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Serbien: "Weberaufstand" – Textilarbeiter in Novi Pazar seit Wochen im Streik

Serbien: "Weberaufstand" – Textilarbeiter in Novi Pazar seit Wochen im Streik

Die tropische Hitze, unter der die Menschen auf dem gesamten Balkan seit Tagen stöhnen, schreckt die Belegschaft des bislang staatlichen Textilkombinats (TK) »Raska« in Novi Pazar nicht von ihrem Kampf ab. Seit mehr als zwei Wochen streiken die Arbeiter in der südserbischen Stadt unweit der montenegrinischen Grenze. Kollegen haben die Fabriktore verbarrikadiert. Am Freitag wurde die Haupttreppe der Gemeindeverwaltung besetzt, nachdem die örtliche Polizei gewaltsam gegen die Streikenden vorgegangen war.

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Serbien: Staatliche Offensive gegen die libertäre Bewegung!

Serbien: Staatliche Offensive gegen die libertäre Bewegung!

Staatliche Offensive gegen die libertäre Bewegung in Serbien! Eine Analyse der jüngsten Welle staatlicher Repression gegen die Anarcho Syndikalistische Initiative (ASI): Seit der offiziellen Gründung der Anarcho Syndikalistischen Initiative (ASI) gegen Ende 2002, ist noch kein einziges Jahr vergangen, ohne dass AktivistInnen unserer Organisation verhaftet oder anderweitig juristisch verfolgt worden sind. Dabei gilt festzuhalten, dass die meisten Verfahren mit einem Freispruch endeten. Momentan befinden sich 7 Mitglieder wegen verschiedener Vorwürfe vor Gericht. Die Repression gegen unserer Organisation ist das Schwächezeichen eines unmenschlichen Systems, dass kurz davor steht in sich zusammen zufallen. Unmittelbar nach der Belgrader NATO-Konferenz 2011 und den Verhaftungen unserer Mitglieder, die an der Kampagne gegen die NATO beteiligt waren, hat die Justiz den Schauprozess gegen die ASI, der vor mehr als einem Jahr mit einem Freispruch geendet hatte, auf magische Weise wiederbelebt...

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SolFed: Anti-Ausbeutungs Protest am John Lennon Flughafen in Liverpool

SolFed: Anti-Ausbeutungs Protest am John Lennon Flughafen in Liverpool

Der Aktivist John Foley hat heute einen „Dachprotest“ am Liverpooler Flughafen begonnen, um auf die Ausbeutung des Kabinenpersonals von Ryanair hinzuweisen. John, der ein Genosse von der Liverpooler Solidarity Federation ist, gab in einem Telefongespräch vom Dach des Flughafens bekannt: „Die Ausbeutung des Ryanair Personals muss aufhören. Die Behörden sind auf diesem Auge blind, wir sind es nicht“.

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Internationaler Aktionstag: FAU unterstützt die ArbeiterInnen bei Visteon/Ford in El Puerto Santa Maria

Internationaler Aktionstag: FAU unterstützt die ArbeiterInnen bei Visteon/Ford in El Puerto Santa Maria

Im Rahmen des von der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation ausgerufenen Aktionstages fanden unter anderem vor der Visteon-Zentrale in Kerpen bei Köln, in Böblingen bei Stuttgart, Dresden und Berlin Solidaritätsaktionen statt.

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SolFed: Über die sozialen und ökonomischen Hintergründe der Riots in Großbritannien

SolFed: Über die sozialen und ökonomischen Hintergründe der Riots in Großbritannien

Wie sie sicherlich aus der Medienberichterstattung mitbekommen haben, gab es in ganz Großbritannien während der letzten Wochen Ausschreitungen. Dass es dazu jetzt gekommen ist, überrascht kaum, lebt doch ein großer Teil der britischen Arbeiterklasse in der Verelendung und im sozialen Abseits. Viele Kommunen haben sich nie von der Schließung der traditionellen Industrien erholt, dem Kohlebergbau oder der Stahlherstellung.

