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Strug.gle 0017 (update: 08.08.08)

Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe
5. Juli 2008 – Globaler Aktionstag gegen Starbucks

Die Starbucks Workers Union aus Grand Rapids (USA) und die CNT Sevilla (Spanien) haben für den 5. Juli zu einem internationalen Aktionstag gegen die Kaffee-Kette Starbucks aufgerufen. Ziel der Aktion ist es, über die Arbeitsbedingungen bei Starbucks zu informieren und gegen die anti-gewerkschaftlichen Praktiken des Konzerns zu protestieren. Konkreter Anlass ist die wiederholte Entlassung von gewerkschaftliche aktiven ArbeiterInnen, dieses Mal in Sevilla. Beide Gewerkschaften rufen zu weltweiter Beteiligung an den Aktionen auf. Hier geht es zum Bericht

London: Streik der U-Bahn-Reinigungskräfte

Am 01.07.08 traten 700 Reinigungskräfte der Londoner U-Bahn in einen 48-Stunden-Streik, um höhere Löhne (7,50 Pfund Mindestlohn) und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Es sind mehrheitlich Frauen, die bei verschiedenen Firmen beschäftigt sind, darunter ISS, ICS, IST und GBM. Bereits Ende Juni hatte es einen 24-Stunden-Streik gegeben. Die Gewerkschaft RMT protestierte gegen Einschüchterungsmethoden gegenüber Streikposten bzw. bei der Wiederaufnahme der Arbeit.

Indien: Diamantarbeiter streiken


Im indischen Bundesstaat Gujarat sind bis zu 200.000 Arbeiter in der Diamantindustrie in den Streik getreten und fordern eine Lohnerhöhung von 20 Prozent. Am 06.07.08 kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, als 40.000 unzufriedene Diamantschleifer und -polierer versuchten, Fabriken zu stürmen.

Italien: Eisenbahnerstreik


Am 06.07.08 traten die italienischen Eisenbahner landesweit in einen 24-Stunden-Streik, um Druck für ihre Forderung nach einem neuen Gesamtarbeitsvertrag und höheren Löhnen zu machen, der seit sechs Monaten ausgelaufen ist. Bestreikt wird auch der öffentliche Nahverkehr von Bus und U-Bahnen in den Städten.

Peru: Unruhen und landesweiter Streik


Am 09.07.08 kam es während eines landesweiten 24-stündigen Streiks gegen die Wirtschaftspolitik von Präsident Garcia in Peru in mehreren Städten zu heftigen Zusammenstößen zwischen Tausenden Demonstranten und der Polizei. An mehreren Orten wurden Regierungsgebäude gestürmt. Die Menschen fordern mehr Geld für Gesundheit und Ausbildung und die Bekämpfung der Armut.

Südafrika: Streikwelle gegen Preissteigerungen


In der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal beteiligten sich am 09.07.08 nach Angaben des Gewerkschaftsdachverbandes Cosatu 80 Prozent aller Arbeiter am Streik gegen die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Benzin. In Durban gingen Tausende auf die Straße. Cosatu hat eine Kampagne in den verschiedenen Provinzen beschlossen, die zu einem gemeinsamen Streiktag am 6. August führen soll.

Polen: Werftarbeiter demonstrieren


Am 10.07.08 gingen in Szczecin 3.000 Arbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze in den Werften auf die Straße. Die EU-Kommission hat der polnischen Regierung ein Ultimatum gestellt, die Subventionen für die Werften in Szczecin, Gdansk und Gdynia einzustellen. Die Werften sollen privatisiert werden.

Bangladesch: Bootsleute streiken


Am 10.07.08 traten landesweit die Arbeiter auf den Binnenschiffen in den Streik, um höhere Löhne durchzusetzen. Der Verkehr auf allen Flüssen den Landes kam zum Erliegen, Fähren, Motorschiffe und Lastkähne waren betroffen. Im Streik befinden sich schätzungsweise mehr als 100.000 Menschen. Die Gewerkschaft nennt die gestiegenen Lebensmittelpreise als Grund.

Brasilien: Ölarbeiter streiken


Am 14.07.08 traten beim brasilianischen Ölkonzern Petrobras die Arbeiter auf den 42 Bohrinseln vor der Küste in einen fünftägigen Streik. Die Arbeiter fordern einen Tag mehr Urlaub, das heißt, der Tag der Rückreise von der Ölplattform aufs Festland soll als Arbeitszeit gewertet werden.

