Ungarn: Sozialarbeiter wegen beruflichen Engagements für KlientInnen vor Strafgericht
Bitte unterstützen Sie unser Bemühen um Solidarität für den ungarischen Sozialarbeiter Norbert Ferencz! Das Scheitern nationaler und europäischer Programme zur Reduktion von Armut, gepaart mit repressiven Maßnahmen gegen Arme als schwächste Gruppe der Gesellschaft, gipfelt in Ungarn in einer skandalösen Absurdität!
SozialarbeiterInnen demonstrierten in Budapest gegen eine Verordnung, die das Durchsuchen von Müll nach verwertbaren Lebensmitteln und Gegenständen als Ordnungswidrigkeit definiert. Dabei wurden einzelne AktivistInnen festgenommen. Der Aufruf des Kollegen Norbert Ferencz zu solidarischem Verhalten brachte diesem nun eine Anklage wegen Landfriedensbruch, ein Verbrechen mit Strafandrohung bis zu 3 Jahren Haft, ein.
Der Österreichische Berufsverband der SozialarbeiterInnen – obds, Mitglied der International Federation of Social Workers – ifsw, protestiert auf das Schärfste gegen die Repressalien, denen KollegInnen in Ungarn ausgesetzt sind, wenn sie sich konform dem internationalen Ethikkodex der Profession verhalten!
Der Österreichische Berufsverband der SozialarbeiterInnen fordert die internationale Ächtung der ungarischen Verwaltungs- und Strafrechtsgesetzgebung, die eine auf der von Ungarn ratifizierten Erklärung der Menschenrechte basierende Ausübung des Berufs Sozialarbeit unter Strafandrohung stellt!
Der Österreichische Berufsverband der SozialarbeiterInnen fordert die sofortige Einstellung des Strafverfahrens gegen den Sozialarbeiter Norbert Ferencz!
Link zur online petition: http://SWAN.epetitions.net
Video zum Vorfall: http://mindennapi.hu/cikk/tarsadalom/rendorok-hurcoljak-el-a-szegenyekert-tuntetoket-video-/2011-03-11/1997
International Code of Ethics: http://www.ifsw.org/p38000739.html