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Paris 19.08.1944 - Die Division Leclerc – Oder: Wie spanische Anarchosyndikalisten Paris befreiten

Paris 19.08.1944 - Die Division Leclerc – Oder: Wie spanische Anarchosyndikalisten Paris befreiten

Am 19. August 1944 begann der bewaffnete Aufstand gegen die Nazi-Besatzung in Paris. Aus diesem Anlaß veröffentlichen wir den folgenden Artikel über die Rolle der spanischen Anarchosyndikalisten bei der Befreiung der französischen Hauptstadt. Wir danken dem Verfasser J.S. für die freundliche Zurverfügungstellung dieses erhellenden Beitrages.

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Tagung: Hände weg vom Streikrecht!

Tagung: Hände weg vom Streikrecht!

Großer Teilerfolg: Die sozialpartnerschaftlichen (DGB und seine sogenannten Einzelgewerkschaften) ziehen sich aus der DGB/BDA-Gesetzesinitiative für die sogenannte Tarifeinheit zurück. Ohne demokratische Legitimierung taten sich 2010 Funktionäre des sogenannten Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und seiner Einzelgewerkschaften mit der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) zusammen, um das Streikrecht für kleinere Gewerkschaftsverbände einzuschränken. Die sozialpartnerschaftlichen versprachen sich davon quasi eine Monopolstellung bei Tarifverhandlungen. Aber, die gemeinsame Initiative von DGB und BDA hätte die Beschneidung demokratischer Grundrechte aller ArbeitnehmerInnen zur Folge gehabt. Letztlich wären die sozialpartnerschaftlichen selber davon betroffen gewesen. Die DGB/BDA-Initiative geriet immer stärker in die Kritik. Nicht nur durch Syndikate der FAU-IAA und der Spartengewerkschaften sondern auch innerhalb der sozialpartnerschaftlichen und auch seitens vieler ArbeitsrechtlerInnen.

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Kommentar: London Calling - Wie politisch sind die Riots in England?

Kommentar: London Calling - Wie politisch sind die Riots in England?

„Sie rauben Toilettenpapier? Gebt Ihnen lieber Kondome, damit sie sich nicht weiter vermehren.“ So kommentiert ein Focus-Leser(1) die Ereignisse in London. Das kennen wir schon: Der Begriff „Proletariat“ bezeichnete ursprünglich diejenigen, die sich zu stark vermehren. FDP-Jungspund Daniel Bahr hat diese Ursprungsbedeutung wieder aufgegriffen („In Deutschland bekommen die Falschen die Kinder“) und Thilo Sarrazins „Kopftuchmädchen“ kommen ebenfalls aus der gleichen Argumentationsschule.

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SolFed Nord-London: Stellungnahme zu den Riots

SolFed Nord-London: Stellungnahme zu den Riots

Nachdem einige Medien „Anarchie“ für die sich entwickelnde Gewalt in London und England verantwortlich gemacht haben, ist die »North London Solidarity Federation« (SolFed) der Meinung, dass eine Antwort seitens einer anarchistischen Organisation, die in der Hauptstadt aktiv ist, angebracht ist.

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Arbetaren: zu den rechtsradikalen Terroranschlägen in Norwegen

Arbetaren: zu den rechtsradikalen Terroranschlägen in Norwegen

Es ist schwer, die Tragweite der Terrortat auf Utøya zu begreifen. Daherzukommen und beinahe 70 Zivilpersonen niederzumähen, das verbinden wir doch eher mit beispielsweise den Krieg im ehem. Jugoslavien, als mit einem Norwegen zu Friedenszeiten. Die Mörder kamen diesmal nicht in militärischer Formation. Daß ein Einzelner soetwas ausführen konnte, erscheint unfassbar. Aber es gibt Vergleichbares.

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Slovenien: Streik der ArbeiterInnen im Hafen Koper

