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Frankreich: Rache für den Streik

In Marseille droht La Poste dem Briefträger und CNT-Militanten Serge Reynaud mit Entlassung.

Dieser neuerliche Anschlag kommt nicht aus heiterem Himmel. Im Mai 2008 hatten die Gewerkschaften CGT und SUD die Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Damit wendetetn sie sich gegen das Projekt "Briefträger der Zukunft", mit dem die koplette Brieflogistik umstrukturiert werden soll. Im Départment Bouches du Rhone sind dadurch ca.: 1.000 Jobs gefährdet.

Die Auseinandersetzung im Mai wurde besonders hart geführt, u.a. wurden Leiharbeiter als Streikbrecher eingesetzt. Trotz der siebzehntage Streik, an dem sich täglich 400 ArbeiterInnen beteiligten, endeten die Auseinandersetzungen Ende Mai mit einem Patt.

Im Juni dann wurde der Genosse Reynaud zur Geschäftsleitung zitiert, Man warf ihm vor, in seinem Büro eine Rede gehalten zu haben. Weiter legte man ihm zur Last, sich an einer kollektiven Aktion beteiligt zu haben - die KollegInnen hatten versucht, in die Eingangshalle der Post vorzudringen. Diese "Vergehen" gehören zwar zum normalen Streikgeschehen, dienen aber nun, aus dem Kontext gerissen, zur Rechtfertigung von Strafmaßnahmen.

Weiter Info's: FAU-IAA

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