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Gewerkschaft der ArbeitsmigrantInnen in Andalusien kämpft weiter

Die Koordination der ImmigrantInnen, COIN, und die Föderation peruanischer Vereinigungen in Spanien, FEDAP, berichteten am 23.05.08 bei einer Pressekonferenz von der gewaltsamen Verhaftung des Peruaners Renzo Pirca Martinez am 11. Mai gegen 8:30 in dessen Wohnung.

Als Begründung gab die Gruppe der Nationalpolizei vom Komissariat in Usera eine angebliche Anzeige an. Martinez der noch im Pyjama war und verlangte, seinen Anwalt anrufen zu können, wurde von brutalen Schlägen in den Rücken zu Boden gestreckt und mit Handschellen gefesselt. Überdies musste er unflätige und rassististische Beleidigungen über sich ergehen lassen und wurde sogar mit einer Dienstwaffe bedroht, die einer der Beamten mit den Worten " halt still, falls du nicht im Sarg in dein Scheissland zurückkehren willst", an seinen Kopf hielt. Der bereits Gefesselte wurde bis zur Bewusstlosigkeit weiter geschlagen und schliesslich mit einer Kapuze über dem Kopf und blutend zu einer Gesundheitsstation gefahren, wo er am Kopf genäht wurde und anschliessend ins Hospital 12 de Octubre, wo man eine Notoperation am Auge vornahm. Dort blieb er, unter der ständigen Bewachung der Polizei, die spöttische Witze über Lateinamerika riss, bis zum drauffolgenden Dienstag. Als der Versuch ihn zur Unterzeichnung einer Selbstbeschuldigung zu zwingen misslang, erwirkten die Beamten seine Entlassung und führten Martinez,am 3ten Tag nach seiner Festnahme einem Richter vor, der seine Freilassung anordnete.

Coordinadora Inmigrantes
C/ Puerto del Milagro, 6, local 7, Vallecas.
Telefon: (0034) - 638054239
 coordinadorainmigrantes@yahoo.es


Gewerkschaft der ArbeitsmigrantInnen in Andalusien kämpft weiter


Mit Renzo Pirca Martinez offiziell solidarisch erklärt hat sich die Gewerkschaft immigrierter ArbeiterInnen SOI, die durch ihren Kampf um die Verbesserungen für die Saisonkräfte bei der Olivenernte im andalusischen Jaén über die spanischen Grenzen hinaus bekannt geworden ist, siehe
:Dokumentation:Spanien will Erntehelferstreik brechen
www.fau-duesseldorf.org/nachrichten/dokumentation-spanien-will-erntehelferstreik-brechen/?searchterm=streck
Die bis auf zwei alle papierlosen Mitglieder der SOI kämpfen seit Februar diesen Jahres mit Klagen, Streiks und Hungerstreiks um die Erfüllung ihrer Forderungen. Sie werden deshalb mit Abschiebung bedroht, verfolgt und in so grundlegenden Rechten wie der Demonstrationsfreiheit beschnitten.

Aufgrund dieser anhaltenden Repressionen und der fortbestehenden Nichterfüllung ihrer Forderungen war der spanische Sprecher und ehemalige Informatiker der ImmigrantInnengewerkschaft, Jesús Hidalgo, am 01.Mai in einen erneuten Hunger,-und Durststreik vor den Türen der Regierungsdelegation getreten. Das wochenlange Fasten hat ihn u.a. an den Rand eines Infarktes und in die Gefahr, irreversible Schäden davonzutragen gebracht. Dennoch wurde er von dem Regierungssubdelegierten Fernando Calahorro, der in Antwort-Mails sogar fälschlicherweise behauptet hat, den Forderungen gerecht geworden zu sein, übelst beleidigt und von der über diesen nach einem Telefongespräch herbeibeorderten Polizei vorübergehend festgenommen. Der schwer angeschlagene Hidalgo brach daraufhin den Hungerstreik ab, weil er Gefahr lief unter diesen Bedingungen an Schwäche zu sterben und er Calahorro den Gefallen nicht tun wollte, dass dieser seinen Tod verursachte. Hidalgo: "Wann ich sterbe bestimme ich selbst".

