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Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe


Simbabwe: Streik der Lehrer erfolgreich
Die Regierung von Simbabwe hat das Mindestgehalt der Lehrer versechsfacht. Damit lenkte sie in dem wochenlangen Streik ein, weil sie eine Ausweitung der Streiks auf den gesamten öffentlichen Dienst bis hin zu einem öffentlichen Aufruhr zum Sturz der Regierung fürchtete.
23.02.2007

Sieg!
Argentinien: Streik gegen Statistik-Manipulation
Seit Montag streiken die Angestellten des staatlichen Amtes für Statistik (Indec) in Buenos Aires zwei Stunden pro Tag. Ab heute wird der Streik auf sechs Stunden ausgedehnt. Die Mitarbeiter des Amtes für Statistik werfen der Regierung Kirchner vor, die offiziellen Inflationszahlen zu manipulieren. Die Regierung hatte für Januar die Inflation auf 1,1 Prozent beziffert, die Kritiker gehen davon aus, dass die tatsächliche Inflationsrate bei zwei Prozent liegt. Die streikenden Mitarbeiter fordern auch bessere Arbeitsbedingen.
22.02.2007
Israel: Elektrizitätswerke werden bestreikt
Seit gestern streiken in Israel die Beschäftigten der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (IEC) aus Protest gegen die geplante Elektrizitätsreform. Das Reformpaket soll Ende Februar in der Knesset verabschiedet werden. Die IEC soll in drei Gesellschaften zerteilt und 49 Prozent der Anteile verkauft werden. Die IEC rief die Gerichte an, um den Streik verbieten zu lassen.
21.02.2007
Iran: Streikversammlung durch Polizei gestürmt
Bereits am 24. Januar 2007 versammelten sich mehr als 200 Beschäftigte der Firma Mojde Wasl in der Stadt Ghazwin vor dem Fabriktor. Die Beschäftigten hatten seit vier Monaten keinen Lohn erhalten. Bei Übergriffen der Sicherheitskräfte wurden die Demonstranten zum Teil schwer verletzt.
21.02.2007
Mexiko: Bergarbeiter erinnern an Todesopfer
Gestern blieben in Mexiko Bergwerke und Stahlbuden geschlossen, weil die Bergarbeitergewerkschaft zu einem eintägigen Streik aufgerufen hatte. Am 19. Februar 2006 waren bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk 65 Bergarbeiter getötet worden. Bisher wurden nur zwei tote Bergleute geborgen. Die streikenden Arbeiter verlangen, dass die Sicherheit in den Bergwerken erhöht und die Verantwortlichen für das Unglück bestraft werden.
20.02.2007
Italien: Hunderttausende gegen US-Basis
Bis zu 200.000 Menschen haben am Samstag im italienischen Vicenza gegen den Ausbau des dortigen US-Militärstützpunktes demonstriert. Aufgerufen hatten Friedensgruppen, linke Organisationen und Gewerkschaften. Als prominentester Redner trat Literaturnobelpreisträger Dario Fo auf und sagte: "Wenn sie hier bauen wollen, müssen sie uns vorher bombardieren." Die Demonstration zeigte auch die Brüchigkeit der italienischen Regierung: während die Prodi-Regierung vor einem Monat dem Ausbau des Stützpunktes zugestimmt hat, haben mehrere Parteien der Regierungskoalition zur Beteiligung am Protest aufgerufen.
19.02.2007
Iran: Streik von Raffinerie-Arbeitern
Mehr als 1.500 Beschäftigte der Aslowieh-Raffinerie im Iran traten bereits am 7. Januar in den Streik. Sie hatten seit fünf Monaten keinen Lohn erhalten. Die Arbeiter marschierten in Richtung des Hauptsitzes des Unternehmens und versammelten sich dort. Die Sicherheitskräfte und Unternehmer versuchten vergeblich die Streikenden einzuschüchtern. Nachdem sie sich entschlossen zeigten, den Streik fortzuführen, versprach das Unternehmen, die Löhne bis zum 15. Januar auszuzahlen. Daraufhin wurde der Streik am 9. Januar beendet.
19.02.2007
Kanada: Eisenbahnerstreik zeigt Wirkung
Seit über einer Woche streiken in Kanada 2.800 Beschäftigte der Eisenbahn CN. Der Automobilkonzern Ford schickte Arbeiter in seinem Werk St. Thomas nach Hause, weil Teile fehlten. Auch Chemieunternehmen und Holzfirmen haben Produktionssenkungen angeordnet und machen den Eisenbahnerstreik dafür verantwortlich. Die Eisenbahner streiken für höhere Löhne und Zulagen.
17.02.2007
Südafrika: Streik für Aidsmedikamente
Die Arbeiter Impala-Platin-Mine in Südafrika sind in einen selbständigen Streik getreten, um die Ausgabe von Anti-Aids-Medikamenten durchzusetzen. Die Impala-Mine ist die größte Mine des weltweit zweitgrößten Platinproduzenten Implats. Für Montag sind Verhandlungen anberaumt worden.
17.02.2007
Frankreich: Streik bei Alcatel-Lucent
Gestern streikten die Beschäftigten des Telekommunikationsausrüsters Alcatel-Lucent in den verschiedenen Werken in Frankreich gegen die angekündigte Vernichtung von 12.500 der 80.000 Arbeitsplätze weltweit. Der französische Konzern Alcatel und der US-Konzern Lucent hatten sich erst vor kurzem zusammen geschlossen. In Frankreich sollen 1.500 und in Deutschland 1.000 Arbeitsplätze vernichtet werden.
16.02.2007
Indien: Stadtreinigung in Madurai bestreikt
Die Beschäftigten der Stadtreinigung in Madurai sind am Dienstag für ihre Forderungen in den Streik getreten. Der Streik richtet sich gegen die geplante Privatisierung und für eine Aufstockung der Zahl der Arbeiter auf 4.400, entsprechend der Größe der Bevölkerung, statt aktuell nur 1.800. Am Abend brachen die Arbeiter ihren Streik ab, nachdem die Verwaltung zugesagt hatte, ihre Privatisierungspläne aufzugeben.
15.02.2007

