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IAB-Studie zum Arbeitsmarkt: Immer mehr Vollzeitsjobs verschwinden

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg veröffentlichte am vergangen Dienstag eine aktuelle Untersuchung des Arbeitsmarktes, die zu folgendem Ergebnis kommt: Das gesellschaftliche Arbeitsvolumen sinkt, die Produktivität und Zahl der Erwerbstätigen sind rückläufig. Die folgende Zusammenfassung der Studie haben wir der jungen Welt (Ausgabe vom 25.11.2009) entnommen:
IAB-Studie zum Arbeitsmarkt: Immer mehr Vollzeitsjobs verschwinden

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Bei den Vollzeitbeschäftigten war im dritten Quartal 2009 ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Im zweiten Quartal hatte der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erst bei 0,8 Prozent gelegen.


Der Stand auf den Arbeitszeitkonten sei nur noch wenig abgeschmolzen. Die Zahl der Kurzarbeiter sei spürbar gefallen. Sie belief sich im Monatsdurchschnitt des dritten Quartals 2009 schätzungsweise auf rund 1,15 Millionen. Im zweiten Quartal lag der Durchschnitt noch bei knapp 1,5 Millionen. Bei den Kurzarbeitern fiel ein Drittel der normalen Arbeitszeit aus. Auf alle Beschäftigten umgerechnet waren das im dritten Quartal 3,7 Arbeitsstunden, nach 4,4 Stunden im zweiten Quartal.

Im Ganzen wurden im dritten Quartal 2009 je Erwerbstätigen 351,5 Arbeitsstunden geleistet, 12,1 Stunden oder 3,3 Prozent weniger als im dritten Quartal 2008. Der Rückgang der Arbeitszeit war damit merklich schwächer als im zweiten Quartal (minus 17,9 Stunden oder minus 5,2 Prozent).

Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – das ist die Summe aller geleisteten bezahlten Arbeitsstunden – schrumpfte mit 3,5 Prozent stärker als die durchschnittliche Arbeitszeit je Beschäftigten, denn die Zahl der Erwerbstätigen ist rückläufig. Sie lag im dritten Quartal erstmals seit vier Jahren unter dem Vorjahresniveau (minus 0,2 Prozent). Da die gesamtwirtschaftliche Produktion um 4,7 Prozent kleiner war als im Vorjahr, verringerte sich die Produktivität je Arbeitsstunde zum fünften Mal in Folge. Mit 1,3 Prozent war der Rückgang jedoch deutlich geringer als in den beiden Quartalen vorher (zwei bzw. 3,5 Prozent).

Die tarifliche bzw. betriebsübliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten nahm schätzungsweise um durchschnittlich 0,5 Stunden gegenüber dem Vorjahresquartal ab und lag im dritten Quartal 2009 bei 37,9 Wochenstunden. Die Arbeitnehmer leisteten im dritten Quartal 2009 wöchentlich knapp 0,7 bezahlte Überstunden, gut 0,2 Stunden weniger als im Vorjahr. Erfahrungsgemäß kommen zu den bezahlten in ungefähr der gleichen Größenordnung unbezahlte Überstunden hinzu. Die Krankenstandsquote war mit rund 3,3 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahresquartal.

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