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Strug.gle 0018

Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe

Kolumbien: Plantagenarbeiter streiken

In Kolumbien streiken über 12.000 Arbeiter von Zuckerrohrplantagen seit mitte September. Sie kämpfen gegen den niedrigen Lohn von unter 160 Euro im Monat, Arbeitszeiten von 14 bis 16 Stunden täglich, für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Schutz im Krankheitsfall. Die Arbeiter fordern direkte Verträge mit den Plantagen, anstelle der Rechtlosigkeit durch Subunternehmen.


Indien: Massenstreik legt Filmproduktion lahm

Zum ersten Mal seit 50 Jahren wird am 01.10.08 die indische Film- und Fernsehproduktion durch einen Streik von über 100.000 Technikern und Schauspielern vollständig lahm gelegt. Der Streik richtet sich gegen die unregelmäßige Bezahlung und die Benachteiligung von Gewerkschaftsmitgliedern. Gehälter werden trotz des boomenden Filmgeschäfts von Bollywood mit rund 1.000 Filmen im Jahr mit bis zu einem Jahr Verspätung gezahlt.


Griechenland: 24-Stundenstreik der Journalisten

Alle griechischen Journalisten traten am Mittwoch, den 01.10.08 ab 5.00 Uhr morgens in einen 24-stündigen Streik. Es gab keine Radio- und Fernsehnachrichten, keine Zeitungen, keine aktualisierten Web-Seiten und keine Pressemeldungen der Regierung, die ebenfalls von Journalisten verfasst werden. Der Streik richtete sich gegen Pläne der Regierung, solide finanzierte Pensionfonds mit solchen zu verschmelzen, die in Finanzschwierigkeiten stecken.


Indien: Frauendemo für Platz zum Wohnen

Rund 3.000 Menschen, die meisten davon Frauen, demonstrierten am Montag, 06.10.08 in Coimbatore im indischen Bundesstaat Tamil Nadu für die Rechte von wohnungslosen Arbeitern. Sie forderten, dass die Regierung in den Städten und auf dem Land Gelände zur Verfügung stellt, wo sich die 100.000 Wohnungslosen niederlassen können.


Neuseeland: Streik bei McDonald’s

Die Beschäftigten der Filialen von McDonald’s und Farmers Department Store in den neuseeländischen Städten Auckland und Hamilton stehen seit dem 19. September im Streik für höhere Löhne. Bei einer Aktion von 1.000 Gewerkschaftsmitgliedern auf dem Flughafen von Auckland versuchten Sicherheitskräfte, sie einzuschüchtern. Das ist ihnen misslungen. Die Streikenden erklärten, sie kommen wieder, auch wenn sie festgenommen werden sollten.


EU: Streiks zum “Welttag für menschenwürdige Arbeit”

In Frankreich organisierten die Gewerkschaften zum “Welttag für menschenwürdige Arbeit” landesweit rund 90 Demonstrationen, verbunden mit zahlreichen Streiks. In Rumänien marschierten rund 7.000 Gewerkschafter in der Hauptstadt Bukarest um das Parlament und forderten eine Angleichung der Löhne und Arbeitsbedingungen an die Verhältnisse in Westeuropa.


Frankreich: Proteste von Automobilarbeitern

Am Samstag, den 4. Oktober, sind über 600 Beschäftigte von Ford Blanquefort (Bordeaux) in den Internationalen Automobilsalon in Paris vorgedrungen, um gegen die für 2010 geplante Schließung des Werks zu protestieren. Es wird von verschiedenen Gewerkschaften dazu aufgerufen, am 10. Oktober noch wesentlich breiter beim Automobilsalon zu demonstrieren - alle Arbeiter, die mit der Autoproduktion verbunden sind, sollen sich beteiligen.
Denn bei Renault Sandouville sind 1.000 Entlassungen angekündigt, dort gab es erst kürzlich Streiks; bei Peugeot (PSA Aulnay) soll eine von zwei Produktionsketten stillgelegt werden - mit Entlassungen von Leiharbeitern und “freiwilligem” Ausscheiden von Kollegen; beim LKW-Werk von Renault in Limoges gibt es Unruhe über die weitere Entwicklung usw.
Aufgefordert zur Beteiligung sind auch die Arbeiter der Zulieferer, z.B. von Goodyear, Michelin usw., die ebenfalls mit der auch in Frankreich stattfindenden Ausbeutungsoffensive der Monopole zu kämpfen haben.


