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Wisconsin (USA): Das Kapitol bleibt besetzt

Hunderte Demonstranten haben einem Ultimatum getrotzt, das Kapitol in der Hauptstadt des US-Staats Wisconsin zu räumen. Sie kämpfen für das Recht auf Tarifverhandlungen.

Aus Protest gegen eine gewerkschaftsfeindliche Gesetzesvorlage harren Demonstranten seit zwölf Tagen im Parlamentsgebäude von Madison aus. Rund 200 von ihnen kamen der Aufforderung zur Räumung nach, die Übrigen wurden aufgefordert, in höher gelegene Stockwerke des Kapitols zu ziehen.

Bildstrecken Politische Attentate in den USAObamas mögliche Herausforderer 2012

Die Polizei erklärte, sie werde das Gebäude nicht gewaltsam räumen und die Demonstranten könnten eine weitere Nacht im Kapitol bleiben. Solange sie das Gesetz befolgten, würden die Demonstranten nicht festgenommen, sagte der Chef der Parlamentspolizei, Charles Tubbs.

Grund ist eine Initiative

Die umstrittene Initiative des republikanischen Gouverneurs Scott Walker sieht vor, fast allen öffentlich Bediensteten das Recht auf kollektive Tarifverhandlungen abzuerkennen. Walker will damit das Defizit im Staatshaushalt eindämmen.

Der Entwurf ist bei Demokraten und Gewerkschaften landesweit auf Empörung gestossen. Sie sehen darin eine Missachtung der Rechte von Arbeitnehmern.

Am Wochenende beteiligten sich mehr als 70 000 Menschen an Solidaritätskundgebungen in New York, Los Angeles und zahlreichen anderen Städten des Landes.

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