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Ukraine:Schwarze Katze auf der Berliner Mauer.Eine Solidaritätsaktion mit deutschen Anarcho-Syndikalisten

Am 30. Januar 2010 führten Aktivisten der Gewerkschaft “Priama Dija” sowie weitere(n) [...] Menschen eine Kundgebung vor der Deutschen Botschaft in Kiew durch. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Internationalen Solidaritätskampagne zur Unterstützung der deutschen Gewerkschaft FAU statt.
Ukraine:Schwarze Katze auf der Berliner Mauer.Eine Solidaritätsaktion mit deutschen Anarcho-Syndikalisten

“Priama Dija” (Direkte Aktion) / Ukraine

by syndikalismus

Der Beschluss eines Berliner Gerichtes zur Aberkennung des Gewerkschaftsstatus rief bei Kiewer Studenten Empörung hervor. “Priama Dija” unterstützte ihre anarcho-syndikalistischen Kollegen mit lautstarken Rufen “Freiheit! Gleichheit! Globale Solidarität!” und “Aufständische aller Länder – vereinigt Euch im Kampf!”


Unter den Plakaten stach besonders eines mit der Aufschrift “Reizt nicht den Kater” hervor, mit dem Bildnis einer schwarzen Katze (des Symbols der syndikalistischen Bewegung). Zeitweilig verdeckten die Aktivisten mit einer schwarzen Katze den Bundesadler, welcher an der Wand der Botschaft abgebildet ist. Kurzzeitig erschien die Katze auch auf einem Stückchen Berliner Mauer – einem Symbol des Totalitarismus, welches sich vor der Botschaft in Kiew befindet. Die Teilnehmer erinnerten daran, dass die Gewerkschaft FAU ein solches Verbot zuvor bereits zu Zeiten der Nazidiktatur erlebte. Dieser Schritt der deutschen Behörden zeugt davon, dass der gegenwärtige Kapitalismus sich nicht scheut faschistische Methoden zu verwenden. Darum wurde die Aktion mit Rufen “Nieder mit dem Faschismus! Nieder mit dem Kapitalismus!” beschlossen.


Die Ausschaltung selbstverwalteter Gewerkschaften der Anarcho-Syndikalisten aus dem Kampf, kommt den offiziellen bürokratischen Strukturen gelegen. Die Gefahr bei diesem Fall besteht darin, dass dem Beispiel des “demokratischen Deutschlands” auch andere Länder folgen könnten, insbesondere die Ukraine. Besondere Aktualität bekommt dies dadurch, dass der Obersten Rada zur Zeit ein Gesetzesprojekt “Über den sozialen Dialog” vorliegt, welches Kriterien für die Repräsentativität von Gewerkschaften einführen soll. Diese Norm kann dazu benutzt werden, unabhängige gewerkschaftliche Vereinigungen ihrer Betätigungsrechte zu berauben.

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