Am Freitag, 29. Juli, gingen ArbeiterInnen des Hafens Koper in den Streik, da alle vorangegangenen Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen zwischen ihnen und dem Management des Hafens keinen Erfolg brachten. Die Geschäftsführung des Hafens hat statt dessen eine irreführende öffentliche Kampagne durchgeführt, die behauptet, dass der Streik illegitim und sogar illegal sei. Falsche Informationen über den Streik wurden auch von Seiten der Union der Hafenarbeiter (Sindikat pristaniških delavcev) verbreitet, derer Vertreter argumentierten, dass der Streik nur das Interesse eines Teils der Beschäftigten, nämlich der Kranführer und ihrer selbständigen und unabhängigen Gewerkschaft der Kranführer (Sindikat žerjavistov) vertrete, welche nach ihrer Meinung die privilegiertesten ArbeiterInnen des Hafens seien. Aber das Gegenteil ist die Wahrheit! Die Forderungen der streikenden ArbeiterInnen sind mehr als gerechtfertigt, denn sie beziehen sich sowohl auf die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, wie auf die Länge des Arbeitstages. Leben und Gesundheit der Arbeiter müssen wichtiger sein als der Profit einer Minderheit.Nicht nur die KranführerInnen, alle ArbeiterInnen im Hafen befinden sich im Streik! ArbeiterInnen, die direkt am Hafen beschäftigt sind und ArbeiterInnen der SubunternehmerInnen, die durch den Hafen beauftragt sind, kämpfen Seite an Seite. Die Letzteren, in der prekärsten und unsichersten Position, sind völlig unsichtbar. Sie sind diskriminiert durch ihre Löhne, da ihre Bezahlung wesentlich geringer ist, oft ohne gesetzlich vorgeschriebene Beiträge zur Kranken-, Renten- und Sozialversicherung, sie arbeiten mehr und haben die gefährlicheren Arbeiten. Da sie mehrheitlich MigrantInnen aus sogenannten Drittländern sind, meist aus Bosnien und Herzegowina, sind sie regelmäßig Opfer von Erpressung im Hinblick auf ihre Visa-Verlängerung und andere repressive-administrative Bestimmungen.

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ZSP: Polens »mieseste Arbeitgeber« in der Defensive

ZSP: Polens »mieseste Arbeitgeber« in der Defensive

Die Związku Syndykalistów Polski (ZSP) hielt zum dritten Mal hintereinander den jährlichen Wettstreit „Miesester Boss des Jahres“ ab. Hunderte ArbeiterInnen schrieben über Ausbeutung, Benachteiligung und schlechte Arbeitsverhältnisse. Die Entscheidungsfindung fiel uns sehr schwer. Nach akribischen Nachforschungen und reiflicher Überlegung, wurde der Preis verliehen und die eingereichten Informationen der ArbeiterInnen an die Medien weitergegeben. Daneben haben wir die grundsätzliche Auffassung verlauten lassen: Alle Bosse sind schlecht und gehören kritisiert! Dieses Jahr reagierten zwei der drei miesesten Arbeitgeber öffentlich auf unseren Wettbewerb, indem sie die Zeugnisse der ArbeiterInnen leugneten. Außerdem drohte einer damit gegen uns gerichtlich vorzugehen. Als Antwort schreiben uns immer mehr Beschäftigte seines Unternehmens und unterstützen uns mit Zeugnisse und Beweise gegen ihren Boss.

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Norwegen: Erklärung des Norsk Syndikalistik Forbund (NSF-IAA) zu den Angriffen in Oslo und Utøya

Norwegen: Erklärung des Norsk Syndikalistik Forbund (NSF-IAA) zu den Angriffen in Oslo und Utøya

Was es bisher an politischer Gewalt in Norwegen gab, kam immer von Rechtsradikalen. Während die Polizei sich [nach dem Anschlag in Oslo] auf die „radikalen Islamisten“ konzentrierte, fand eine weitere rechtsextreme Gewalttat statt – diesmal jedoch weitaus größer, grausamer und blutiger! Die anarchosyndikalistische Gewerkschaft „Norsk Syndikalistik Forbund“ (NSF-IAA) hat den Opfern dieses blutigen Terrors seine Anteilnahme ausgedrückt und würde gern folgendes mitteilen:

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Weltweit: Aktionstag gegen Entlassungen bei Visteon Cádiz Electrónica

Weltweit: Aktionstag gegen Entlassungen bei Visteon Cádiz Electrónica

Das Werk Cádiz Electrónica der Ford-Ausgründung Visteon steht nach dem Willen des Managements vor der Schließung. Mehr als 450 ArbeiterInnen sind in der strukturschwachen Region im Südwesten Spaniens von Arbeitslosigkeit bedroht. Seit Monaten kämpfen sie mit verschiedenen Aktionen für den Erhalt ihrer Einkommen. Nun haben völlig überraschend die Funktionäre der Gewerkschaften «Comiciones Obreras» (CCOO) und «Uniónn General de Trabajadores» (UGT) beschlossen, weitere Mobilisierungen zu boykottieren, die Belegschaft zu demobiliseren und sich erst einmal in den Sommerurlaub zu verabschieden. Die ebenfalls im Werk präsente anarcho-syndikalistische Gewerkschaft CNT, kritisiert dieses Manöver und ruft zu weiteren Mobilisierungen gegen Ford-Visteon auf. Zu diesen Mobilisierungen gehört auch ein internationaler Aktionstag am 19. August 2011.

