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"Jews and Arabs refuse to be enemies!"

Am vergangenen Freitag fand vor der Lufwaffenbasis in Sde Dov / Tel Aviv eine Die-In Performance einiger Aktivist_innen der "Anarchists Against the Wall" (AATW) statt, während der sämtliche Beteiligte festgenommen wurden. Erst am gestrigen Sonntag wurden die Inhaftierten frei gelassen. Außerdem gab es einen großen anarchistischen Block auf der samstäglichen Demonstration gegen den Krieg in Gaza! Ungefähr 20 Aktivist_innen der "Anarchists Against the Wall" (AATW) trafen sich am Freitag, den 2. Januar, um 6 Uhr am Eingang zur Sde Dov Airbase der Israelischen Luftwaffe (IAF) und blockierte ihn. Die Aktivist_innen lagen bewegungslos auf der Straße, wie tote Körper. Sie trugen weiße Overalls, die mit roter Farbe angemalt waren, um so die große Anzahl ziviler Opfer auf den Straßen von Gaza zu symbolisieren. Circa nach 10 Minuten wurden sämtliche Aktivist_innen festgenommen.

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[Hier ein Video von der Performance:  http://www.youtube.com/watch?v=WpeC7P-2LfU]

Ayala, eine der Aktivist_innen erzählt: "Wir inszenierten uns als Tote, um den IDF Politen zu zeigen, was das Ergebnis ihrer Handlungen in Gaza ist. Ein Pilot, der mehrere tausend Fuß hoch fliegt,sein Ziel erfaßt und dann lediglich einen Knopf drückt, kann ignorieren, vergessen oder womöglich gar nicht begreifen, daß er mit dieser simplen Handlung unschuldige Menschen tötet. Wir kamen, um ihn daran zu erinnern."

Die Aktivist_innen, die am Freitag während der Die-In Performance vor der Sde Dov Airbase der IAF festgenommen wurden, sind im Verlaufe des gestrigen Sonntags in Tel Aviv aus der Haft entlassen worden. Beinah 200 Inhaftierte, die seit den israelischen Angriffen auf Gaza bei Protestaktionen festgenommen wurden, sind aber immer noch im Knast.

Seit Beginn des Krieges um Gaza hat die israelische Luftwaffe Gaza circa 300 Mal bombardiert. Diese Angriffe töteten mehr als 400 Palästinenser_innen, davon sind viele Zivilist_innen. Es ist unmöglich gleichzeitig gegen die Bombardierung der israelischen Zivilbevölkerung in Sderot zu sein, ohne das massenhafte Töten palästinensischer Einwohner im Gaza-Streifen zu verurteilen.

Das internationale "Recht im Krieg" (Ius in Bello) verpflichet die kriegführenden Parteien dazu, Zivilpersonen zu schützen. Die Bombardierung des dicht bevölkerten Gaza-Streifens durch die IAF kann den Schutz von Zivilist_innen nicht gewähleisten und muß deshalb als Kriegsverbrechen gewertet werden. Jeder Pilot, der Gaza bombardiert, verstößt somit gegen das internationale "Kriegsrecht".

Während der vergangenen Woche wurde für den Samstag Abend von einem breiten Bündnis - u.a. den AATW - zu einer Demonstration gegen den Krieg in Gaza mobilisiert. Es sollte auf das Töten in Gaza aufmerksam gemacht werden, das hunderte Opfer forderte, über Tausend Verletzte, eine totale Zerstörung hinterließ und ganze Famlien obdachlos machte. In Südisrael werden Zivilist_innen von eine israelischen Regierung, sie sie nur betrügt und belügt, gefangen gehalten. Zerstörung und Tod in Gaza wird ihre Zukunft nicht sicherer machen, sondern noch zu mehr Gewalt und Morden führen.

Der Protest forderte das Töten und die Belagerung sofort zu beenden! Die Demonstration wollte ein kraftvolles 'Ja" zum Leben der Menschen auf beiden Seiten artikulieren! Juden und Araber lehnen es ab sich weiterhin als Feinde gegenüber zu stehen.

Es kamen tausende Demonstrant_innen, nachdem der israelische Gerichtshof der Polizei verboten hatte die Demonstration zu behindern. Unter ihnen waren einige (palästinensische) Araber, die am frühen Nachmittag an der Demonstration in Sakhin (in Nordisrael) teilgenommen hatten. Einige hundert liefen im anarchistischen Block, deren Mitte eine Trommler bildete. Einige anarchistische Fahnen und Parolen zogen die Aufmerksamkeit einiger rechten Gegendemonstranten auf sich, die am Rand der Demonstration mitliefen, was jedoch zu keinen Störungen im Verlauf der Demo führte.

Es zeigt sich, daß der Protest in Israel sich ausweitet und zunehmend breitere Bevölkerungsschichten anzieht. Hierbei wird darauf geachtet, daß die Bombardierung Südisraels nicht als Rechtfertigung für das Töten und die Zerstörung im Gaza-Streifen verantwortlich gemacht werden kann. Den AATW geht es offenbar in erster Linie darum, das Handeln der israelischen Regierung und ihres Militärs kritisch zu beleichten, ohne sich auf die Seite der fundamentalistischen Hamas zu stellen. Das Überlebensrecht von Jud_innen und Palästinenser_innen ist die Grundlage des Protestes!

Weitere Informationen unter:
->  http://awalls.org
->  http://ilanisagainstwalls.blogspot.com
->  https://israel.indymedia.org
->  http://www.flickr.com/photos/activestills (Bilder)

->   http://aka.blogsport.de

Australian Jewish Group condemns ongong Israeli military attacks on Gaza

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