Sieg!
Simbabwe: Verhaftungen wegen Lehrerstreik
Die Regierung des südafrikanischen Staats Simbabwe versucht, den landesweiten Streik der Lehrer zu unterdrücken. Soldaten sollen die Lehrer "überzeugen", an die Arbeit zurückzugehen. Drei Streikführer der Lehrergewerkschaft PTUZ wurden von der Polizei verhaftet. Die Lehrer gehören zu den am schlechtesten bezahlten Berufen im öffentlichen Dienst. Ihr Gehalt liegt bei nur einem Drittel bis zu einem Fünftel des Existenzminimums für eine Standardfamilie von fünf Personen.
15.02.2007
GB: Internationaler Protest gegen Fabrikschließung
Für den Valentinstag hat die britische Gewerkschaft GMB einen internationalen Protest gegen die Schließung einer Textilfabrik der Firma Burberry in Wales organisiert. Burberry will den Betrieb in Treorchy mit 300 Beschäftigten schließen und die Produktion nach Übersee verlagern. Koordinierte Demonstrationen sollen heute in London, Paris, Strassburg, New York, Chicago und Las Vegas durchgeführt werden.
14.02.2007

Petersburg: Ford-Arbeiter streiken
Die Nachtschicht der Ford-Werke im Werk Vsevolzhsk in der Nähe der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg begann gestern abend einen Streik für höhere Löhne und eine eindeutige Festlegung des Urlaubs und der sozialen Zuwendungen. In dem Werk sind rund 1.100 von 1.800 Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Ein regionales Gericht hatte den Streik für illegal erklärt. Die Gewerkschaft will diesen Richterspruch vor dem Obersten Gericht anfechten, wodurch seine Wirkung 40 Tage Aufschub erhält. Ford muss mit Umsatzausfällen zwischen drei und sechs Millionen US-Dollar am Tag rechnen.
14.02.2007
Vietnam: Textilarbeiter streiken
In der vietnamesischen Provinz Binh Duong sind 4.500 Arbeiter der Bekleidungsfabrik Hansoll Vina am 1. Februar in den Streik getreten. Sie fordern höhere Löhne und eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Schwere Vorwürfe richten die Arbeiter gegen die Geschäftsleitung des koreanischen Unternehmens. Unter anderem sollen sie Kranke zum Arbeiten gezwungen haben. Es ist der erste große Streik seit der Streikwelle vor einem Jahr, nach der der Mindestlohn um 40 Prozent erhöht wurde.
13.02.2007
Ägypten: Textilarbeiter streikten erfolgreich
Vergangenen Donnerstag endete ein sechstägiger Streik von tausenden von Textilarbeitern in Kafr El Dewar (Ägypten). Der Kampf hatte am 4. Februar mit der Besetzung der Fabrik durch 12.000 Arbeiter begonnen. Sie verlangten höhere Löhne, einen höheren Essenszuschuss und eine Bonuszahlung, wie sie im Dezember eine andere Belegschaft erstreikt hatte. Der Streik endete mit einer Lohnerhöhung und einer deutlichen Erhöhung des Essenszuschusses.
12.02.2007