Bahrain: Streikerfolg der Näherinnen


Am 15.07.08 endete der Streik von 500 Näherinnen in einer Bekleidungsfabrik in Bahrain mit einem Erfolg: die Arbeit wurde nach drei Tagen wieder aufgenommen, nachdem die Geschäftsleitung einer Lohnerhöhung von 45 auf 60 Bahrain Dinar zugestimmt hatte. Die Frauen, alles Wanderarbeiterinnen aus Asien, hatten zuvor eine 10-Prozent-Erhöhung als unzureichend abgelehnt.

GB: Hunderttausende streiken


Am 16.07.08 traten mehrere Hunderttausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Großbritannien in einen zweitägigen Streik für höhere Löhne. Betroffen vom Streik sind Schulen, Sozialämter, Bibliotheken, Museen und Verwaltungen in England, Wales und Nordirland. Die Gewerkschaften fordern 6 Prozent mehr Lohn, die Regierung will nur 2,45 Prozent mehr zahlen. Dabei liegt die offizielle Inflationsrate bereits bei über 4 Prozent.

Peru: Polizei tötet streikenden Bergarbeiter


Am Wochenende (12./13.07.08) hat ein Polizeikommando das Feuer auf Bergarbeiter eröffnet, die seit dem 30. Juni eine Goldmine in der Provinz Pataz bestreiken. Ein Arbeiter wurde durch einen Brustschuss getötet, fünf weitere durch Schüsse verletzt. Die Bergarbeiter, überwiegend Kontraktarbeiter, fordern höhere Löhne angesichts der gigantischen Profite der Bergbaukonzerne.

Mali: Zweitägiger Bergarbeiterstreik


Am 18. und 19. Juli streikten die ca. 650 Bergarbeiter der Goldmine Kalana in Mali. Sie kämpfen damit "gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, gegen Hungerlöhne, gegen Rassismus". Die Arbeiter kritisieren, dass sie schlecht behandelt werden, schlecht bezahlt werden, wie Sklaven ausgebeutet werden und ständig von Entlassung bedroht sind. Mali ist nach Südafrika und Ghana das Land mit der drittgrößten Goldförderung in Afrika.


USA: Uni-Servicekräfte streiken


Tausende Servicekräfte an der Universität von Kalifornien sind in einen fünftägigen Streik getreten, um Löhne durchzusetzen, von denen man leben kann. Sie fordern einen Stundenlohn von 15 US-Dollar. Unter den Streikenden sind viele Frauen, die meisten sind Latinas, die als Putzfrauen, Bedienungen in den Cafeterias, als Köche usw. arbeiten. Betroffen vom Streik sind auch mehrere Krankenhäuser.

Türkei: Städtische Arbeiter von Istanbul im Streik


3.000 städtische Arbeiter der Gewerkschaft Beledye-Is traten am 17.7. in Istanbul in den Streik. Die von der islamistischen AKP geführte Stadtverwaltung Istanbuls hatte fünf Monate lang deren Forderungen abgelehnt. Als sie zur Stadtverwaltung demonstrieren wollten, wurden die Arbeiter von der Polizei mit Gasbomben und Wasserwerfern brutal angegriffen. Entschlossen leisteten sie Widerstand, besetzten eine Hauptstraße und forderten den Rücktritt von Bürgermeister Topbas.

Iran: Arbeiter in Reifenfabrik im Streik


Diesen Monat traten die Arbeiter der größten Reifenfabrik des Iran zum zweiten Mal in diesem Jahr in den Streik. Sie protestieren gegen Lohnkürzungen und wollen die Arbeit erst wieder aufnehmen, wenn die Geschäftsleitung ihren Forderungen nachkommt. Im April hatten die Arbeiter die Autobahn zwischen Teheran und Islamshahr mit brennenden Reifen blockiert.

Kuwait: Arbeiter aus Bangladesch streiken


Am Sonntag, den 20.07.08 traten in Kuwait mehr als 5.000 Arbeiter aus Bangladesch in einen unbefristeten Streik, weil sie zu wenig Lohn erhalten. Außerdem beklagen sich die Arbeiter über zu lange Arbeitszeiten. Die Arbeiter sind als Putzleute bei einer Kontraktfirma angestellt und putzen in Ministerien, Unternehmen und Botschaften.

Kenia: Hafenarbeiter streiken


Rund 4.000 Arbeiter im Hafen von Mombasa in Kenia sind seit Montag, dem 21.07.08 im Streik gegen ein neues 7-Tage-Schichtsystem und die Weigerung, die Überstunden zu bezahlen. Durch den Streik ist die Container-Entladung fast völlig zum Erliegen gekommen. Die Hafenbehörde droht den Streikenden mit Entlassung.