Griechenland: Transportarbeiter streiken

Die im öffentlichen Dienst und bei Staatsbetrieben beschäftigten griechischen Transportarbeiter führten 09.10.08 einen 24-stündigen Streik durch. Er richtete sich gegen die geplante Privatisierung der Fluggesellschaft Olympic Airlines. Der Streik führte zum Ausfall von Flügen, Zügen, Bussen, der Athener U-Bahn usw. Beschäftigte der Post, von Krankenhäusern, Journalisten und anderer Einrichtungen im öffentlichen Dienst schlossen sich an.


Hongkong: Demonstration bei ThyssenKrupp

Anfang Oktober demonstrierten einige Dutzend Aufzugswartungsarbeiter bei ThyssenKrupp in Hongkong gegen eine beabsichtigte Kürzung ihrer Lohnzulagen. Sie beschuldigten ThyssenKrupp als einen der größten Aufzugshersteller der Welt, die Arbeitssicherheit zu gefährden. Der Konzern spare aus “Kostengründen” an Arbeitskräften für Wartung und Reparatur.


Französisch-Polynesien: Proteste und Streiks

Am 9. Oktober demonstrierten 7.000 Menschen in der Hauptstadt von Französisch-Polynesien im Pazifik gegen die Pläne der französischen Regierung, die Renten zu verschlechtern. Die Demonstration fiel zusammen mit einem von verschiedenen Gewerkschaften organisierten Streik gegen weitere Kürzungsmaßnahmen der Regierung. Die Demonstranten und Streikenden fordern von der Regierung, ihre Pläne zurückzuziehen.


Iran: Basarhändler streiken

In verschiedenen Städten des Iran sind seit dem 06.10.08 Basarhändler gegen eine Umsatz- bzw. Mehrwertsteuererhöhung in den Streik getreten. Der Streik begann bei den Gold- und Juwelenhändlern und breitete sich auf die Teppich- und Textilhändler aus. Der Streik ist für das Mullah-Regime gefährlich. Die Händler spielten beim Sturz des Schah 1979 eine wichtige Rolle. Die Inflation liegt bei 25 Prozent.


Kosovo: Streik in Krankenhäusern

Am Montag, dem 13.10.08 traten im Kosovo 7.000 Ärzte, Krankenschwestern und anderes Krankenhauspersonal in einen 24-stündigen Streik. Die Streikenden fordern eine anhaltende Lohnerhöhung und lehnten eine Bonuszahlung von 44 Euro ab. Neben äußerst niedrigen Löhnen herrschen in den staatlichen Kliniken in der ehemaligen serbischen Provinz schlechte Arbeitsbedingungen.


Irak: Textilarbeiter demonstrieren

Eine große Zahl von Arbeitern des staatlichen Textilkonzerns in Wassit ging Anfang Oktober auf die Straße, um Druck auf die Regierung auszuüben, ausstehende Löhne auszuzahlen. Der Konzern beschäftigt insgesamt 5.500 Menschen. Die Arbeiter befürchten, dass das Unternehmen in Bälde privatisiert wird.


Rumänien: Tausende Lehrer fordern höhere Gehälter

Am 15.10.08 demonstrierten in Bukarest tausende Lehrer für eine Gehaltserhöhung und forderten den Rücktritt der Regierung. Das Parlament hatte eine Erhöhung der Lehrergehälter um 50 Prozent beschlossen, die Regierung erklärt jedoch, dies sei nicht finanzierbar und weigert sich, den Beschluss umzusetzen.


China: Arbeiter protestieren gegen Fabrikschließung

Seit dem 14./15.10.08 protestieren in Dongguan in der chinesischen Provinz Guandong bis zu 1.000 Arbeiter vor den Fabriktoren einer geschlossenen Spielzeugwarenfabrik. Die Schließung der Fabrik kam für die Arbeiter völlig überraschend und sie fordern noch ausstehende Löhne. Dieses Jahr wurden bereits über 3.000 Spielzeugfabriken in China geschlossen.


