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Strug.gle 0023

Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe

Zehntausende indische Fernfahrer im Streik


Seit dem 05.01. sind in Indien Zehntausende LKW-Fahrer im Streik. Sie fordern unter anderem die Senkung der Treibstoffsteuern. Da in Indien 70 Prozent der Güter über die Straße transportiert werden, sind Lieferengpässe zu erwarten. Die Regierung droht mit dem Entzug der Transportlizenzen, falls der unbefristete Streik fortgesetzt werde.


Indien: Ölindustrie und öffentlicher Dienst bestreikt


Am morgen des 8.1. um 6.00 Uhr begannen die Beschäftigten in der staatlichen indischen Ölindustrie einen unbefristeten Streik für höhere Löhne. Sie setzten sich damit über Anordnungen des Obersten Gerichtshofs hinweg. Die Ölverarbeitung der Indian Oil Corp. sank dadurch um rund 30 Prozent. Betroffen ist vor allem die Industrie. Im indischen Bundesstaat Bihar traten gestern 300.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in einen unbefristeten Streik. Sie verlangen höhere Löhne.



Norwegen: Streik gegen den Krieg


Am 8. Januar hielten die Zugführer in Norwegen für zwei Minuten sämtliche Züge im ganzen Land sowie die Straßen- und U-Bahnen in der Hauptstadt Oslo an. Sie protestierten damit gegen die Invasion der israelischen Armee im Gaza-Streifen. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft der Lokomotivführer. (http://www.transportworkers.org)


“Sklavenmädchen” in Nepal demonstrieren


Am Dienstag, den 06.01. gingen in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu 400 ehemalige “Sklavenmädchen” auf die Straße und forderten Entschädigungen und kostenlose Ausbildung. Die Praxis, dass man sechsjährige Mädchen als Dienstmädchen verkauft, wurde vor sechs Jahren verboten. Bisher wurden rund  5.000 Mädchen aus dieser Sklaverei befreit.


Indien: Streik in Ölindustrie beendet


Der Streik der 50.000 Beschäftigten in der staatlichen indischen Ölindustrie um höheren Lohn wurde nach drei Tagen beendet, nachdem es landesweit zu Treibstoffknappheit gekommen war und die Regierung mit Verhaftungen gedroht hatte. Die Gewerkschaft will mit der Regierung weiterverhandeln. Der Streik der Millionen LKW-Fahrer dauert allerdings noch an.


Thailand: Arbeiter blockieren Autobahn


In Chachoengsao in Thailand blockieren 1.000 Arbeiter einer Katalogdruckerei eine Autobahn. Sie fordern eine Jahresprämie von zwei Monatslöhnen, 5 Prozent mehr Lohn und eine höhere Schichtzulage. Außerdem setzen sie sich zur Wehr gegen die Streichung der Überstundenzulage für Sonntagsarbeit.


Brasilien: Proteste der GM-Arbeiter gegen Entlassungen


Am Dienstag, den 13.01. legte die Frühschicht von rund 3.000 Arbeitern im General Motors Werk in Sao Paulo (Brasilien)  für eine Stunde die Arbeit nieder, um gegen die Entlassung von 800 Zeitarbeitern zu protestieren. Auch die Nachtschicht wollte sich anschließen. Die Gewerkschaft erklärte, für Donnerstag wären weitere Streiks geplant.


Unbefristeter Streik im öffentlichen Dienst Jharkands


Im ostindischen Bundesstaat Jharkand traten am Dienstag, dem 13.01. 250.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst in einen unbefristeten Streik. Sie verlangen mehr Lohn und höhere Zulagen.


China: Bauarbeiter blockieren Yangtse-Brücke


Rund 2.000 Bauarbeiter blockierten in der Provinz Anhui eine Brücke über den Yangtse. Sie forderten die korrekte Auszahlung ihrer Löhne, um mit dem Geld zum Frühlingsfest nach Hause zu fahren. 500 Polizisten wurden eingesetzt, um die Blockade aufzulösen. Dabei haben sie zehn Arbeiter verletzt.


