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kurz berichtet 0006

Wasser soll zum Spekulationsobjekt werden


Die Börsenstrategen in den USA suchen nach der Pleite mit den weltweit gehandelten Immobilienkrediten nach neuen Spekulationsobjekten. Nach den Nahrungsmitteln sind sie auf das Wasser gestoßen. Craig Donohue, Chef der Chicago Mercantile Exchange, setzt auf die Entwicklung eines rasch wachsenden Marktes mit Börsenkontrakten für Wasserrechte, da der Verbrauch immer mehr zunimmt.

57% wünschen sich stärkere Gewerkschaften


Nach einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD wünschen sich 57 Prozent der Bundesbürger, dass die Gewerkschaften ihren gesellschaftlichen Einfluss verstärken. 82 Prozent sind der Auffassung, dass sich die Arbeitsbedingungen in Deutschland in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert haben.


Arbeitsagentur kürzt Bildungsmaßnahmen um 60%


Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre Maßnahmen zur Berufsausbildung in den vergangenen Jahren um rund 60 Prozent zurückgefahren. 2003 waren noch 72.000 Arbeitslosen bzw. Beschäftigten Kurse zur Ausbildung genehmigt worden, bei denen sie einen Berufsabschluss erwerben konnten. 2007 sank die Zahl auf rund 26.000.

Großbank UBS streicht 5.500 Stellen


Die Schweizer Großbank UBS hat angekündigt, dass bis Mitte 2009 5.500 Stellen vernichtet werden sollen, um die Verluste aus den Spekulationsgeschäften aufzufangen. Bis Ende 2008 sollen davon 2.600 Jobs betroffen sein. Allein im ersten Quartal verzeichnete die UBS über 7 Milliarden Euro Verlust.

USA: Bernanke will weniger Zwangsversteigerungen


Der Chef der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke, hat den US-Kongress aufgefordert, Maßnahmen gegen die zunehmenden Zwangsversteigerungen von Immobilien zu unternehmen. 2007 hatte es 1,5 Millionen Zwangsversteigerungen gegeben, weil die Eigenheimbesitzer ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten. Das waren 53 Prozent mehr als 2006. Bernanke fürchtet vor allem die sinkenden Immobilienpreise.

Ein-Euro-Jobs vernichten andere Arbeitsplätze


Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem Prüfbericht, dass Ein-Euro-Jobs entgegen den Behauptungen der Bundesregierung keine Beschäftigung schaffen, sondern reguläre Arbeitsplätze vernichten. Im letzten Jahr wurden fast 800.000 Menschen gezwungen, einen Ein-Euro-Job anzunehmen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, die Ein-Euro-Jobs abzuschaffen.

Vorstand von Transnet soll zurücktreten!


Der bezirkliche Arbeitskreis der Vertrauensleute der Eisenbahngewerkschaft Transnet für den Bezirk Nord-Ost fordert nach dem umstrittenen Wechsel des bisherigen Transnet-Gewerkschaftsvorsitzenden Hansen in den Vorstand der Deutschen Bahn AG den Rücktritt des gesamten Transnet-Vorstandes. In einer Resolution fordern sie: "Es muss dringend eine inhaltliche Überprüfung des eingeschlagenen Wegs der Transnet bezüglich der Teilprivatisierung der DB AG stattfinden."

Unzufriedenheit mit Lohn wächst


Nach einer Studie des Berliner Ökonomen Jürgen Schupp und des Duisburger Soziologen Stefan Liebig sind immer mehr Menschen in Deutschland mit ihrem Lohn unzufrieden. Gegenüber 2005 ist der Anteil der mit ihrem Lohn Unzufriedenen in Westdeutschland von 25 auf 39 Prozent und in Ostdeutschland von 42 auf 50 Prozent in gestiegen.

