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ZSP: Erklärung über die allgemeine Kontrolle öffentlichen Wohnraums

Dieser Artikel versteht sich auch als Beitrag zum Düsseldorfer Kongress "Wem gehört die Stadt", denn Gentrifizierung und der Widerstand dagegen ist nicht nur ein Problem in Städten der BRD: Am 9. März werden die ZSP Sektionen Warschau und Wroclaw, gemeinsam mit MieterInnen Gruppen, den PolitikerInnen und Verwaltern öffentlichen Wohnraums erklären, dass sie gefälligst abhauen sollen! Die Związek Syndykalistów Polski (ZSP) erklärt hiermit die Autorität über den öffentlichen Wohnraum - die gegen die Interessen der Mieter zum Wohl eines korrupten bürokratischen Apparates und zum Wohl von Grundeigentümern und Spekulanten agiert - zum Feind, der abgeschafft werden muss. Die Antwort liegt nicht darin, sie durch eine Gruppe neuer BürokratInnen zu ersetzen, so wie das Machsystem es vorsieht, denn das würde mehr oder weniger die gleichen Resultate produzieren.
MieterInnen! Es ist Zeit unser Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen!

Das Problem mit dem wir alle konfrontiert sind, wurde auf einer öffentlichen Versammlung in Praga Polnoc anschaulich illustriert. Ein Mieterin erzählte wie sie und ihre Nachbarn, angewiedert von einem verfallenen und abstoßenden Hauseingang, vorschlugen, etwas Geld aus ihrer Miete für die Renovierung des Eingangs zu verwenden. Die BürokratInnen sagten nein, taten aber nichts um die Mängel zu beheben. Das Verhältnis ist das folgende: die VerwalterInnen nehmen das Geld, tun aber nichts! Alle MieterInnen wissen, wenn sie über die Dinge entscheiden könnten, würde wesentlich mehr für die Instandhaltung der Wohnungen getan. Stattdessen fließt das Geld in die Taschzen nutzloser BürokratInnen, ihrer FreundInnen und Familien, die an den überteuerten Verträgen verdienen.

MieterInnen, es ist Zeit diesem System ein Ende zu bereiten! Es ist Zeit diejenigen, die für unser Elend verantwortich sind, arbeitslos zu machen! Während tausende von uns ohne Heizung leben, in verfallen Wohnungen, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen und in Slums zusammengepfercht sind, verschwenden die VerwalterInnen Geld und lassen den öffentlichen Wohnraum zu Ruinen verfallen. Ihr Plan ist ein teuflischer: Vernichtung öffentlichen Wohnraums, Privatisierung und die Vertreibung der Alten und Armen an die Ränder der Stadt. Sie zerstören tausende von Leben! Sollen wir rumstehen und uns das gefallen lassen; sollen wir als Individuen warten bis wir an der Reihe sind um rausgeschmissen zu werden und dann aufschreien: genug? Oder wollen wir unseren Willen vereinigen und die Angelegenheiten selbst in unsere Hände nehmen. Die ZSP erklärt hiermit, dass sie die Entscheidungsgewalt und die Legitimität der Bürokraten nicht anerkennt und ruft die Bevölkerung zur Selbstverwaltung des öffentlichen Wohnraums auf. Am 9. März werden wir die Machthaber damit konfrontieren und die Nachricht in die Bevölkerung tragen. Außerdem erklären wir, dass wir bereit sind, all denjenigen, die eine Unterkunft benötigen, dabei zu helfen eine leere Wohnung oder ein leerstehendes Gebäude zu finden um diese zu besetzen. In den kommenden Wochen werden wir diese Aktionen verwirklichen und wir werden alles in unserer Kraft stehende tun, um Räumungen und Belästigungen zu verhindern!

MieterInnen, vereinigt euch im Kampf!

Wohnen ist ein Recht, keine Ware!


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