Indien: Arbeiter lehnen Produktionsstillstand ab


Am 19. Januar demonstrierten die Arbeiter der Reifenfabrik Birla Tyres in Balasore im indischen Bundesstaat Orissa gegen den geplanten Produktionsstillstand vom 19. Januar bis zum Monatsende. In der Zeit sollen sie keinerlei Lohn erhalten. Die Gewerkschaft fordert, den Stillstand auszusetzen und alle Arbeiter einschließlich der Leiharbeiter voll zu bezahlen.


Generalstreik auf Guadeloupe


Seit dem 20. Januar findet in dem französischen Überseedepartement Guadeloupe ein Generalstreik statt. Am vergangenen Freitag zogen 18.000 Demonstranten durch die Hauptstadt. Auf der Karibikinsel ist die Wasser- und Energieversorgung weitgehend gestört und die Schulen geschlossen. Der Streik richtet sich gegen die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten.


Landesweiter Streik der Grundschullehrer in Kenia


Im ostafrikanischen Staat Kenia begannen die rund 230.000 Grundschullehrer am 20.01. einen landesweiten unbefristeten Streik für höhere Löhne. In den 18.000 Grundschulen mit 8,2 Millionen Schülern fiel der Unterricht aus. Die Kinder spielten ohne die Lehrer oder unterrichteten sich gegenseitig, bis die Eltern sie früher als sonst abholten.


Peru: Bergleute im Kampf gegen Entlassungen


Die Nationale Berg- und Stahlarbeitergewerkschaft von Peru teilt mit, dass in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres 3.000 Bergleute entlassen wurden. Dazu kommen über 2.000 Stahlarbeiter. Die Unternehmen berufen sich auf die Wirtschaftskrise und die sinkenden Rohstoffpreise. Auf Druck der Gewerkschaft gelang es, die Entlassungen in verschiedenen Fällen rückgängig zu machen. So bei Perubar, einer Tochter des in der Schweiz ansässigen internationalen Bergbaukonzerns Glencore.


Streiks von Renault-Arbeitern in Frankreich und Stahlarbeitern in Belgien


Am Donnerstag, dem 22.01. ist die Frühschicht bei Renault-Sandouville (Frankreich, Seine-Maritime) in einen selbständigen Streik getreten und auch die Stahlarbeiter von ArcelorMittal im belgischen Chatelet streikten.


Spanien: CNT-AIT kämpft weiter gegen Supermarkt MERCADONA

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Am Samstag, dem 24. Januar 2009, hat die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CNT-IAA vor den Türen der Supermarktkette MERCADONA in Cádiz (San Fernando) eine Kundgebung abgehalten, um gegen die Entlassung der Arbeiterinnen Patricia (Cádiz) und Maria Jesús (Huelva) zu protestieren. Obwohl Patricia am Tag zuvor ihre Situatiuon zufriedenstellend lösen konnte, hatte das Syndikat aller Berufe der CNT Cádiz beschlossen, die geplante Kundgebung aus Solidarität mit der Genossin in Huelva durchzuführen. (...)


Generalstreik auf Lampedusa


Rund die Hälfte der 4.500 Bewohner der italienischen Insel Lampedusa hat am Dienstag, den 27.01. mit einem Generalstreik gegen die Errichtung eines zweiten Lagers für Flüchtlinge reagiert. Geschäfte, Schulen und Behörden blieben geschlossen. Der Streik richtet sich direkt gegen die Regierung Berlusconi. Die Bewohner wollen gemeinsam mit den Flüchtlingen durchsetzen, dass diese wie früher auf dem Festland untergebracht werden. Sie fordern den Rücktritt von Innenminister Maroni.


Streik bei der ägyptischen Eisenbahn


Das Bedienungspersonal der Staatsbahn von Ägypten trat am Dienstag, den 27.01. in einen dreistündigen Streik. Es war der zweite Streik innerhalb einer Woche. Die Signal- und Bahnwärter usw. verlangen den gleichen Lohn wie die Zugführer, die mehr als doppelt so viel verdienen.