Die SOI besteht nach wie vor auf der Erfüllung ihrer Forderungen, die in einem Solidaritätsschreiben von lateinamerikanischen GenossInnen zusammengefasst sind, das so auch in Spanisch als Solidaritätsmail an die nachfolgenden Adressen gesandt werden kann:
 secretariapresidente@presidencia.gob.es
 gabinete@presidencia.gob.es
 registro@defensordelpueblo.es
 defensor@defensor-and.es
 ml.gomez@defensor-and.es
 pedro.vacas@map.es
Kopie bitte an die SOI
 sindicato.soi@gmail.com

Da das Kopieren von Texten den Moderationskriterien von Indymedia.de widerspricht, der besagte Brief und die freie Übersetzung als inhaltliche Ergänzung...; d.h. sie sind nicht Teil des Artikels! (Valle/OK?).
Natürlich kann Solidarität und Protest auch in eigenen Worten und in Englisch formuliert werden.

Die SOI sammelt indessen Unterschriften zur Unterstützung ihrer Forderungen und bereitet eine Klage gegen die Missstände bei der Staatsanwaltschaft und dem UN-Menschenrechtskomitee vor. Sie hat ausserdem dazu aufgerufen, in den Internierungslagern bzw. Festhaltezentren für AusländerInnen, CIE´s, weiterhin massiv mit der Waffe des Hungerstreiks gegen die neue EU-Anordnung der Ausdehung der Festhaltezeit auf 18 Monate zu kämpfen. Bereits im April hatte im CIE Aluche ein Hungerstreik der Insassen dazu geführt, die Öffentlichkeit auf die herrschenden inhumanen Zustände in den Lagern aufmerksam zu machen, siehe: Immigration:Hungerstreik weitet sich aus
 http://www.de.indymedia.org/2008/04/213466.shtml
Auch hier wurde eine offizielle Klage erhoben.

Hungerstreiks in ganz Europa


Die SOI weist ferner darauf hin, dass in den kommenden Wochen in mindestens 18 europäischen Städten Hungerstreiks gegen die Migrations,-und Asylpolitik der EU stattfinden werden. In El Ferrol hat der Compañero José Álvarez bereits einen solchen begonnen und zwei weitere Genossen hungerstreiken in der tschechischen Republik. Auf diese Weise soll ein flächendeckend sichtbarer Protest geschaffen werden, der die Öffentlichkeit erreicht und -hoffentlich- zu positiven Konsequenzen führt.
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Dank ihres Durchhaltevermögens und ihrer Standhaftigkeit erhält die SOI innerhalb Spaniens inzwischen die Unterstützung zahlreicher Organisationen: Aculco Alcant - Amebento
- Asamblea Comarcal del Sur de Izquieda Unida Canaria - Asamblea contra la globalizaciòn capitalista y la guerra. - Asociación Ayuda Urgente a África.
- Asociación de imigrantes de Ghana (Asumwe Ne Nkabom) en Bilbao. - CC.OO. Blanes de Girona - CGT Correos Girona - CGT Sector Aereo de Barajas, Madrid - CGT Sitel, Madrid - CGT Soria - Sindicato Confederación General - CGT Universidad de Zaragoza
- Colectivo de Apoyo al Inmigrante de Albacete
- Colectivo por la Justicia y los Derechos de las Personas ?Queda la Palabra? - Comunidad Africana Residente en España - Departamento de Sistemas Informáticos y Computación, Facultad de Informática UCM - Federación de Asociaciones de Inmigrantes de la Provincia de Huelva Plus Ultra - Federación de Trabajadores de Catalunya - Foro Social de Ciudad Real - Foro Social Mediterraneo - Intiraymi Asim - IP Alcobendas - Ké Huelga Radio - Misiones Diocesanas - Movimiento Obrero de Joves Comunistes del Psuc Viu - Partido Humanista de Tenerife - Partido Humanista en Andalucia - Plataforma de solidaridad con Chiapas, Oaxaca y Guatemala de Madrid - Revista Chispas - Soldepaz - Solidaridad Manchega - Tribuna Latina - Trinchera Sur

Dennoch ist es nach wie vor von essentieller Wichtigkeit, die kleine und doch so starke Gewerkschaft papierloser ImmigantInnen mit Solidaritätsschreiben, finanziell oder durch persönliche Präsenz zu unterstützen...

Kontakt:
Sprecher Jesús Hidalgo
Tel.: (0034) +34 695 959 121

Begoña (SOI-CTM)
Tel.: 625 91 80 51

E-Mail:  sindicato.soi@gmail.com

Konto: Caja Rural de Jaén: 3067-0122-61-2154827816.