Kolumbien: 8.000 Menschen blockieren Straßen

In Kolumbien haben seit Dienstag, dem 14.10.08 tausende von Indios mit Straßenblockaden auf ihre miserablen Lebensbedingungen aufmerksam gemacht. Sie blockieren auch die wichtige Überlandstraße Panamericana. Die Indios werfen der Regierung unter anderem vor, systematisch ihre Landrechte im Interesse internationaler Konzerne zu verletzen. Die Polizei geht äußerst brutal gegen die Demonstranten vor.


Paris: 80.000 gegen Kürzungen im Bildungswesen

Am Sonntag, dem 19.10.08 gingen in Paris nach Angaben der Veranstalter 80.000 Menschen, vor allem Lehrer und Studenten, auf die Straße. Zu dem Protest hatten 47 Organisationen aufgerufen, darunter Eltern- und Lehrerverbände. Die Sarkozy-Regierung will 2009 weitere 13.500 Stellen im Bildungssektor streichen.


Indien: Widerstand gegen ArcelorMittal-Werk

“Wir brauchen Lebensmittel, keinen Stahl” stand auf den Spruchbändern, mit denen tausende Dorfbewohner am 20.10.08 im Osten Indiens gegen ein geplantes Stahlwerk von ArcelorMittal demonstrierten. Sie weigern sich, für das Werk Agrarland zur Verfügung zu stellen. Im Bundesstaat Orissa hatten Proteste den Bau eines Stahlwerkes von POSCO (Korea) verhindert.


Rentnerproteste in Irland

Am Freitag, dem 17.10.018 demonstrierten in der südirischen Stadt Cork 3.000 wütende Rentner gegen die Absicht der irischen Regierung, die bisher kostenlose Gesundheitsversorgung für die über 70-Jährigen abzuschaffen. Die Demonstranten riefen unter anderen “Schlagt die Banker, nicht die Rentner”. Um landesweiten Protesten zuvorzukommen, hat die irische Regierung jetzt Änderungen an dem Vorhaben angekündigt.


Griechenland: Polizei gegen Textilarbeiter

Am 24.10.08 demonstrierten in der griechischen Hauptstadt Athen Textilarbeiter des Unternehmens Lanara gegen die Kündigung von 1.200 Beschäftigten. Sie forderten die Rücknahme der Entlassungen und die sofortige Bezahlung ihrer ausstehenden Löhne. Als die Demonstranten das Wirtschaftsministerium betreten wollten, wurden sie von Polizeitruppen zur Bekämpfung von Unruhen (MAT) geschlagen und mit Tränengas angegriffen.


Streik im kanadischen Einzelhandel

Am Mittwoch, dem 22.10.08 um 10.00 Uhr traten 789 Mitglieder der Ortsgruppe Local 503 der Gewerkschaft UFCW in einen unbefristeten Streik. Sie bestreiken 13 Läden der Kette Maxi Stores in Quebec. Ihre Löhne und Arbeitsbedingungen sind vor über sechs Jahren eingefroren worden. Die UFCW ist die Gewerkschaft für die Arbeiter der Nahrungsmittelindustrie und des Einzelhandels in den USA und Kanada. (www.ufcw.ca)


Generalstreik in Kolumbien

Am Donnerstag, dem 23.10.08 beteiligten sich in Kolumbien mehr als eine  Million Menschen an einem 24-stündigen Generalstreik, der sich gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung Uribe richtete. Allein in der Hauptstadt Bogota gingen 500.000 Menschen auf die Straße. Die Gewerkschafter solidarisieren sich ausdrücklich mit den seit einem Monat streikenden Zuckerrohrarbeitern und den Protesten von indigenen Gemeinden.


Erster Streik bei IBM in der Türkei

Am Freitag, dem 28.10.08 versammelten sich 200 IT-Angestellte, darunter 100 von IBM, vor dem IBM-Gebäude und protestierten lautstark mit Masken: “Wir sind keine Kühe!” Der Streik richtet sich gegen die gewerkschaftsfeindliche Politik des Konzerns. Es war der erste Streik in der siebzigjährigen Geschichte von IBM in der Türkei.


