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Mord an Iwan Chutorskoi – Spendensammlung und spontaner Angriff auf rechtsextremes Parteibüro in Moskau

Der Mord an Iwan bewirkte am 17. November eine erste Reaktion seiner Freunde und Gefährten. Am Abend versammelten sich spontan einige Hundert Anarchisten und Antifaschisten in der Nähe der Metro-Station „Zwetnoi Buljwar“, um Unterstützung für die Familie des Umgekommenen zu sammeln.


Von der Seite der KRAS, der russischen Sektion der Internationalen ArbeiterInnen Assoziation haben wir folgende Ausschnitte entnommen und übersetzt (Original:http://aitrus.info/node/453).

Ein Augenzeuge berichtet: „Wir waren ungefähr hundert Personen, als wir zum Büro von „Rossija Molodaja“ („Junges Russland“) aufbrachen, und dort fing es an. Alles (Flaschen, Steine, Ziegel…) flog in die Fenster. Die Fenster wurden zerschlagen, ein Böller fiel durch das zerschlagene Fenster. Es wurden Rauchbomben geworfen. Ein Kunde begann plötzlich ein Auto zu zerschlagen (nur unklar warum): seine Aktion wurde von den anderen nicht gut geheißen. Dies dauerte etwa eine Minute vielleicht. Dann hörte ich von jemandem, dass von hinten FSB-Leute anrücken würden, und wir begannen uns zu zerstreuen. Es wurde gesagt, das aus dem Büro ein Dutzend Glatzen heraus kamen (wobei, vielleicht waren es gar keine Glatzen, sondern Angehörige des „Jungen Russland“ – ich kann es nicht genau sagen). Im Ergebnis wurde von uns eine Person festgenommen, doch ansonsten gelang es allen zu entkommen, was gut ist. Aber es ist sehr schlecht, dass dennoch einer festgenommen wurde.“

Nach Angaben der libertär kommunistischen Seite www.avtonom.org ist das „Junge Russland“ die legale Dachorganisation von „Russki Obras“ („Russische Art“) – einer rechtsextremen Organisation, die für zahlreiche Morde verantwortlich gemacht wird (so unter anderem auch für die Morde an Stas Markelow und Nastja Baburowa, die Anfang des Jahres in Moskau erschossen wurden, Anm. Übers.). Der Leiter des „Jungen Russland“ Michail Mistschenko, ein Duma-Abgeordneter des „Jedinaja Rossija“ („Einiges Russland“) äußerte sich zuvor wie folgt: „Zu der „Russischen Art“ habe ich ein gutes Verhältnis. In dieser Organisation sind viele anständige, adäquate Menschen, die zu einer kontinuierlichen und effektiven Arbeit bereit sind. Ich habe mit ihnen bei einer Reihe von Projekten zusammengearbeitet, und setze die Zusammenarbeit fort.“ (Quelle: http://www.rusk.ru/st.php?idar=731959)

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