Der Kampf der SOI zum Ansehen:
 http://www.youtube.com/watch?v=SyeByG7PVLY
Website:  http://www.egrupos.net/grupo/quedalapalabra


Gedicht von Jesús Hidalgo während des Hungerstreiks


KOHÄRENZ UND LEBEN

Ich gebe mein Leben damit es zu einer Verbesserung vieler Leben kommt. Jetzt verstehe ich den Wert, den mein Leben hat. Mein Leben ist kostbarer als alles, was ich besitze, deshalb löse ich mich von allem, es jenem/jener schenkend, der/die es braucht, um weitgehendst kohärent zu sein. Alles ist unbeständig mit Ausnahme der Gerechtigkeit; Alles ist Lüge, ausser deiner WAHRHEIT; Alles ist Heuchelei, mit Ausnahme des Gefühls. Ich fühle, dann bin ich (Jesús)

COHERENCIA Y VIDA Estoy dando mi vida para mejorar muchas vidas.Ahora entiendo el valor que tiene la vida. Mi vida vale más que todo lo que tengo,por ello me desprendo de todo,regalándolo a quien lo necesitepara ser plenamente coherente. Todo es impermanente menos la Justicia,Todo es mentira menos tu VerdadTodo es hipocresía menos el Sentimiento. Siento, luego Soy. (Jesús)

Freie Übersetzungen: tierr@
 http://tierra.bloggospace.de
(work in progress)

Zum Thema und zur SOI siehe auch:
EU - Rassismusticker
 http://de.indymedia.org/2008/03/210686.shtml
ImmigrantInnen in der EU: Hungerstreiks
(CIE - Belgien - Slowenien)
 http://de.indymedia.org/2008/04/212842.shtml
Guardia Civil wegen Todschlags an Immigrant angeklagt
 http://de.indymedia.org/2008/03/211420.shtml

Rassismus und menschenunwürdige Bedingungen für migrantische ErntehelferInnen auch in anderen Teilen Spaniens:
Andalusien: Gemüsesklaven mit Zeitverträgen
www.de.indymedia.org/2008/02/20881.html
Apartheid ist "ein warmes Bett"/@
 http://de.indymedia.org/2007/01/167253.shtml

Spanien bei Amnesty International:
 http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/WNachLand?OpenView&Start=1&Count=200&Expand=159#159


Gute Informationsseiten zu Rassismus:
www.fortresseurope.blogspot.com
Borderline-europe- menschenrechte ohne Grenzen e.V.
 http://borderline-europe.de
 http://no-racism.net
www.transfronterizo.net
 http://www.noborder.org

Melting Pot Europe Project - Internationale Plattform zu Flüchtlings- und Bürgerrechten. Leider bisher nicht auf deutsch verfügbar, aber mit hochinteressanten Inhalten (italienisch, spanisch, englisch, französisch)
www.meltingpot.org

Seiten selbstorganisierter ImmigrantInnen
 http://www.carava.net
 http://www.thevoiceforum.org

Public Domain Dedication Dieses Werk ist gemeinfrei im Sinne der Public Domain



Briefvorlage, formuliert von Compañer@s in Lateinamerika:


Spanien: Hungerstreik der MigrantInnen

Der Spur der MigratInnen in den Vereinigten Staaten folgend, befinden sich seit Februar 2008 in Jaén, Andalucía, 33 Saisonarbeiter im Hungerstreik. Es handelt sich um Mitglieder der Gewerkschaft der immigrierten ArbeiterInnen, SOI, die hauptsächlich aus Afrika gekommen sind, um als LandarbeiterInnen ein Auskommen zu finden.

Sie klagen Basisfragen ein wie:

· Ausreichende und angemessene Unterkünfte (in den Jahren zuvor gab es bei den Olivenernten MigrantInnen, die auf trotz der Kälte auf der Strasse schlafen mussten, weil es keine genügenden Unterkünfte gab). Weiter wird die Unterzeichnung eines Abkommens gefordert, das die Unternehmer verpflicht, den SaisonarbeiterInnen Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.
· Zeitlich befristete Arbeitserlaubnisse zur Vermeidung von Missbrauch seitens der Arbeitgeber. Laut Angaben der GenossInnen sind 90% der ArbeiterInnen bei der Olivenernte "Papierlose"
· Beendigung der polizeilichen Repression gegen die "sin papeles" (Menschen ohne Papiere)

Ausserdem klagen sie noch allgemeinere Forderungen ein, wie die Abschaffung des AusländerInnengesetzes (ley de extranjería), das nur zur Kriminalisierung der ImmigrantInnen dient oder das Wahlrecht für ImmigrantInnen.