Südafrika: Streiks gegen Strompreisexplosion


Am 23.07.08 zogen rund 25.000 Menschen durch die südafrikanische Großstadt Johannesburg, aufgerufen vom Gewerkschaftsverband Cosatu. Sie protestierten damit gegen die jüngste Explosion der Strompreise, die um 27,5 Prozent steigen sollen. Lebensmittel wurden in einem Jahr um 16,8 Prozent teurer und Treibstoffe um 35,6 Prozent. Die Bergarbeiter verschiedener Minen und die Autowerker von VW traten gestern in den Streik.


Kolumbien: Erfolgreicher Bergarbeiterstreik


3.500 Bergleute der Steinkohlenzeche Pribbenow im Norden Kolumbiens haben ihren am 17. Juli begonnenen Streik nach sechs Tagen beendet. Sie erhalten in einem Zweijahresvertrag 9,1 Prozent mehr Lohn und einen Bonus von umgerechnet 1.109 US-Dollar. Die Grube gehört dem US-Konzern Drummond und fördert 2 Millionen Tonnen Kohle im Monat.

Indonesien: Frauen protestieren gegen Lohnsenkungen


Auf der Insel Bali haben am 25.07.08 600 Beschäftigte einer Textilfabrik, in ihrer Mehrheit Frauen, vor dem Provinzparlament gegen die Senkung der Akkordlöhne durch die Firmenleitung protestiert. Viele Frauen hatten ihre Kinder mitgebracht. Die Frauen lehnen auch die Befristung der Verträge und Leiharbeit ab.

Griechenland: Drei Tage Streik der Dockarbeiter


Am Donnerstag, dem 24.07.08 kamen bei Reparaturarbeiten an einem Gastanker in einem Dock bei Athen mindestens acht Arbeiter ums Leben. Daraufhin traten die Arbeiter in einen dreitägigen Streik und führten Demonstrationen in der griechischen Hauptstadt gegen die Verletzung der Sicherheitsmaßnahmen durch.

Vietnam: Schuhfabrik bestreikt


Am Samstag, dem 26.07.08 begannen 14.000 Arbeiter der südkoreanischen Schuhfabrik Hwa Seung Vina in der südlichen Provinz Dong Nai einen Streik für höhere Löhne. Sie verlangen wegen der hohen Preissteigerungen von offiziell 27 Prozent eine Lohnerhöhung von 300.000 Dong mehr im Monat, umgerechnet 11,60 Euro. Zum Vergleich: Der Mindestlohn für Fabriken in ausländischem Besitz liegt bei umgerechnet 32 Euro im Monat.

GB: 12.000 Eisenbahner im Streik


In Großbritannien traten am Samstagmittag, den 26.07.08, an die 12.000 Eisenbahnarbeiter in einen 18-stündigen landesweiten Streik. Es handelt sich um Reparaturarbeiter. Sie verlangen eine Verbesserung ihrer Bezahlung und Arbeitsbedingungen.

Indonesien: Werftarbeiter streiken


2.000 Arbeiter der PT Jaya Asiatic Werft auf der indonesischen Insel Bantam sind in den Streik getreten. Sie fordern vor allem mehr Arbeitssicherheit. Die meisten Arbeiter haben keinen festen Vertrag, sondern arbeiten als Tagelöhner, d.h. auch ohne Arbeitsschuhe und Helme. Durchsetzen wollen sie auch Abgaben an die öffentliche Sozialversicherung.

UPDATE: Haftbefehle gegen den gesamten KCTU Vorstand und die Metallgewerkschaft new

Die Volksbewegung gegen das Abkommen über Fleischimporte aus den USA hat die neue südkoreanische Regierung schwer getroffen. Der Gewerkschaftsbund KCTU und die ihm angehörende Metallgewerkschaft hatten Anfang Juli 2008 zum Streik gegen dieses Abkommen aufgerufen und diesen auch erfolgreich organisiert. Jetzt gehen landesweit die Staatsanwaltschaften gegen den Gewerkchaftsbund vor: Es habe sich, wie die Regierung sagt, um einen illegalen politischen Streik gehandelt. Der gesamte Vorstand des KCTU und auch der Metaller werden mit Haftbefehlen überzogen, der Sitz des Gewerkschaftsbundes von der Polizei umstellt. Die Pressemitteilung "Calling for Solidarity - Lee Myung-bak government repression against the KCTU and Fundamental Trade Union Rights" des KCTU vom 4. August 2008.