Verkehrsstreik im kanadischen Ottawa beendet


Am 29.01. wurde der 51-tägige Streik der 2.300 Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in der kanadischen Hauptstadt Ottawa beendet. Der Bürgermeister und die Gewerkschaft reagierten damit auf den politischen Druck des Parlaments, andernfalls die Gesetzgebung zur zwangsweisen Arbeitsaufnahme anzuwenden. Die Verhandlungsparteien wurden verpflichtet, die strittigen Punkte durch einen Schlichter regeln zu lassen.


Europaweiter Aktionstag bei EDS und HP


Am Donnerstag, den 29.01. führten die Beschäftigten von EDS und Hewlett Packard (HP) einen europaweiten Aktionstag gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau durch. Der US-Computerkonzern HP hatte den IT-Dienstleister EDS mit Sitz in den USA im August 2008 für 13 Mrd. US-Dollar übernommen und den Abbau von 24.600 Arbeitsplätzen angekündigt. In Rüsselsheim demonstrierten 900 Beschäftigte. Weitere Proteste gab es in Schweinfurt, London, Bristol, Österreich, Belgien, Italien, Spanien und Frankreich.


Martinique: Streik gegen zu hohe Preise


20.000 Menschen beteiligten sich anfang Februar Woche an einem zweitägigen Streik in dem französischen Überseedépartement Martinique gegen die steigenden Lebenshaltungskosten. Gestreikt wurde vor allem im Bildungs- und Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft. Demonstranten riefen Sprechchöre gegen Präsident Sarkozy.


Frankreich: Streik der Professoren


Am Dienstag, den 10.02. gab es an allen großen Hochschulen in Frankreich Demonstration und Kundgebungen. Ende Januar hatten die Professorenverbände zu einem unbefristeten Streik aufgerufen gegen die Hochschulreform der Sarkozy-Regierung. Die protestierenden Professoren befürchten, dass sie zu mehr Lehrveranstaltungen gezwungen werden und weniger forschen können. In den meisten Hochschulen ist der Lehrbetrieb eingeschränkt oder fällt ganz aus.


Europaweiter Protest bei ArcelorMittal


Am Dienstag, den 10.02. protestierten Delegationen aus allen großen europäischen Werken von ArcelorMittal in Brüssel gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung, zusammen etwa 1.300 Leute. Der größte Stahlkonzern der Welt will 9.000 Arbeitsplätze streichen, davon 6.000 in Europa. Im Werk Bremen sind 450 Stammarbeiter durch Leiharbeiter ersetzt worden. Im Werk Duisburg-Ruhrort werden ebenfalls Arbeitsplätze abgebaut.


Achtstündiger Generalstreik in Italien


Beschäftigte im öffentlichen Dienst und Industriearbeiter führten am 15.02. in Italien einen achtstündigen Generalstreik gegen die Regierung durch. Aufgerufen hatten der größte Gewerkschaftsverband CGIL und die Demokratische Partei (PD). Der Streik richtete sich gegen die Regierungspolitik, die den Konzernen und Banken Milliarden zuschanzt, während Hunderttausende von Beschäftigten auf Kurzarbeit gesetzt oder um ihre Entlassung fürchten müssen. In Rom beteiligten sich 700.000 Menschen am Streik und den zwei Demonstrationszügen.

Lebrija: 90 Prozent Beteiligung am ersten Generalstreik gegen die Krise


Mindestens 90 Prozent der Beschäftigten sind am 18.02.2009 im andalusischen Lebrija einem Aufruf zum Generalstreik seitens der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT und eines BürgerInnen-Komitees gefolgt. Kaum ein Geschäft in der 26.000 EinwohnerInnen zählenden Stadt in der Nähe Sevillas hatte geöffnet. Der konkrete Anlass für den Generalstreik ist die Vetternwirtschaft der regierenden Linkskoalition aus PSOE und IU sowie der mit diesen verbändelten Gewerkschaften UGT und CC.OO bei der Vergabe von Jobs aus staatlichen und kommunalen Hilfsprogrammen. Die Gruppen, die den Generalstreik organisiert haben, haben für diesen allerdings auch ausdrücklich mit dem Hinweis mobilsiert, er sei „der erste Generalstreik gegen die Krise“.

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