Dieser Streik hat die Gleichgültigkeit von Arbeitgebern, Regierung sowie auch der sozialen Organisationen deutlich gemacht. Die Bevollmächtigten drohten mit der Abschiebung von 14 Mitgliedern der SOI und deportierten eine Person tatsächlich. Den Mitgliedern der SOI wurde zudem mehrmals das Recht zu demonstrieren verweigert.

Aus diesen Gründen hat das Mitglied der SOI und des Kollektivs für Gerechtigkeit und Rechte der Personen "Queda la Palabra", Jesús Hidalgo am 01.Mai einen Hunger,-und Durststreik begonnen, den er bis zum 12. Mai. vor den Türen der Regierungsdelegation von Jaén aufrechterhalten und dabei drei Forderungen gestellt hat:
Die Erlaubnis für die Gewerkschaft frei zu demonstrieren und ihre öffentlichen Aktionen durchführen zu können. Die Einstellung der Abschiebedrohungen und die Zulassung der Rückkehr des abgeschobenen Genossen.

Das Leben von Jesús Hidalgo war gefährdet und/oder es bestand die Gefahr, das er irreversible Schädigungen davonträgt.

Trotzdem haben die spanischen Bevollmächtigten nicht in gebührenden Maße den Einklagen entsprochen, die samt und sonders in der Spanischen Verfassung beinhaltet sind.

Aufgrund all´dessen fordern wir die Erfüllung der legitimen Rechtsforderungen der SOI und die Garantie der physischen, psychischen und rechtlichen Integrität von Jesus Hidalgo sowie die Einstellung der Bedrohung mit Abschiebung gegen die Mitglieder der SOI.

Name etc.

España: Huelga de los migrantes

Siguiendo la huella de los migrantes en Estados Unidos, desde inicios de febrero de 2008 33 trabajadores temporales están en huelga de trabajo en
Jaén Andalucía. Se trata de miembros del Sindicato Obrero Inmigrante, provenientes en su mayoría de Africa para realizar labores del campo.
Ellos demandan cuestiones básicas como :

* albergues adecuados y suficientes (en años anteriores durante la cosecha de la aceituna ha habido migrantes que han debido dormir en lacalle a pesar del intenso frío, pues no hay lugares suficientes en los
albergues). También se demanda la firma de un convenio donde se establezca como obligación de los empresarios el dar alojamientos a los trabajadores temporales.

* Permisos temporales de trabajo para evitar los abusos patronales. Los compas señalan que 90% de los trabajadores de la campaña de la aceituna son sin papeles

* Alto a la represión policíaca contra los sin papeles

También contemplan algunas demandas más generales como son: derogación de la ley de extranjería que sólo criminaliza a los inmigrantes; derecho de voto para los inmigrantes.

Esta huelga ha enfrentado la indiferencia de patrones, gobierno e incluso de las organizaciones sociales. Las autoridades amenazan con expulsar a 14 miembros del SOI y ya han expulsado a uno de ellos. También se les ha prohibido varias veces el derecho a manifestarse.

Por ello, el 1ro de mayo, Jesús Hidalgo, miembro del SOI y del colectivo por la Justicia y los Derechos de las Personas "Queda la Palabra", inició una huelga
de hambre y sed que mantiene hasta el 12 de mayo en las puertas de la delegación de gobierno de jaén, con tres exigencias: que se permita la libre manifestación del sindicato permitiendo sus actos públicos; que
cesen las amenazas de expulsión y que se permita el regreso del compañero expulsado. Jesús Hidalgo enfrentó peligro de muerte y/o de daños irreversibles (recordemos que la huelga de hambre y sed tiene
consecuencias fulminantes). A pesar de ello, las autoridades españolas no han dado satisfacción a sus demandas, todas enmarcadas en la constitución
española.

Por todo esto exigimos el cumplimiento de las demandas legitimas del SOI y la garantia de la integridad fisica, sicologica y juridica de Jesus Hidalgo asi como el cese de las amenazas de la expulsion de miembros del SOI.

Name etc.
----------------------------------

Telefonnummer der Regierungssubdelegation von Jaén: (0034) - 659 819 251 und 609 264 970

Fernando Calahorro - Tel: (0034) - 953 999 000

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