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Großbritannien: Polizei fordert zur Denunziation von AnarchistInnen auf

Großbritannien: Polizei fordert zur Denunziation von AnarchistInnen auf

Die britische Metropolitan Police der Londoner City of Westminster fordert neuerdings Geschäftsleute und die allgemeine Öffentlichkeit zur Denunziation vermeintlicher AnarchistInnen auf. Wie die britische Zeitung «Guardian» berichtete, möchte die Polizei, dass man „der lokalen Polizei jede Art von Informationen über Anarchisten mitteilt“. In einem Interview mit der britischen Tageszeitung «Guardian» wendete sich Sean Smith, der Pressesprecher der «Solidarity Federation» (SolFed), der britischen Sektion der anarcho-syndikalistischen «Internationalen ArbeiterInnen Assoziation» (IAA) mit deutlichen Worten gegen diesen Versuch der Polizei, AnarchistInnen als „Gedankenverbrecher“ unter Generalverdacht zu stellen.

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CNT-E/IAA und SolFed/IAA:  Streiks bei Visteon

CNT-E/IAA und SolFed/IAA: Streiks bei Visteon

Die CNT-IAA in der spanischen Stadt Jerez kämpft momentan gegen den Abbau der Belegschaft und für bessere Arbeitsverhältnisse in einer Fabrik des Unternehmens Visteon (Ford). In Großbritannien erfuhren die ArbeiterInnen dagegen schon was passiert, wenn multinationale Konzerne Standort- und Personalentscheidungen treffen. Der folgende Artikel vom Internationalen Sekretariat der SolFed-IAA beschreibt die systemische Herrschaft des Kapitals über tausende Menschen, exekutiert von den Managern der Unternehmen Ford und Visteon.

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Schweden: PR-Krieg gegen Syndikalisten

Schweden: PR-Krieg gegen Syndikalisten

Die Sveriges Arbetares Centralorganisation (SAC) wird in dem Buch Syndikalisternas nya ansikte (Das neue Gesicht der Syndikalisten) von Lars-Olof Pettersson und Willy Silberstein als beinahe Gangsterorganisation dargestellt. In einer gemeinsamen Front von Sozialdemokraten, Konservativen, Arbeitgebern und PR-Beratern sieht sieht sich die SAC und die Idee des Syndikalismus wiederholt PR-angriffen ausgesetzt. Dazu ein Artikel von Daniel Wiklander aus: Arbetaren # 28/2011. Übersetzung ins Deutsche durch E.A. für Syndikalismus.tk

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USA: Autogewerkschaft verzichtet auf Lohnerhöhungen

USA: Autogewerkschaft verzichtet auf Lohnerhöhungen

Am Vorabend von Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) und den drei großen Autokonzernen hat UAW-Führer Bob King die Abschaffung jährlicher Lohnerhöhungen und als Ausgleich ihre direkte Anpassung an die Profitabilität der Konzerne vorgeschlagen.

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Selbstverwaltete Betriebe als konstruktiver Sozialismus

