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Internationaler Aktionstag: FAU unterstützt die ArbeiterInnen bei Visteon/Ford in El Puerto Santa Maria

Im Rahmen des von der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation ausgerufenen Aktionstages fanden unter anderem vor der Visteon-Zentrale in Kerpen bei Köln, in Böblingen bei Stuttgart, Dresden und Berlin Solidaritätsaktionen statt.

Die Situation:

Am 23. Juni 2011 teilte das Management des Unternehmens Cadiz Electronica S.A. (Visteon/Ford) dem Betriebsrat der Fabrik in El Puerto Santa Maria mittels eines auswärtigen Repräsentanten die Schließung des Produktionsstandortes mit. Diese Ankündigung war für die 400 wütenden und enttäuschten ArbeiterInnen keine Überraschung. Bereits im Jahr 2009 gab es eine sechs Monate anhaltende Kurzarbeitsphase und einen Transfer der ausgebildeten ArbeiterInnen zu den Standorten, an denen die Arbeitsabläufe der zu schließenden Fabrik zukünftig übernommen werden sollten.

Die Firma:

Die Visteon Unternehmensgruppe entstand 1997 im Rahmen von Outsourcing-Maßnahmen des Autoherstellers Ford. Auch heute noch ist Ford der größte Auftraggeber von Visteon. Mit Werksschließungen und Entlassungen hat die Firma mittlerweile reichlich Erfahrung. Im März 2009 verkündete Visteon beispielsweise die Schließung seiner drei britischen Niederlassungen, die im Jahr 2000 von Ford an Visteon UK ausgelagert worden waren. Dabei sollten die ArbeiterInnen weder Abfindungen noch Renten erhalten, die sie in den Jahren zuvor in einem Rentenfonds angespart hatten. Nach Interventionen der ArbeiterInnen wurden immerhin Abfindungen ausgezahlt. Der Kampf um die ausstehenden Renten dauern bis heute an. Geheime Dokumente belegen, dass die Werksschließungen über Jahre hinweg geplant wurden. Die Ford Company hat sich nie um das Schicksal ihrer einstigen MitarbeiterInnen gekümmert. Sie ließ erklären, dass die Situation der Beschäftigten zwar unglücklich sei, aber allein Visteon die Verantwortung dafür trage.

Dasselbe Spiel soll sich nun offenbar im spanischen Cadiz wiederholen. Erneut sollen Menschen zum Spielball im Kampf um höhere Profite werden. In der strukturschwachen Region im Südwesten Spaniens sind die Menschen in den Zeiten der Wirtschaftskrise massiv von Arbeitslosigkeit bedroht. Und während die großen Gewerkschaften (CCOO und UGT) offensichtlich mit den Bossen kungeln und sich in die Sommerpause verabschieden, ist es einzig die anarcho-syndikalistische CNT, die sich für die Rechte der ArbeiterInnen einsetzt und die Mobilisierung aufrecht erhält.

STOPPT DIE VERNICHTUNG VON ARBEITSPLÄTZEN UND DIE ZERSTÖRUNG DER FABRIK VON „CADIZ ELECTRONICA S.A“ IN EL PUERTO DE SANTA MARIA, CADIZ! SCHLUSS MIT DEM OUTSOURCING! OHNE KAMPF GEBEN WIR EINE WÜRDEVOLLE ZUKUNFT NICHT AUF!

An dem Aktionstag beteiligten sich neben den Syndikaten der FAU-IAA auch die AktivistInnen der "Anarchistischen Syndikaistischen Jugend" - denen wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank aussprechen möchten.



Weitere Infos:

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