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Neonazis in Kiew versuchen Gewerkschafter zu überfallen

Am Donnerstag, dem 11. März, fand vor der Nestlé-Vertretung in Kiew eine Protestaktion statt. Dies geschah zum Zeichen der Solidarität mit dem Kampf um die eigenen Menschenrechte, welchen aktuell die Gewerkschaft bei “Nestlé Water Coolers” in Domodedowo/Russland (bei Moskau) führt. Unterstützt wurde die Aktion von Mitgliedern der unabhängigen Gewerkschaften “Sahist Prazy” (“Arbeiterschutz”) und “Priama Dija” (“Direkte Aktion”), Arbeitern vom Shitnij Markt, Wladimirskij Markt und der Supermarktkette “METRO Cash & Carry-Ukraine” sowie ihren Angehörigen. Zu den Protestierenden kamen Vertreter der internationalen Korporation heraus, die die gestellten Forderungen entgegennahmen. Die Aktivisten bemerkten dabei, dass sich in der Nähe der Kundgebung Neonazis zu versammeln begannen.

Der Vertreter der Korporation wurde gewarnt, dass die Mißachtung der Forderung (Wiedereinstellung des Gewerkschaftsführers Sergej Strykow) durch die Korporation, eine Ignoranz gegenüber den Rechten der Werktätigen bedeuten würde. Die Aktivisten versprachen, dass sich in diesem Fall ein Netzwerk von Gewerkschaften des “Sahist Prazy” in den ukrainischen Niederlassungen von Nestlé bilden würde.

Gerufen wurden Losungen: “Freiheit! Gleichheit! Globale Solidarität!” Es wurden Banner mit den Aufschriften “Arbeitersolidarität: Arbeiterschutz” gehalten, sowie “Worker & Student Solidarity”. In ihren Redebeiträgen merkten die Aktivisten an, dass gewerkschaftlicher Kampf bei den internationaler Korporationen, ein Mittel zur Begrenzung der Einnahmen ihrer Besitzer darstellt.

Die Möglichkeit eines Überfalls erkennend, bewegten sich die Gewerkschaftsaktivisten organisiert zur Metrostation. Um die Frauen und Kinder, die ebenfalls von der Aktion zurückkehrten zu schützen, gingen die Jungs in einer getrennten Gruppe von etwa 10 Personen. Direkt am Eingang zur Metro machten ca. 20 Neonazis den Versuch sie anzugreifen. Die jungen Aktivisten sahen die deutliche zahlenmässige Überlegenheit der Angreifer, und konnten dem Angriff entgehen, indem sie in einen Metro-Wagen sprangen. Solch ein organisierter und grosser Überfall ist in der gegenwärtigen Ukraine einzigartig. In den besten Traditionen der “Schwarzhemden” versuchten die Rechtsextremen die unabhängige Arbeiterbewegung zu unterdrücken. Ähnliche Vorfälle finden in Griechenland statt, wo gewerkschaftliche und linke Aktivisten zu Opfern des Strassenterrors werden. Und dennoch sind die griechischen Rechtsextremen in ihrer Absurdität folgerichtig. Dort begründen sie ihre Überfälle damit, dass an den Aktionen Gewerkschaften der Migranten teilnehmen. Doch was rief den Hass der heimischen Rechtsextremen hervor? Der Protest gegen das internationale Kapital oder die Idee der internationalen Solidarität der Arbeiterklasse?

Ob die Aktion von den Topmanagern der Korporation bezahlt wurde, bleibt in diesem Fall ungewiss.

Quelle: Samozahist

Übernommen von: syndikalismus.tk

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