Selbstverwaltete Betriebe als konstruktiver Sozialismus

Kollektiv-Genossenschaften als Modell für einen konstruktiven Sozialismus? Genossenschaften sind historisch gesehen auch Notwehr- und Selbsthilfe-Organisationen gegen die kapitalistische Ausbeutung der Arbeiterklasse.1 Sie waren und sind gleichzeitig eine Perspektive für eine bessere, eine sozialistische Gesellschaft. Hier ein schönes Karl Marx-Zitat, das dies belegt und auf welches die politischen sozialistisch-kommunistischen Parteien heute keinen Bezug mehr nehmen: „Wir anerkennen die Kooperativbewegung als eine der Triebkräfte zur Umwandlung der gegenwärtigen Gesellschaft, die auf Klassengegensätzen beruht. Ihr großes Verdienst besteht darin, praktisch zu zeigen, daß das bestehende despotische und Armut hervorbringende System der Unterjochung der Arbeit unter das Kapital verdrängt werden kann durch das republikanische und segensreiche System der Assoziation von freien und gleichen Produzenten.“ 2 Für Marx war die Produktiv-Genossenschaftsbewegung also eine weitere ‚Schule des Sozialismus’, gleichberechtigt neben den Gewerkschaften, die er als „unumgänglich für den täglichen Guerillakrieg zwischen Kapital und Arbeit“ 3 ansah. Da die ‚Schulen des Sozialismus’ als Kampforganisationen gegen den Kapitalismus längst auf dem Misthaufen der sozialistischen Politik gelandet sind, freut es umsomehr, wenn hier über Genossenschaftsmodelle und –ideen referiert werden kann. Als Anarchosyndikalist bin ich davon überzeugt, daß eine grundlegende soziale Veränderung nur durch die vollständige Überwindung der kapitalistischen wirtschaftlichen Verhältnisse erfolgen kann. Für den rein politischen Kampf haben wir keine Zeit, er kostet zu viel Energien und beschränkt einen mehr oder weniger auf den parlamentarischen Kampf. Da wir eine Überwindung des Kapitalismus wollen, muß dieser an seiner Wurzel zerstört werden und kann nicht durch eine andere Politik im Kapitalismus niedergerungen werden. In der libertären Arbeiterbewegung und in der anarchosyndikalistischen Organisation FAUD der Weimarer Republik (1918-1933) fand immer auch eine Diskussion über den „Konstruktiven Sozialismus“ statt. Hierbei ging es letztlich um eine Beweisführung anhand von ‚Experimentalsozialismus’, aufzuzeigen, daß Arbeiter Betriebe führen können und deshalb auch eine selbstverwaltete Gesellschaft praktisch möglich sind. Viele Menschen brauchen konkrete Beispiele, um zu verstehen, daß wir als Anarchisten und Anarchosyndikalisten nicht bloß schöne Theoriegebäude zimmern können; die Menschen verlangen handwerkliche und wirtschaftliche Modelle, die eben nicht bloß bei Schönwetter funktionieren. In der sozialdemokratisch organisierter Arbeiterbewegung war es üblich, nach kollektiven Beschlüssen über die Ausgabe von Anteilsscheinen die Gründung einer Tageszeitung, einer Wohnungsbau-, Konsum- oder auch einer genossenschaftlichen Arbeiterbrauerei zu zeichnen, um das Kapital für so eine Gründung für die Arbeiterbewegung zusammen zu bekommen. Sie planten dabei keine Arbeiterselbstverwaltung, vielmehr übergaben die Arbeiter das gesammelte Geldes ihren Partei- oder Gewerkschaftsfunktionären, die dann damit ihre eigene Stellung in der Hierarchie der Bewegung festigten und ausbauten. Insgesamt funktionierte das in allen Bewegungen der alten Sozialdemokratie: die drei Pfeile symbolisierten vor dem Faschismus den eigentlichen Vierklang dieser Bewegung: Partei – Genossenschaften – Gewerkschaften – (unterschlagen wurde die) Arbeitersportbewegung.

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PM FAU-IAA: Koalitionsfreiheit stärken - Streikrecht ist Menschenrecht

PM FAU-IAA: Koalitionsfreiheit stärken - Streikrecht ist Menschenrecht

Anfang Juni kündigte der DGB-Bundesvorstand das Joint-Venture mit den Unternehmern der BDA zur Knebelung des Streikrechts auf. Als unabhängige und unmittelbar von der DGB/BDA-Initiative betroffene Basisgewerkschaft begrüßt die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union diesen längst überfälligen Schritt ausdrücklich. Eine Gewerkschaft hat an der Seite der Beschäftigten und der Belegschaften zu stehen, nicht an der Seite der Bosse. Auslöser für den Beschluss der DGB-Spitze war unter anderem die Entscheidung des ver.di-Gewerkschaftsrates vom 25. Mai, die „Tarifeinheitsinitiative“ nicht länger mitzutragen. Die Dienstleistungsgewerkschaft gehörte zu den Initiatoren des arbeitnehmerfeindlichen Vorstoßes. Der Kurswechsel jedoch erfolgte erst, nachdem klar war, dass das Ansinnen der Spitzengremien auf dem ver.di-Kongress im September 2011 keine Mehrheit finden, sondern zum politischen Fiasko des Vorstands werden würde....

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