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Lohndrücker im Namen Gottes: Christliche Gewerkschaften

Christliche Gewerkschaften drücken die Leiharbeiterlöhne. Jetzt ziehen Betroffene vor Gericht, der Ausgang wird in jedem Fall weitreichende Folgen haben.

Seit 2008 beschäftigen sich Gerichte mit der Frage, ob die CGZP Arbeitnehmerinteressen verfolgt. Für Peter Schüren, Professor für Arbeitsrecht an der Universität Münster, ist klar: „Die CGZP versorgt Arbeitgeber mit Wunschtarifverträgen.“ Dank der CGZP seien extreme Lohnsenkungen möglich. Egal, wie der Fall ausgeht, er hätte weitreichende Folgen: Gewinnt die CGZP, erhält eine systematische Praxis des Lohndumpings grünes Licht. Verliert die CGZP, können alle Leiharbeiter, die unter CGZP-Verträgen gearbeitet haben, Lohnsummen nachfordern. Und die Sozialversicherungsträger könnten auf die Zahlung der entgangenen Beiträge pochen. Das könnte eine erkleckliche Summe sein. Peter Schüren hat ausgerechnet, dass das bei geschätzten rund 200.000 Leiharbeitern, die seit 2003 nach CGZP-Tarif bezahlt werden, rund eine halbe Milliarde Euro an Krankenkassen-, Renten-, Arbeitslosen und Pflege- und Unfallversicherungsbeiträgen pro Jahr sind.

Hier gehts weiter zum vollständigen Artikel in der TAZ vom 24.11.2009.

Das Landes Arbeitsgericht Berlin (LAG) entscheidet beim Verhandlungstermin am 7. Dezember 2009 in zweiter Instanz über die Tariffähigkeit der "Christlichen Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP".

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