UPDATE: Solidarität mit den Mahalla 49 new

"Ägyptische Blogger werben um internationale Unterstützung für 49 Demonstranten, die vor einem Notstands-Staatssicherheitsgericht angeklagt sind. Am 9. August wird gegen 48 Männer und eine Frau ein Schauprozess vor einem ägyptischen Notstands-Staatssicherheitsgericht eröffnet. Die Menschen werden angeklagt, im April an einem zweitägigen Aufstand in Ghazl El-Mahalla im Nildelta beteiligt gewesen zu sein. Ägyptische Blogger rufen Gewerkschaften und Menschenrechtsgruppen zur Solidarität auf, um das Mubarak-Regime unter Druck zu setzen. Die Ägypter wurden verhaftet, nachdem Sicherheitskräfte des Mubarak-Regimes am 6. April einen Streik bei „Misr Spinning and Weaving“ – mit 27.000 Arbeitern die größte Textilfabrik im Nahen Osten – aufgelöst hatten. Die Textilarbeiter hatten angesichts der rasant angestiegenen Lebensmittelpreise eine Erhöhung des Mindestlohns verlangt, der seit 1984 stagniert. Nachdem die versprochene Steigerung ausblieb, organisierte der „Textilarbeiterbund“ den Streik. Diese unabhängige Gewerkschaft wurde im letzten Jahr nach einer Reihe erfolgreicher Fabrikbesetzungen in der ägyptischen Textilindustrie gegründet..." so beginnt der Bericht und Solidaritätsaufruf "Solidarität gegen Schauprozess in Ägypten" externer Link im Soliblog Mahalla 49 vom 6. August 2008: Aktiv werden! Dazu auch: Die Unterschriftenliste zur Solidaritätsbekundung "Stoppt den Schauprozess gegen ägyptische Demonstranten" samt Mailadresse für weitere UnterzeichnerInnen.

UPDATE: Auseinandersetzungen vor dem Conlutas-Kongress new

Wie in anderen lateinamerikanischen Ländern auch, so hat die Etablierung einer als links gewählten Regierung und ihre Realpolitik in Brasilien zu heftiger Bewegung in der Gewerkschaftsbewegung geführt: Vielleicht noch etwas übertrieben kann man heute sagen, dass der Trend zu Parteigewerkschaften geht. Auch der politische Versuch, als Alternative zum regierungstragenden Gewerkschaftsbund CUT die nationale Koordination sozialer Kämpfe zu schaffen - eben mehr als eine weitere Gewerkschaftsföderation - scheint in einer extrem komplizierten Phase angekommen zu sein: Bei dem Conlutas-Kongreß Anfang Juli 2008 in Betim wurde die Konstituierung als neue Gewerkschaftszentrale vorgeschlagen. Bereits im Vorfeld führte dies zu einer oppositionellen Blockbildung, die dies als voreilig kritisierte und sich auch gegen den faktischen Abbruch der Gespräche mit der Gewerkschaftsinitiative Intersindical (der PT-Abspaltung PSOL) wendet - sowie gegen die Art und Weise der Delegiertenwahl für den Conlutas-Kongress. Die "Bewegung Land, Arbeit und Freiheit" (MTL) hat dabei die extreme Konsequenz gezogen und ihren Austritt erklärt. Die MTL Erklärung "EM DEFESA DA UNIDADE SINDICAL E POPULAR" vom 17. Juni 2008 dokumentieren wir (mit gekürzter deutscher Zusammenfassung) als erste einer lockeren Reihe von Beiträgen zur brasilianischen Gewerkschaftsdebatte.


Der Kampf ums Öl


Spanien: LKW-Fahrer im Streik
Über 90.000 LKW-Fahrer sind am 08.06.2008 in den Streik getreten gegen die drastisch gestiegenen Dieselpreise. Viele Fahrer sind selbständig oder arbeiten für kleine Speditionen, die in ihrer Existenz gefährdet sind. Die Fahrer wollen unbefristet streiken und mit Straßenblockaden ihren Forderungen nach staatlichen Beihilfen Nachdruck verleihen.

Spanien: Proteste gegen Dieselpreise weiten sich aus
In Spanien blockierten auch heute (10.06.2008) zehntausende LKW-Fahrer die Grenzen nach Frankreich und die Autobahnen um Madrid. Zum Teil erhielten Tanklaster, die Tankstellen versorgen wollten, Geleitschutz durch die Polizei. Im Nordosten Spaniens hatten gestern bereits 40 Prozent der Tankstellen schließen müssen, weil ihnen das Benzin ausgegangen war. Auch in Portugal und Frankreich begannen Fahrer mit Straßenblockaden. In Liège (Belgien) gingen tausende von Gewerkschaftern gegen die steigenden Lebenshaltungskosten auf die Straße.

