hatte die „Occupy Wall Street“-Bewegung für Donnerstag, den 17. November 2011, zu einem Aktionstag in New York und landesweit aufgerufen. Trotz der Räumung des Camps im Zuccotti Park zwei Tage vorher, hielt die Bewegung am Aktionstag fest und einige Tausend beteiligten sich an verschiedenen Aktionen, unter anderem an einer Versammlung zur Unterstützung von ArbeiterInnen im Kampf um Arbeitsplätze am Foley Square. Das linke Online-Magazin »Insurgent Notes« um Loren Goldner verteilte bei den Protesten das nachstehend übersetzte Flugblatt, das nach der Bedeutung der Proteste und der möglichen weiteren Entwicklung fragt. Nach zwei Monaten der Besetzungen und nachdem sie in Portland, Oakland und jetzt in Manhattan angegriffen wurden, könnte die Occupy-Wall-Street-Bewegung (OWS) heute kurz davor stehen, einen Schritt weiter zu gehen – die massenhafte Versammlung der StudentInnen am Union Square und die von ArbeiterInnen am Foley Square könnten versuchen, den zunehmenden Ruf nach einem Generalstreik in die Tat umzusetzen. Dann sollten nicht mehr nur Plätze, sondern auch Häuser im Hinblick auf den kommenden Winter besetzt werden. Darüber hinaus sollten Betriebe besetzt werden, wodurch die Arbeiterklasse das ganze System blockieren könnte. Dies wäre ein weiterer Schritt in die Richtung, die Verwaltung der Gesellschaft auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Was immer heute (am 17. November) und in der kommenden Aktionswoche geschehen mag, es ist an der Zeit, die Stärken und Schwächen der Platzbesetzungen in New York und in den ganzen USA abzuschätzen.

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FAU Region West: gegen Lohndumping & Outsourcing beim Spielautomatenhersteller Bally Wulff

FAU Region West: gegen Lohndumping & Outsourcing beim Spielautomatenhersteller Bally Wulff

Die FAU Berlin hat mit gewerkschaftliche Aktionen beim Spielgerätehersteller Bally Wulff aufgrund der geplanten Schließung der Abteilung Siebdruck begonnen. Bislang wurden den betroffenen Kollegen lediglich so genannte Änderungskündigungen vorgelegt, welche eine Weiterbeschäftigung zu wesentlich verschlechterten Bedingungen vorsehen. Niederlassungen der Firma finden sich in Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt/M, Hamburg, Hannover, Köln, Leizig, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart.

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FAU-Hannover: CASTOR 2011 verhindern!

FAU-Hannover: CASTOR 2011 verhindern!

Der CASTOR soll am ersten Adventswochenende in Gorleben eintreffen. Auch in diesem Jahr werden sich wieder Menschen der FAU an unterschiedlichen Widerstandsaktionen gegen den letzten CASTOR-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland beteiligen. Dabei ist es noch immer unverantwortlich, den gefährlichen atomaren Abfall quer durch die Bundesrepublik ins Zwischenlager Gorleben zu kutschieren. Denn mit jedem weiteren Castor wird der Standort Gorleben auch als Endlager zementiert. Eine ergebnisoffene Endlagersuche – wie von den Herrschenden suggeriert – wird damit weiter unmöglich gemacht.

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Kiel: Sozialpartnerschaftlicher Militarismus und syndikalistische Kritik

Kiel: Sozialpartnerschaftlicher Militarismus und syndikalistische Kritik

Am 11.11.2011 mobilisierte ver.di zusammen mit der Kieler SPD & CDU "bis zu 1 000" Menschen (Kieler Nachrichten) zu einer Demonstration gegen die Schließung des Marinearsenals unter Bedienung militärischer Argumentation / FAU Kiel kritisiert Standort- und Kriegslogik der sozialpartnerschaftlichen ver.di, Mitglied im DGB.