Sieg!
Kanada: Eisenbahner streiken
In Kanada sind am Samstag 2.800 Eisenbahner von CN (Canadian National Railways) in den Streik getreten. Die Gewerkschaft UTU (United Transportation Union) fordert eine Verlängerung der Pausen und höhere Löhne. CN versucht, den Betrieb mittels Managern aufrechtzuerhalten. Betroffen ist vor allem der Güterverkehr.
12.02.2007
Südkorea: Proteste gegen Gesundheitsreform
Am 6. Februar demonstrierten in Südkorea rund 5.000 Ärzte aus Seoul und Incheon und 1.000 Krankenschwestern in der Stadt Gwacheon gegen eine geplante Gesundheitsreform. Der Protest richtete sich vor allem dagegen, dass Krankenschwestern Diagnosen erstellen sollen.
10.02.2007
Hutchison gibt streikenden Hafenarbeitern nach
Über 500 Hafenarbeiter im Norden der indonesischen Hauptstadt Jakarta organisierten am 31. Januar einen Streik für einen neuen Tarifvertrag gegen das chinesische Übermonopol Hutchison. Hutchison Whampoa hat über 220.000 Beschäftigte in 56 Ländern und ist u.a. ein internationaler Hafenbetreiber. Nach zwei Stunden brachen die Docker ihren Streik ab, weil der Konzern einknickte und ihren Forderungen nachgab.
10.02.2007

Sieg!
Kuwait: Indische Arbeiter streiken
Die aus Indien angeworbenen Arbeiter einer Reinigungsfirma in dem reichen Golfstaat Kuwait sind Montag in den Streik getreten. Er richtet sich gegen die zu niedrige Bezahlung. Statt 65 Kuwaitische Dinar im Monat, ca. 24 Euro, bei einem Arbeitstag von 8 Stunden arbeiten sie 12 Stunden am Tag für 15 Euro im Monat. 20 Arbeiter müssen sich einen vier mal vier Meter großen Raum teilen. Es regnet herein, und es gibt für jedes Gebäude nur eine einzige Duschmöglichkeit.
09.02.2007
Frankreich: Öffentlicher Dienst im Streik
Gestern waren die 2,6 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frankreichs von ihren Gewerkschaften zu einem nationalen Streiktag aufgerufen worden. Hunderttausende von Beamten, Lehrern, Postlern, Eisenbahnern, Steuerbeamten usw. im ganzen Land beteiligten sich daran. Der Streik war verbunden mit Demonstrationen in Paris (40.000 Teilnehmer), Marseille (20.000), Rennes, Toulouse, Nantes usw. in insgesamt rund 20 Städten. Er richtete sich gegen das zu niedrige "Lohnangebot" der Regierung von 1,5% und Pläne, 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen.
09.02.2007
Italien: Streik der Tankstellenpächter
In Italien wird der am Dienstagabend begonnene Streik der rund 25.000 privaten Tankstellenpächter weitgehend befolgt. Sie protestieren damit gegen die Absicht der Regierung, den Markt zu "liberalisieren" und die Konkurrenz durch die Freigabe der Preise zu erhöhen. Die Tankstellenpächter, von denen seit den 1990er Jahren schon 8.000 aufgeben mussten, befürchten dadurch ein weiteres Tankstellensterben.
08.02.2007
Frankreich: Airbus-Beschäftigte streikten
Gestern streikten 18.000 Beschäftigte von Airbus in vier französischen Werken gegen die Pläne der Konzernleitung, tausende von Arbeitsplätzen zu vernichten. Für eine Stunde ruhte die Arbeit. Vor vier Tagen hatten die deutschen Kollegen protestiert. Die Konzernleitung hatte angekündigt, sie wolle "die Kosten" um 30 Prozent senken. Die Details sollen am 20. Februar bekannt gegeben werden.
07.02.2007
Hongkong: Hausangestellte demonstrierten
Rund 6.000 Hausangestellte von den Philippinen demonstrierten am vergangenen Sonntag in Hongkong gegen ein geplantes Arbeitsgesetz in ihrem Heimatland. Durch das Gesetz soll jeder Arbeitsmigrant gezwungen werden, auf eigene Kosten vor der Abreise an einem zweiwöchigen Trainingsprogramm teilzunehmen. Die Frauen erklärten, der philippinische Staat kassiere sowieso schon kräftig bei den Migranten ab.
06.02.2007
Petersburg: Ford-Arbeiter drohen mit Streik
Die Gewerkschaft des Ford-Werkes in Vsewoloschsk in Russland hat für den 14. Februar einen unbefristeten Streik angekündigt. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag, der die Wochenarbeitszeit, den Urlaub und ähnliches regelt. Die Arbeiter hatten vergangene Woche fast einstimmig für den Streik gestimmt, nachdem die Betriebsleitung die Einsetzung einer Vermittlungskommission abgelehnt hatte. 2006 hatten die Ford-Arbeiter durch einen Bummelstreik eine Lohnerhöhung um 14,2 Prozent durchgesetzt.

06.02.2007

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