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Strug.gle 0019

Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe

Chile: Rund 400.000 streiken für höhere Löhne

Am 17.11. traten in Chile rund 400.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst in den Streik und forderten 14,5 Prozent mehr Lohn. Die Regierung bietet nur 6,5 Prozent. Bereits vergangene Woche hatten 400.000 Menschen für zwei Tage gestreikt und Schulen, Krankenhäuser und Verwaltungen lahmgelegt. Die Inflation lag im Oktober bei 9,9 Prozent.



Streikwoche in Frankreich

Mitte November streikten die Piloten der Air France vier Tage lang gegen die Anhebung ihres Rentenalters. Auch die Eisenbahner, die LehrerInnen und bei der Post gab es kurze Streiks. Die Proteste richten sich gegen Stellenstreichungen und gegen Verschlechterungen im Arbeitsrecht. So soll unter anderem Sonntagsarbeit erleichtert und die 35-Stunden-Woche weiter ausgehebelt werden.


Französische Eisenbahner erfolgreich

Seit Dienstag, dem 18.11.2008, streiken in Frankreich die Eisenbahner der SNCF unbefristet gegen die Flexibilisierung der Arbeitszeit der Lokführer. Am 19.11.2008 (!) teilte das SNCF-Management mit: “Um einen größeren sozialen Konflikt zu vermeiden, nehmen wir von der Reform Abstand”.


Indonesien: Arbeiter fordern höhere Mindestlöhne

In Indonesien haben in Bandung und Surabaya jeweils tausende Arbeiter gegen die unzureichende Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes demonstriert. In Bandung blockierten sie eine Autobahn und demonstrierten dann zum Gouverneurspalast. Der Protest richtet sich vor allem gegen einen Ministererlass, nach dem die Unternehmen nicht einmal die offizielle Erhöhung (10,5 Prozent) einhalten müssen, sondern sich auch mit der Höhe des Wirtschaftswachstums (6 Prozent) begnügen können.


Spanische Autoarbeiter auf der Straße

In Spanien mehren sich Proteste von Automobilarbeitern gegen Kündigungen. Vorne dran sind die Kollegen von Nissan, wo in Katalonien 1.680 Stellen gestrichen werden sollen. Es kommt hier fast täglich zu Demonstrationen und Straßenblockaden. Auch bei Pirelli gibt es Proteste gegen die Entlassung von 280 Kollegen, das sind 30 Prozent der Belegschaft. 500 Kollegen blockierten am Dienstag, dem 18.11.2008 Straßen.


Pakistan: Frauen gegen häusliche Gewalt

Anlässlich des internationalen Tags für die Beseitigung jeder Gewalt gegen Frauen protestierten am 25.11. in der pakistanischen Stadt Multan Frauen gegen häusliche Gewalt. In Pakistan sind die Frauen besonders massiv betroffen, gilt doch in weiten Teilen des Landes das reaktionäre Züchtigungsrecht des Mannes gegenüber seiner Frau.


China: Protest gegen Fabrikschließung

Am 26.11.2008 versammelten sich rund 2.000 Arbeiter in der südchinesischen Stadt Guangdong vor einer Spielzeugfabrik und forderten eine höhere Abfindung, nachdem die Fabrik geschlossen wurde. Rund 500 Arbeiter stürmten dann die Fabrik und lieferten sich mit der Polizei eine Auseinandersetzung. In der Boom-Region haben in den vergangenen Wochen rund 50 Prozent der für den Export produzierenden Fabriken geschlossen.


Dover: Hafenarbeiter streiken gegen Privatisierung

Über 300 Mitglieder der Gewerkschaft Unite haben Mitte November im britischen Hafen Dover 48 Stunden gegen die geplante Privatisierung gestreikt. Weil die Regierung darauf nicht reagierte, haben sie heute einen dreitägigen Streik gegen die Privatisierung begonnen.


China: Arbeiter wehren sich gegen Entlassung

Die chinesische Spielwarenfabrik Kaida Toy Corp. wollte von ihren 8.000 Beschäftigten 596 Arbeiter kündigen, kurz bevor sie nach einer zehnjährigen Betriebszugehörigkeit hätten fest eingestellt werden müssen. Nach heftigen Protesten und Zusammenstößen mit der Polizei sah sich die Fabrik gezwungen, ihre Verträge mit den langjährig Beschäftigten zu erneuern.


Lehrer streiken in Französisch-Polynesien

Die LehrerInnen auf den Pazifik-Inseln Französisch-Polynesien stimmten ende November nach 14 Tagen Streik dafür, ihren Ausstand fortzusetzen. Er richtet sich gegen die vom französischen Parlament schon verabschiedete Rentenreform zur Verschlechterung der Altersrenten. Um mehr Druck auf die französischen Behörden zu machen, haben die Lehrer auch Straßen vor Amtsgebäuden besetzt.


Vier Orchester in Nordrhein-Westfalen im Streik

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben am 29.11.1008 vier Orchester mit einem mehrtägigen Streik gegen die Abkopplung ihrer Tarife vom öffentlichen Dienst begonnen. In Dortmund fiel am Freitagabend die fast ausverkaufte Vorstellung “Im Weißen Rössl” aus. Die Musiker, mit Streikwesten bekleidet, diskutierten mit dem Publikum über ihren Arbeitskampf.


Demonstrationen gegen Armut in Japan

Ende November demonstrierten in der japanischen Hauptstadt Tokio Tausende von Menschen mit der Parole “Nein zur Armut!” Ähnliche Demonstrationen gab es dieses Jahr schon in über 40 Städten. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Japan muss sich als Leiharbeiter, mit einer befristeten Beschäftigung oder Teilzeit durchschlagen. Viele sind darauf angewiesen, zwei Jobs anzunehmen, um notdürftig ihre Familie zu ernähren.


Massenprotest gegen Gehaltskürzungen in Ungarn

Am 29.11.2008 gingen in Budapest mehr als 20.000 Menschen auf die Straße, um gegen die Gehaltskürzungen durch die ungarische Regierung zu protestieren. Die Regierung hatte die ersatzlose Streichung des 13. Monatsgehaltes im öffentlichen Dienst verfügt. Die Kürzung der Staatsausgaben war eine Bedingung des Internationalen Währungsfonds, um dem Land zusammen mit der EU einen Notkredit über 20 Milliarden Euro zu gewähren.


Südkorea: 33.000 Arbeiter auf der Straße

Am 29.11.2008 demonstrierten rund 33.000 Gewerkschafter in Seoul gegen die Pläne der Regierung, das Arbeitsrecht für Zeitarbeiter noch mehr zu verschlechtern. 2006 wurde beschlossen, dass Zeitarbeit nur zwei Jahre dauern darf, danach müssen die Zeitarbeiter fest übernommen oder gekündigt werden. Jetzt will die Regierung dies auf vier Jahre ausdehnen.


Türkei: “Wir zahlen nicht für eure Krise"

Ebenfalls am 29.11.2008 demonstrierten in der türkischen Hauptstadt Ankara zehntausende Gewerkschafter gegen steigende Preise und Arbeitslosigkeit. Aufgerufen zum Protest gegen ein Sparprogramm des IWF hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände. Es kam zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Die Türkei ist besonders stark von der Finanzkrise betroffen.



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