Selbständige Streiks bei Ford in Southampton

In der Woche vom 20.10.-26.10.08 haben Arbeiter im britischen Ford-Werk in Southampton zwei mal selbständig  gestreikt, um gegen Produktionsdrosselungen zu protestieren. Die Arbeiter befürchten, dass das Werk ganz stillgelegt werden soll. Im Oktober wurde die 4-Tage-Woche eingeführt und befristete Verträge nicht verlängert.


Ägypten: Textilarbeiter protestieren

Am 30.10.08 protestierten 800 Textilarbeiter der staatlichen Textilfabrik in Mahalla gegen die geplante Privatisierung des Unternehmens. Die Arbeiter riefen: “Die Fabrik gehört den Arbeitern”. In der Fabrik sind 20.000 Menschen beschäftigt. In den vergangenen zwei Jahren gab es in Mahalla mehrere Streiks, einer davon dauerte sechs Tage.


Irland: Protest gegen Kürzungen im Bildungsbereich

Am 31.10.08 gingen in der irischen Hauptstadt Dublin rund 15.000 Lehrer, Eltern und Schüler auf die Straße, um gegen Kürzungen im Bildungsbereich zu protestieren. Die Lehrer sind nicht bereit, mit immer weniger Personal immer größere Klassen zu unterrichten und zusätzlich kranke Lehrer zu vertreten.


Streik auf WM-Baustelle in Kapstadt

Seit Freitag, dem 31.10.08, streiken auf der Baustelle des Green-Point-Stadions in Kapstadt (Südafrika) 1.500 Bauarbeiter. Die Arbeiter fordern einen garantierten Bonus im Dezember, sollten sie die gesetzten Bauziele erreichen. Die betreffende Baustelle betrifft eines der 10 Fußballstadien für die Fußballweltmeisterschaft 2010.


Lehrerstreik in Rumänien

Am Montag, dem 03.11.08 haben in Rumänien zehntausende Lehrer für eine Lohnerhöhung von 50 Prozent gestreikt. Die Lehrer erschienen in den Schulen, hielten jedoch keinen Unterricht ab. Der Lehrerstreik sollte auch für den Generalstreik mobilisieren, der ab dem 18. November für den gesamten öffentlichen Dienst angekündigt ist.


Triumph-Frauen demonstrieren für höhere Löhne

Anfang November demonstrierten mehrere hundert Frauen von Triumph International in der philippinischen Hauptstadt Manila für höhere Löhne und Essenzulagen. Viele erhalten nur den Mindestlohn von 382 Pesos am Tag (6,20 Euro). Für den Lebensunterhalt einer Familie sind in Manila aber mindestens 871 Pesos notwendig.


Fischer-, Werft- und Bergarbeiterdemo in Polen

Fischer, Werftarbeiter und Bergarbeiter haben am 05.11.08 im Norden Polens gegen die Regierung demonstriert. Sie lehnen ihre Pläne ab, das Renteneintrittsalter heraufzusetzen und die Gesundheitsversorgung zu privatisieren. Zu der Aktion hatten sich verschiedene Gewerkschaften zusammen geschlossen.


Französische Lokführer streiken gegen flexiblere Arbeitszeiten

Die französischen Lokführer haben am Mittwochabend, dem 05.11.08, einen 36-stündigen Streik begonnen. Er richtet sich gegen flexiblere Arbeitszeiten im Güterverkehr. Neben dem Regionalverkehr wird auch der Hochgeschwindigkeitszug TGV bestreikt.


Malaysia: Empörung über Tod eines Arbeitsmigranten

Anfang November traten hunderte zugewanderter Arbeiter aus Nepal und Bangladesh in der Stadt Menglembu/Malaysia nach dem Tod ihres Kollegen Dil Bahadur in den Streik. Das Management der Firma hatte ihn trotz eines Notfalls zu spät ins Krankenhaus bringen lassen, sodass er während des Transports starb.