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IAA: Plenarsiztung in Warschau

IAA: Plenarsiztung in Warschau

Ende Oktober in Warschau ein Treffen von Aktivist/innen der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA) statt. Anwesend waren Vertreter/innen der angeschlossenen Organisationen, einschließlich der SolFed (Britannien), AIT-SP (Portugal), COB (Brasilien), FAU (Deutschland), Priama Akcia (Slowakei), KRAS (Russland), CNT-AIT (Frankreich) und CNT (Spanien).

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Jetzt Pfändungsschutzkonten einrichten

Zum Jahreswechsel stehen wichtige Änderungen zum Kontenpfändungsschutz an, die insbesondere Hartz IV- sowie Bezieher des Kinderzuschlags beachten sollten. Der bisherige 14tägige gesetzliche Pfändungsschutz von Sozialleistungen fällt zum 1. Januar 2012 weg.

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MASA-IAA: Nein zur EU!

Presseerklärung: Wir möchten die Öffentlichkeit zu informieren, dass die lokale Gruppe des Anarchosyndikalistischen Netzwerks (MASA-IAA) in Rijeka eine Kampagne „Nein zur EU!“ gestartet hat:Während der gesamten Kampagne werden wir die Öffentlichkeit über die politischen und wirtschaftlichen Nachteile der Europäischen Union und den katastrophalen Folgen für die kroatische Arbeiter/innen (ob beschäftigt oder arbeitslos), Bäuer/innen, Studierenden, Rentner/innen und letztlich für die gesamte Branche Gesundheit und Bildung zu informieren. […] Diese Informationen sind öffentlich zugänglich in dem Vertrag über den Beitritt der Republik Kroatien zur Europäischen Union, wie in den Verpflichtungen der Republik Kroatien in Bezug auf die Umstrukturierung der kroatischen Schiffbau-Industrie. […]

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Direkte Aktion: Wer das Brot bezahlt und wer den Abwasch macht - Zur Verteilung von Broterwerb und Hausarbeit zwischen den Geschlechtern

Direkte Aktion: Wer das Brot bezahlt und wer den Abwasch macht - Zur Verteilung von Broterwerb und Hausarbeit zwischen den Geschlechtern

Das traditionelle Bild der Geschlechterrollen ist einfach und klar: Der Ehemann geht einem festen Beschäftigungsverhältnis mit entsprechenden Sozialleistungen nach, die Ehefrau und Mutter leistet im Gegenzug die unbezahlte Hausarbeit und kümmert sich um die Kinder. Auch wenn dieses „männliche Ernährermodell“ schon lange nicht mehr die einzige Möglichkeit ist, Paarbeziehungen und Elternschaft zu gestalten, so bestimmt es in vielen Bereichen noch immer die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Auch in der Praxis ist es häufig anzutreffen. In Westdeutschland folgt fast die Hälfte aller Paare mit Kindern dem traditionellen Familienbild. Daneben haben sich aber eine Reihe weiterer Lebensentwürfe etabliert, die ein komplexeres Bild der Verteilung von Broterwerb und Hausarbeit zeigt. Neben dem modifizierten männlichen Ernährermodell, bei dem die Frau durch Teilzeitarbeit dazuverdient, gibt es das Modell der zu gleichen Teilen arbeitenden Erwachsenen. Arbeit meint jedoch auch hier allein die Lohnarbeit und nicht die Reproduktionsarbeit, die unbezahlt geleistet wird. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass es immer mehr Mütter gibt, die durch Lohnarbeit die Existenz der Familie sichern. Frauen werden zunehmend zu Haupternährerinnen des Haushaltes. Die traditionelle Arbeitsteilung der Geschlechter ist gehörig ins Wanken geraten. Nichtsdestotrotz spielt das Geschlecht noch immer eine wesentliche Rolle, wenn es um die Verteilung und Bezahlung von Arbeit geht. Denn noch immer sind es überwiegend Frauen, die unbezahlt Erziehungs- und Hausarbeit leisten und in Teilzeit oder prekären Jobs arbeiten, die ihnen keine ausreichenden eigenen Ansprüche auf soziale Leistungen sichern.

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