Frankreich: "Sarko - tes bateaux coulent"
"Sarkozy - dein Schiff sinkt!" So zu lesen an der Mauer des Fischereihafens in Port La Nouvelle. Die Fischer streiken seit Anfang des Monats gegen die massive Erhöhung der Dieselpreise, die ihre Existenz gefährden, und haben aus Reifen, Reusen und Tauen eine Barrikade vor dem Fischereihafen errichtet und angezündet. Teilweise wurde dadurch auch die Zufahrt zum Ölhafen blockiert. Gemeinsam mit den ebenfalls betroffenen südfranzösischen Weinbauern fordern sie die Senkung auf 0,40 Euro pro Liter. "Pecheurs marines en colère" - die Fischer im Zorn haben sich zusammengeschlossen mit ihren Kollegen in anderen französischen Fischereihäfen und italienischen, spanischen und portugiesischen Fischern.

Spanien: Lkw-Fahrer-Streik legt Autowerke lahm

Der Streik der spanischen Lkw-Fahrer hat zu Stillständen und der Absage von Produktionsschichten in zahlreichen europäischen Autowerken geführt. Am Freitag wurden Schichten bei Opel Eisenach, BMW Leipzig, Ford Köln und Saarlouis abgesagt. Betroffen war auch die Produktion von Audi in Brüssel, VW im spanischen Pamplona und im portugiesischen Setubal sowie von Peugeot-Citroen im französischen Mulhouse und Socheaux. Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) fordert von der Bundesregierung, auf die spanische Regierung einzuwirken, um die Straßenblockaden rasch zu beenden.

Japan: Fischer im Streik

Am 18.06.08 begannen Tausende von japanischen Fischern einen 48-stündigen Streik gegen die zu hohen Spritpreise. Diese sind im vergangenen Jahr um über 50 Prozent gestiegen. Die Fischer benötigen viel Sprit, weil sie die Tintenfische mit Lampen anlocken.

Spanien: Guardia Civil gegen streikende Lkw-Fahrer

Die spanische Regierung Zapatero der sozialdemokratischen Arbeiterpartei PSOE hat die berüchtigte Guardia Civil gegen den Streik der Lkw-Fahrer eingesetzt. Diese wollten die Hauptstadt Madrid mit ihren Fahrzeugen blockieren. In der nordspanischen Stadt Benvente wurden 500 Lkw-Fahrer festgenommen.

Nepal: Verkehrsblockaden gegen Spritpreise

Am 20.06.08 haben Schüler in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu mit Verkehrsblockaden gegen Preiserhöhungen für Sprit und Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs demonstriert. Der Verkehr kam zum erliegen. Die Behörden hatten die Erhöhung der Ticketpreise um 36 Prozent beschlossen. Die Spritpreise waren um 25 Prozent gestiegen.

Indien: LKW-Fahrer streiken

In Indien begann am 02.07.08 ein unbefristeter LKW-Fahrer-Streik gegen die hohen Spritpreise, zu dem die Gewerkschaft 4,8 Millionen Fahrer aufgerufen hat.

London: LKW-Fahrer streiken

Am 02.07.08 streikten Hunderte von LKW-Fahrern in London vor dem Parlament gegen die hohen Spritpreise. Die Fahrer sehen ihre Arbeitsplätze gefährdet und fordern von der Regierung einen Tankstellen-Rabatt.

Malaysia: 20.000 protestieren gegen hohe Spritpreise

Am Wochenende (05./06.07.08.) haben in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, bis zu 20.000 Menschen gegen die hohen Spritpreise demonstriert. Sie forderten die Erhöhung der staatlichen Subventionen, die im Juni gekürzt worden waren. Daraufhin waren die Bezinkosten um 40 Prozent gestiegen.

Japan: Streik der Fischer gegen Spritpreise

In Japan traten 15.07.08 400.000 Fischer auf 200.000 Booten in den Streik gegen die hohe Spritpreise. Ohne staatliche Hilfen könnten sie nicht überleben. Der Kraftstoffpreis habe sich in den letzten drei Jahren verdreifacht. Die Fischer fordern Steuererleichterungen und direkte finanzielle Hilfen.

The image “http://www.worldcupwiki.org/images/thumb/1/1e/25px-Flagge_Elfenbeink%C3%BCste.png” cannot be displayed, because it contains errors. Elfenbeinküste: Streik gegen Spritpreise

Seit dem 14.07.08 sind die Taxi- und Busfahrer in der Hauptstadt der Elfenbeinküste in den Streik getreten. Heute und morgen haben sich die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes dem Streik angeschlossen, nachdem die Regierung die Benzin- und Dieselpreise um 30 bis 44 Prozent angehoben hat.

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