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Nachrichten von der Klassenfront

Italien: Fiat-Arbeiter blockieren Werk

Am 10. April begannen Fiat-Arbeiter eine Blockade des süditalienischen Werks in Pomigliano und lassen keine Lkw's herein. Fiat will 316 Arbeiter in eine Logistikgesellschaft auslagern. Die Arbeiter betrachten das als ersten Schritt zu ihrer Entlassung und wollen den Streik so lange fortsetzen, bis sie wieder bei Fiat eingestellt werden.

Indien: Polizei gegen Demo von Arbeiterinnen


Am 10.04.08 versammelten sich tausende von Frauen aus dem gesamten Punjab in der indischen Provinzhauptstadt Chandigarh und forderten eine bessere Bezahlung für die Hilfskräfte in Schulen, Sozialstationen und Kindergärten. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Stöcke gegen die Frauen ein, es gab zahlreiche Verletzte.

Rumänien: Streik bei Dacia beendet


Am 11.04.08 nahmen die 13.000 Automobilarbeiter bei der Renault-Tochter Dacia im rumänischen Pitesti nach knapp drei Wochen Streik die Arbeit wieder auf. Die Arbeiter erhalten rückwirkend zum 1. Januar 300 Lei (knapp 90 Euro) mehr Lohn im Monat, im September gibt es eine weitere Erhöhung um 60 Lei. Außerdem wurde eine "Gewinnbeteiligung" in Höhe eines Jahresbruttolohns vereinbart.

Kroatien: 60.000 bei Demo für höhere Löhne


In der kroatischen Hauptstadt Zagreb versammelten sich am 12.04.08 bis zu 60.000 Menschen zur größten Demonstration seit Jahrzehnten. Die fünf größten Gewerkschaften hatten zu dem Protest aufgerufen, zu dem Menschen aus dem gesamten Land angereist waren. Die Gewerkschaften fordern einen gesetzlichen Mindestlohn und Lohnerhöhungen über der Inflationsrate.

Bangladesch: Arbeiterproteste gegen Preisschub


Am 12.04.08 gingen 20.000 Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter aus mehr als einem Dutzend Fabriken in Dhaka auf die Straße, um gegen die hohen Lebensmittelpreise und die niedrigen Löhne zu protestieren. Die Polizei ging mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Arbeiter vor. Die Reispreise im Land haben sich innerhalb des letzten Jahres verdoppelt. Der Mindestlohn der Arbeiter liegt bei 25 Dollar im Monat.


Palästina: Schüler fordern Blockade-Aufhebung


Am 14.04.08 demonstrierten im Gazastreifen palästinensische Schüler für eine Aufhebung der Blockade durch Israel. Das einzige Kraftwerk im Gazastreifen steht wegen der Treibstoffblockade vor der Abschaltung. Nach Angaben des Palästinensischen Zentrums für Menschenrechte sind durch Treibstoffmängel 50 Prozent des Bildungssektors lahmgelegt.


Rumänien: Streik bei ArcelorMittal


Im rumänischen Stahlwerk von ArcelorMittal in Galati sind am 14.04.08 über 3.600 Stahlarbeiter in einen unbefristeten Streik getreten. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von mindestens 123 US-Dollar für jeden Beschäftigten, die angebotenen 12 Prozent mehr Lohn lehnten sie ab. Insgesamt sind 13.700 bei ArcelorMittal in Galati beschäftigt.

Frankreich: Schüler und Lehrer auf der Straße


  Am 15.04.08 gingen in Frankreich wieder Zehntausende gegen die geplanten Stellenstreichungen im Bildungssystem auf die Straße. Den Schülern, die seit mehreren Wochen gegen die Streichung von 11.200 Planstellen demonstrieren, schlossen sich neben den Gymnasiallehrern auch Grundschullehrer an, die gegen die Verringerung der Unterrichtsstunden an Grundschulen protestieren.

Bangladesh: Streik der Textilarbeiter


Am 15.04.08 traten in Bangladesch mindestens 15.000 Textilarbeiter der Industriezone Fatullah in der Nähe der Hauptstadt Dhaka in Dutzenden Fabriken in den Streik. Sie verlangen höhere Löhne angesichts der explodierenden Lebensmittelpreise. Der Preis für Reis hat sich in Bangladesch verdoppelt.

Dänemark: Streik im Gesundheits- und Sozialbereich


Am 16.04.08 sind 75.000 Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialsektor in Dänemark unbefristet in den Streik getreten. Die Gewerkschaften fordern mindestes 15 Prozent mehr Lohn für die kommenden drei Jahre. Die Regierung bietet nur 12,8 Prozent. Betroffen von dem Streik sind vor allem Kindergärten, Altersheime und Krankenhäuser. Der staatliche Pflegebereich ist ein typischer Frauenberuf und wird deutlich schlechter bezahlt. Auch in Schweden wollen die Krankenschwestern für höhere Löhne streiken.

Bulgarien: Stahlarbeiterprotest


Das Streikkomitee der Arbeiter des größten bulgarischen Stahlwerks Kremikovtzi organisierte am 16.04.08 zum wiederholten Mal einen Protest für die Auszahlung der Februarlöhne. Die Hälfte der Belegschaft hat für den Februar noch keinen Lohn erhalten, für den März noch gar keiner.

