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Vereinte Nationen stellen Hilfe im Gazastreifen ein

Palästinensischen Medien berichtet, dass das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) gegen Montagabend seine Arbeit im Gazastreifen einstellen wird. Grund hierfür sei die israelische Belagerung und der dadurch entstandene Treibstoffmangel in der Küstenregion. Ca. 650.000 Menschen werden von der Einstellung der Hilfslieferungen betroffen sein.

Der Sprecher der UNRWA Adnan Abu Hassnah sagte gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an News, dass sämtliche Nahrungsmittelhilfen, Bildungs- und Gesundheitsangebote eingestellt werden müssen, wenn Israel nicht bis zum Ende des Tages wieder Treibstofflieferungen in den Gazastreifen zulässt.

Israel belagert den Gazastreifen seit Juni letzten Jahres. Seitdem dürfen praktisch keine Palästinenser den Gazastreifen verlassen. Nahrungsmittel, Treib- und Brennstoffe, Medikamente und andere lebenswichtige Versorgungsgüter werden seitdem nur sehr begrenzt oder gar nicht in die Küstenregion gelassen.

Am 9. April schloss die israelische Armee den Grenzübergang Nahal Oz, nachdem palästinensische Kämpfer zwei israelische Arbeiter getötet hatten. Über den Grenzübergang wurden vor allem industriell genutzte Treibstoffe und Kochgas geliefert.

Die UNRWA nahm erst vergangenen Donnerstag die Arbeit wieder auf, nachdem sie bereit für vier Tage sämtliche Lieferungen einstellen musste.

Quelle: ISM-Germany

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