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USI-AIL: Vom Maghreb über Albanien zu Ägypten - Die Revolutionen für Brot und Freiheit

Während wir das hier schreiben, fliesst in Ägypten aufgrund der grausamen Repression des Mubarak Regimes gegen den Aufstand der Bevölkerung Blut. Die Aufstände der Bevölkerung in Ägypten, wie auch diejenigen in Tunesien, Algerien und Albanien der letzten Zeit treffen im Kontext der wirtschaftlichen Krise, welche die Welt erlebt, mit den Mobilisierungen der Arbeiter_innen und Student_innen in Europa zusammen: von Griechenland über Spanien, von Frankreich über Italien bis England.

Sie unterscheiden sich jedoch in einigen Eigenschaften:

  • Im offenen Kampfe gegen die Regierungen und ihre Systeme und die Gewalt der Repression
  • und, vor allem durch die Abwesenheit von Vermittlung jeglicher Art.


Es wird um elementare Bedürfnisse, wie die täglichen Lebensmittel oder minimale Formen der Demokratie gekämpft. Es wird gegen despotische und tyrannische Regierungen gekämpft – seien es Könighsäuser, Sippschaften von Diktatoren oder politisch-militärische Kasten; es wird gegen die Ben Ali's, die Bouterflika's, die Mubarak's, die Berisha's gekämpft, welche Ausdruck solcher Regierungen sind. Es wird gegen die brutalsten Formen der Unterdrückung gekämpft, welche die Globalisierung hervorgebracht hat. Es wird für Brot und Freiheit gekämpft.

Wir sind den Proletarier_innen dieser Länder nahe, im Bewusstsein, dass ihre Kämpfe das Risiko eingehen, fruchtbarer Boden für den islamischen Fundamentalismus, für andere militärische Eliten oder für neue politisch-wirtschaftliche Kreise werden zu können, neuen Regierungsformen, welche von den Regierungen und Herrschern von den fortgeschrittenen kapitalistischen Länder befürwortet werden.

Unsere Solidarität gilt den Proletarier_innen und den Massen, welche in Kairo und in den anderen Städten des Aufstandes auf die Strasse gehen.

Die Problematik ist jedoch: Wie weiter gehen als Worte? Wie die Solidarität konkretisieren?
Internationalismus und Solidarität und Einheit der Klasse waren schon immer untrennbar und sind es in einer globalisierten Welt immer mehr. Ersterer kann nicht existieren ohne dass die beiden anderen wachsen. Und diese können nur wachsen, wenn einerseits das Bewusstsein der Gemeinsamkeit der Interessen aller Unterdrückten vorhanden ist und andererseits Klarheit über die absolute Unvereinbarkeit der Intereseen der Unterdrückten mit denjenigen der Herrscher_innen / Mächtigen besteht.

Eine elementare Tatsache, welche in unserem Land durch jahrzehntelange Koordination, Subordination und Unterminung der Errungenschaften der Arbeiter_inneklasse in Vergessenheit geraten sind und welche von einer unanständigen und müssiggängerischen politisch-gewerkschaftlichen „Linken“, welche in Einklang mit ihrer unterwürfigen Rolle über alles und nichts plappert, missachtet wird.

In einer Welt, die zugrunde geht, zeigt uns Ägypten nicht den zu gehenden Weg, sondern eine mögliche dramatische Zukunft, in welcher es vonnöten sein wird, für ein Stück Brot und einen Krümel Rechte auf die Barrikaden zu gehen. Wir müssen diesem Treiben kämpfend und fordernd sofort ein Ende setzen. Nicht für eine reformierte und verbesserte Gesellschaft, sondern für eine andere Gesellschaft, einer Gesellschaft, welche auf Solidarität, gegenseitiger Unterstützung, freier Kooperation, uneingschränkter Gleichheit, Verfügbarkeit von sozialen und natürlichen Ressourcen, ohne sprachliche, ethnische und kulturelle Diskiminierungen, basiert.

Dies ist die konkreteste Unterstützung, welche wir den in Ägypten und auf der ganzen Welt kämpfenden Massen, den Proletarier_innen und auch uns selbst geben können.

Segreteria nazionale USI-AIL

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