Kritische Mitarbeiter in Augsburger MVA gekündigt


Die Augsburger Müllverbrennungsanlage (AVA) hat drei Jahre lang illegal Aktivkohlefilter verbrannt. Zwei Angestellte, die dies publik gemacht hatten, wurden inzwischen fristlos gekündigt, einem Betriebsratsmitglied wurde die Kündigung angedroht. Außerdem erstattete der AVA-Geschäftsführer - ehemals Chef der CSU-Kreistagsfraktion - Anzeige gegen einen der technischen Angestellten. "Hier wird Jagd auf kritische Mitarbeiter gemacht, um sie loszuwerden", sagte der Verdi-Gewerkschafter Hans Blöchl. (Quelle: "Süddeutsche Zeitung", 13.05.08)

Bayer und Daimler steigen in "Biosprit"-Anbau ein


Die Bayer CropScience AG und die Daimler AG planen nach Informationen von "Rettet den Regenwald e.V." zusammen mit der US-amerikanischen Archer Daniels Midland Company (ADM) den großflächigen Anbau des Jatropha-Strauches in Indien. Jatropha liefert ein Öl, das für den Antrieb von Fahrzeugen geeignet ist. Angebaut werden soll die Pflanze von Kleinbauern in Vertragslandwirtschaft. Während die Knebelverträge die Bauern um ihr Land zu bringen drohen, werden gleichzeitig weitere Produktionsflächen dem Anbau dringend benötigter Grundnahrungsmittel entzogen.

500 Minderjährige in US-Gefängnissen im Irak


In einem Bericht der US-Regierung an die UN-Kommission für die Rechte der Kinder wird eingestanden, dass die US-Armee im Irak im April rund 500 Jugendliche inhaftiert hatte. Die Gefangenen seien eine "unbedingte Bedrohung" für die Sicherheit im Irak. Die US-Bürgerrechtsvereinigung ACLU nannte dieses Vorgehen schockierend.

Justizterror: 60 Jahre Haft für Leyla Zana


Ein Gericht in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir hat vergangene Woche erneut ein Strafverfahren gegen die kurdische Politikerin Leyla Zana eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt 60 Jahre Haft, weil Leyla Zana die PKK verherrliche, zur Kriegsdienstverweigerung aufgerufen und von "Kurdistan" gesprochen habe.

GB: Millionen Videokameras tragen nicht zur Verbrechensaufklärung bei


In Großbritannien wurden seit Beginn der 1990er Jahre rund 4,5 Millionen Videokameras zur Überwachung der Bevölkerung installiert. Ein Passant in London wird am Tag etwa 300 Mal von einer Videokamera erfasst. Nach Angaben von Mike Neville von Scotland Yard hilft diese bombastische Überwachungsszenerie gerade einmal, ganze drei Prozent der Diebstähle auf offener Straße aufzuklären. Doch dazu ist sie wohl auch nicht gedacht!

Grundsteinlegung für neue BND-Zentrale


  Am 07.05.08 wurde der Grundstein für die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin gelegt. Der Neubau für zukünftig 4.000 Geheimdienstler ist mit bisher veranschlagten 720 Mill. € das teuerste Bauvorhaben in der Hauptstadt. Weitere 200 Mill. € sind für den Neubau des Bundesinnenministeriums von Wolfgang Schäuble (CDU) vorgesehen.

Rüstungsausgaben von 1.179 Milliarden US-Dollar


Im Jahr 2006 beliefen sich die offiziellen Rüstungsausgaben weltweit auf 1.179 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen mit 528 Milliarden US-Dollar 45 Prozent auf die USA. An zweiter Stelle steht Großbritannien (59 Mrd. US-Dollar), gefolgt von Frankreich (53 Mrd.), China (50 Mrd.) und Japan (44 Mrd.). Deutschland gab 35 Mrd. US-Dollar für Rüstung aus.

Union beschließt "Sicherheitsstrategie"


Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat gestern eine "Sicherheitsstrategie für Deutschland" beschlossen. In dem 13-seitigen Papier setzen sich die Unions-Abgeordneten für den Einsatz der Bundeswehr im Innern und nach außen ein, "zum Beispiel zur Sicherung von anfälligen Seehandelswegen oder von Infrastruktur wie Häfen, Pipelines, Förderanlagen etc."

Italien: Regierung will Armee im Innern einsetzen


Der neue Verteidigungsminister Ignazio La Russa will in Italien gemischte Patrouillen aus Armee und Polizei einsetzen. Angeblich droht Italien eine besondere Gefahr von "illegalen Einwanderern" und "Kriminellen" insbesondere aus Rumänien. Seit dem EU-Beitritt des Landes sind Zehntausende Roma nach Italien eingewandert. Ministerpräsident Berlusconi ließ am Donnerstag bei einer landesweiten Großrazzia über 400 Menschen verhaften, vor allem Ausländer.

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