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Mythos Arbeit - eine Veranstaltungsreihe der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Arbeit – ein notwendiges Übel, sich den Lebensunterhalt zu verdienen? Oder der „Schlüssel zum Glück“? Wie kommt es, dass wir „Arbeit“ so unterschiedlich wahrnehnmen? Die Anarchisten haben seit jeher nach solchen Alternativen gesucht – und sie ausprobiert, so gut es ging. An diesem Abend führt der anarchistische Autor Horst Stowasser in einer lockenen Mischung aus Lesung, Plauderei und Diskussion durch den Dschungel libertärer Gedanken, Experimente und Spekulationen rund um „Arbeit“. Welche Arbeitsethik bräuchten wir in einer humaneren Wirtschaftsform? Wäre diese überhaupt möglich, oder müssten wir dann alle verhungern? Wenn niemand mehr arbeiten müsste – würde dann tatsächlich niemand mehr arbeiten? Wer würde aber dann noch unangenehme, gefährliche oder schmutzige Arbeit tun? Was wäre, wenn es kein Geld mehr gäbe und jeder einfach nehmen könnte, was er gerade braucht? Und was ist eigentlich wichtiger: Das hochgepriesene „Recht auf Arbeit“ oder das verschmähte „Recht auf Faulheit“? Vor allem aber: Was könnte man hier und heute konkret tun, um aus „der Arbeit“ das zu machen, was sie eigentlich sein sollte: etwas Positives?

Do, 03.04.2008 bis Mo, 28.04.2008 · diverse Orte · Mannheim

"Arbeit" hat in dieser Gesellschaft einen Status von zentraler Bedeutung. Es wird erwartet, sich die meiste Zeit seines Lebens eben der "Arbeit" oder einer Ausbildung zur Arbeitsfähigkeit unterzuordnen. Wenn es keine Arbeit für jemanden gibt, so wird erwartet, sich „arbeitssuchend“ zu melden, ansonsten drohen Abstriche in den Sozialabgaben und gesellschaftliche Ächtung. Der wirkliche Müßiggang, also sich ein paar Jahre dieser "Arbeit" zu entziehen, ist normalerweise erst akzeptiert, wenn man schon zu alt ist, um noch mit Höchstleistung arbeiten zu können – also erst im Rentenalter.

Arbeitszeiten werden länger und der Druck auf Arbeitslose, sich neue Arbeit zu suchen größer und all das in einer Zeit in der immer mehr Maschinen uns immer mehr Arbeit abnehmen, diese Entwicklung also genauso gut umgekehrt verlaufen könnte.

Ist also Arbeit mittlerweile mehr als nur Mittel zum Zweck? Arbeit als ein moderner Sinn des Lebens? Für wen oder was arbeiten wir? Wie definieren wir "Arbeit" überhaupt? Setzt ein anderer Arbeitsbegriff nicht auch eine völlig andere Gesellschaft voraus? Wie könnten Alternativen zur Lohnarbeitsgesellschaft aussehen? All diese Fragen rund um den "Mythos Arbeit" wollen wir im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe erörtern ...

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