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Düsseldorf: Leiharbeit und prekäre Beschäftigung

Unter dieser Überschrift hatten die Partei die Linke Düsseldorf und der DGB Düsseldorf/Bergisches Land ins DGB Haus in Düsseldorf eingeladen. Die rund 30 Gäste gehörten überwiegend dem Funktionärsapperat der sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften oder der Partei die Linke an. Exoten waren ein Mitglied der Antileiharbeits Initative Düsseldorf und zwei FAU'istas.

Neben zwei nichtssagenden Grußworten wurde die Veranstaltung vom Regionsvorsitzenden des DGB Klaus Reuter und einem Vertreter der Linkspartei eingeleitet. Klaus Reuter brachte eine unmenge zahlen zum Thema Leiharbeit und prekäre Beschäftigung im allgemeinen und speziell für Düsseldorf. Bei dem Vortrag räumte er ein das die abgeschlossenen Tarifverträge mit der Leiharbeitsbranche nicht gut seien. Sie seien aber "historisch gewachsen". Seiner Aussage nach, hat es lange gedauert, bis es im DGB angekommen sei, das die Regelungen zur Leiharbeit kritisiert werden müssten.

Der Vertreter der Partei brachte nichts neues. Im Kern wiederholte er die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn und unterstrich das er es als wichtige Chance sieht, wenn DGB und Partei in Zukunft häufiger Bündnisse eingehen würden. Für einigen Unmut bei den GewerkschafterInnen, sorgte seine Aussage, das die Partei die Aufgabe hat, die Gewerkschaften ein wenig vor sich her zu treiben.

Die Anschließende Diskussion verdient diesen Namen eigentlich nicht. Vielmehr wiesen die TeilnehmerInnen noch einmal dezidiert auf bestimmte Punkte hin. Dabei wurde zum einen der Mythos der "Einheitsgewerkschaft als Lehre aus dem Faschismus" wiederholt, zum anderen wurde die Frage nach der Gültigkeit und der Nachwirkung von Tarifverträgen gestellt.

Interessant war dann besonders das Schlosswort von Klaus Reuter. Demnach ist die Lage schlimmer als so mancher vermuten würde. Innerhalb des DGB gibt es einen erbitterten Konkurrenzkampf der einzelgewewrkschaften um die Mitglieder. Gleichzeitig sind aber nur noch weniger als 20% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten überhaupt Mitglied in einer der acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB. Darunter befinden sich 11% FDP-WählerInnen und, je nach Untersuchung, 15-25% der Mitglieder haben rechtes Gedankengut. Laut einer internen Untersuchung der Gewerkschaften, könnten diese sich auch die Mitgliederzeitungen sparen, da sie nicht gelesen werden,....

Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die kleinen Spitzen gegen die FAU nicht, Zum einen weil es doch bemerkenswert ist, das die FAU dem DGB überhaupt eine Bemerkung wert ist, und weil diese ausgesprochen süß waren. So hatte der Vertreter der Linkspartei den DGB als "großen, schwerfälligen Tanker" beschrieben. Die Antwort auf diese Polemik bekam allerdings die FAU, die, laut Klaus Reuter "ein wenig kleiner als der DGB ist und von daher natürlich auch etwas flexibler".

Wir können dazu nur sagen: "Recht hat er!"

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