Rumänien: Im Öffentlichen Dienst wird Generalstreik vorbereitet

Seit Monaten kämpfen die Lehrer um 50 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Ende September beschloss das Parlament einstimmig Gehaltserhöhungen in dieser Höhe. Doch die reaktionäre Regierung von Calin Tariceanu weigert sich, das Gesetz umzusetzen. Die Antwort war ein erneuter Streik tausender Lehrer am 15. Oktober, die jetzt nicht nur die 50 Prozent mehr Gehalt, sondern auch den Rücktritt der Regierung forderten. Erneut streikten am 3. November Zehntausende Lehrer. Das war zugleich die Vorbereitung auf einen Generalstreik im öffentlichen Dienst am 18. November.


Riesige Lehrerdemonstration in Portugal

Am Samstag, dem 08.11.08, demonstrierten 120.000 Lehrer in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gegen die geplante Bildungsreform der Regierung. Diese sieht neue Einstellungskriterien und Arbeitszeiten vor sowie eine Bewertung der Lehrer. Aufgerufen zu der bisher größten Lehrerdemonstration in der Geschichte des Landes hatten alle Gewerkschaften im Bildungsbereich. Sollte die Regierung nicht nachgeben, wollen die Lehrer am 19. Januar in einen landesweiten Streik treten.


Selbständiger Streik gegen Zerschlagung von Alitalia

Am 10.11. hatte eine Gruppe von 600 Beschäftigten der italienischen Fluglinie Alitalia auf einer Versammlung für Streik gestimmt. Der Beschluss wurde sofort ohne Vorankündigung in die Tat umgesetzt. Auf dem römischen Flughafen Fiumicino kam es zu chaotischen Zuständen. Im Unterschied zu vier Gewerkschaften, deren Führung einer Privatisierung von Alitalia verbunden mit 3.250 Entlassungen schon zugestimmt hat, lehnt ein Teil der Beschäftigten das ab.


Proteste bulgarischer Stahlarbeiter

Die 5.000 Arbeiter des größten bulgarischen Stahlwerks Kremikovtzi protestieren seit Wochen für die Auszahlung ihrer Löhne für die letzten drei Monate und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Am 29. Oktober führten sie einen dreitägigen Protest durch, weitere Demonstrationen gab es am 10. und 13. November. Die Arbeiter verlangen von der Regierung, eine Schließung des Werks zu verhindern und dass keiner entlassen wird.


Streik in Chiles öffentlichem Dienst

Am Dienstag, dem 11.11.08 traten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Chiles in einen zweitägigen Streik. Sie verlangen mehr Lohn angesichts der höchsten Inflationsrate in den letzten 14 Jahren. Dem Streik schlossen sich die Müllwerker, Krankenhäuser, Lehrer, Gefängnisaufseher usw. an. In der Hauptstadt Santiago führten die Arbeiter einer kämpferische Demonstration durch.


Kolumbien: Streik der Zuckerarbeiter erfolgreich

18.000 kolumbianische Zuckerrohrschneider haben Anfang November ihren 56-tägigen Streik beendet und fast alle ihre Forderungen durchgesetzt. Sie erhalten eine Lohnerhöhung von 15 Prozent. Der Arbeitstag wird auf 8 Stunden begrenzt mit maximal 2 Überstunden, anstelle der früheren Arbeitszeit von 12 bis 14 Stunden am Tag. Die Unternehmen leisten einen Beitrag für die Krankenversicherung, die Miete, die Erziehung und die soziale Versorgung der Arbeiter und ihrer Familien. Es war der längste und härteste Streik in Kolumbien in den letzten Jahren.


Europäischer Aktionstag der Eisenbahner

Am Donnerstag, dem 13.11.08 demonstrierten in der französischen Hauptstadt Paris 20.000 Eisenbahner aus ganz Europa gegen die negativen Folgen der Privatisierung. Aufgerufen hatte die Europäische Transportarbeiterföderation. Neben Frankreich waren Delegationen aus Belgien, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Ungarn, Norwegen, Russland, Portugal, Spanien, Luxemburg und Italien vertreten. (www.itfglobal.org)


Zürich: Protest gegen Geldregen für Banken

Am Samstag, dem 15.11.08 gingen in Zürich 3.500 Gewerkschafter auf die Straße, um gegen die staatlichen Subventionen für die angeschlagene Großbank UBS zu protestieren. Sie forderten stattdessen, dass die Steuergelder für die soziale Sicherung eingesetzt werden, z.B. für die Frühverrentung.

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