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Iran: Arbeiter verhaftet

Arbeiter der Zuckerfirma Haftape in der Stadt Schosch in der Provinz Khosestan im Süden des Irans wurden verhaftet. Sie streiken seit drei Wochen, weil das Regime ihnen seit Monaten keine Gehalt mehr bezahlt hat. Es gab auch große Demonstrationen, in der die Bevölkerung den Arbeiter bei ihrer Forderung unterstützt haben.
Das iranische Regime hat einige der verhafteten Arbeiter vor dem Gericht vorgeführt, um die Atmosphäre der Angst und Schrecken zu schaffen. Die Stadt wird zurzeit von den iranischen Sicherheitsdienst kontrolliert . Es wird praktisch den Ausnahmezustand in der Stadt ausgeübt.
In der ganzen Stadt kam es zu Verhaftungen von Streikenden. Mehrere Arbeiter wurden verletzt, als die Polizei mit Fahrzeugen in eine Protestkundgebung fuhr. »Augenblicklich herrscht in der Stadt eine chaotische Situation«, berichtet das in London ansässige »Iranische Arbeitersolidaritätsnetzwerk«, das Kontakt zu den Streikenden unterhält. »Trotz dieser Atmosphäre von Einschüchterung und Furcht sind die Arbeiter immer noch in der Stadt und wollen ihre Demonstrationen fortsetzen, bis ihre Forderungen erfüllt werden.«
In die Krise wurde die Fabrik durch die Wirtschaftspolitik der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad geführt, die 80 Prozent der staatlichen Betriebe mit Ausnahme der Ölindustrie privatisieren will. Um die Schulden der Zuckerfabrik zurückzuzahlen, wurden bereits große Teile des Agrarlandes von Haft Tappeh verkauft. So konnte in diesem Jahr im Vergleich zu 2007 nur ein Zehntel der Zuckerpflanzen angebaut werden und die Umsätze sanken entsprechend.
Film in Youtube
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