Polen: MAN-Belegschaft in Krakow setzt Lohngleichstellung durch


Die Belegschaft des MAN-Nutzfahrzeugwerkes in Krakow hat mit Streiks durchgesetzt, daß sie seit Januar 7 Prozent mehr Lohn bekommt. Da die Löhne dennoch immer noch unter denen in den anderen beiden MAN-Werken in Starachowice und Poznan lagen, griff die Belegschaft erneut zu Arbeitskampfmaßnahmen und erreichte mit der Durchsetzung einer weiteren Lohnerhöhung um 5 Prozent die Gleichstellung mit den anderen beiden polnischen Werken. Ein Signal auch für die um ihre Arbeitsplätze kämpfenden MAN-Kollegen der Busfertigung in Pilsting (Bayern), die bereits einen zweistündigen Streik gegen eine geplante Verlagerung der Produktion nach Plauen durchführten. (17.04.2008)

Honduras: Proteste gegen Preissteigerungen


Im mittelamerikanischen Staat Honduras demonstrierten am 17.0408 Zehntausende von Menschen gegen die Regierungspolitik und die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel. Sie legten in mehreren Städten den Verkehr durch Straßenblockaden lahm. Aufgerufen zu den Protesten hatten Gewerkschaften, die Nationale Koordinierung des Volkswiderstands (CNRP) und Lehrerorganisationen.

Rumänien: Stahlarbeiterstreik ist "illegal"


Wenige Tage nach der Beendigung des erfolgreichen Streiks bei dem rumänischen Automobilwerk von Dacia (Renault) traten 4.000 Arbeiter des Stahlwerks in Galati in den Streik. Sie verlangen eine Verdoppelung ihrer Löhne, die netto bei rund 210 Euro im Monat liegen. Das Stahlwerk gehört zu ArcelorMittal, dem größten Stahlkonzern der Welt. Der Konzern ließ den Streik von einem Gericht für "illegal" erklären. (18.04.2008)

Indien: Unruhen wegen Lebensmittelpreisen


In der ostindischen Millionenstadt Kalkutta haben Tausende Menschen gegen die hohen Lebensmittelpreise demonstriert. Die wütenden Demonstranten unterbrachen mit Bananenschalen die Stromzufuhr der Oberleitungen und legten den Verkehr lahm. Die Polizei des Bundesstaates West-Bengalen nahm mindestens 300 Personen fest. (22.04.2008)

Griechenland: Streik von Tagelöhnern erfolgreich


Mit einem dreitägigen Streik haben 3.000 Tagelöhner aus dem Nahen Osten und Südasien eine Lohnerhöhung durchgesetzt. Statt 22 erhalten die Tagelöhner als Erntehelfer nun 28 Euro pro Tag. Am vergangenen Wochenende (11./12./13.04.08) hatten die Unternehmen Schlägerbanden gegen die Streikenden, die von Gewerkschaftern unterstützt wurden, eingesetzt. (22.04.2008)

Chile: Demo für kostenlose "Pille danach"


In Chile demonstrierten am 22.04.08 landesweit etwa 10.000 Menschen für die kostenlose Abgabe der "Pille danach". Der Verkauf des Mittels zur Verhütung nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr ist in dem Land seit 2006 frei. Die kostenlose Abgabe durch den Staat wurde jetzt von einem Gericht untersagt. An den Demonstrationen beteiligten sich vor allem Jugendliche.

Chile: Kontraktarbeiter streiken


Seit der letzten Woche streiken Kontraktarbeiter der weltgrößten Kupfermine Codelco in Chile. Die Arbeiter verlangen angesichts der Rekorde bei den Kupferpreisen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Codelco hat 17.000 reguläre Beschäftigte sowie 30.000 Kontraktarbeiter. (23.04.2008)


Frankreich: 24-Stunden-Streik der Hafenarbeiter


  Am 23.04.08 streikten die Hafenarbeiter der größten französischen Häfen für 24 Stunden. In Marseille wurden die Terminals in Fos und Lavera geschlossen. 67 Schiffe, darunter 39 Tanker, konnten nicht einlaufen. In Le Havre traf es besonders die Containerfrachter. Der Streik richtet sich gegen Pläne der französischen Regierung, den Hafenumschlag aus den bisherigen staatlichen in private Gesellschaften zu überführen.

Russland: Erfolg der streikenden Bergarbeiter


Nach mehr als drei Wochen Streik beendeten die Bergarbeiter in den fünf Bauxithütten des Bergbauunternehmens Sevuralboksitrud, der zum internationalen Aluminiumkonzern Rusal gehört, ihren Arbeitskampf. Dieser hatte am 26.3. in der Grube "Rotkäppchen" begonnen, am 28.3. hatten sich die Kumpel der anderen vier Bauxithütten des Konzerns und zuletzt auch die Übertagearbeiter angeschlossen. (sh. Streiknachrichten vom 10.04.) 271 Kumpel gingen sogar in den Hungerstreik, den Rusal für illegal erklären ließ. Am 15.4. bot der Konzern an, die Löhne ab Mai um 5 Prozent und im nächsten Jahr um 10 Prozent zu erhöhen. Daraufhin nahmen die Kumpel am 18.4. die Arbeit wieder auf. (24.04.2008)

GB: Massenstreik im öffentlichen Dienst


Am 24.04.08 traten in Großbritannien 400.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den Streik: Lehrer, Universitäts- und Büroangestellte, Führerscheinprüfer, die Küstenwache usw. Die Dienstleistungsgewerkschaft Public and Commercial Services Union organisierte den Streik gegen die Labour-Regierung und Lohnabschlüsse unterhalb der Inflationsrate.

Vietnam: 4.000 Arbeiter streiken seit 12 Tagen


Seit 12 Tagen streiken in Ho Chi Minh Stadt (Vietnam) die Arbeiter der Schuhfabrik Hue Phong Leather Shoes Co.. Sie haben 30 Forderungen aufgestellt, die wichtigsten sind höhere Löhne, Sozialversicherung und die Verbesserung der Qualität des Essens. Die Geschäftsleitung hat eine Lohnerhöhung angeboten, die Arbeiter fordern jedoch die Bezahlung der Streiktage, deswegen geht der Streik weiter. (26.04.2008)



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