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FAU Region West: gegen Lohndumping & Outsourcing beim Spielautomatenhersteller Bally Wulff

Die FAU Berlin hat mit gewerkschaftliche Aktionen beim Spielgerätehersteller Bally Wulff aufgrund der geplanten Schließung der Abteilung Siebdruck begonnen. Bislang wurden den betroffenen Kollegen lediglich so genannte Änderungskündigungen vorgelegt, welche eine Weiterbeschäftigung zu wesentlich verschlechterten Bedingungen vorsehen. Niederlassungen der Firma finden sich in Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt/M, Hamburg, Hannover, Köln, Leizig, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart.

Schon am 11.11.2011 hatte die FAU-Dortmund im der lokalen Niederlassung von Bally Wulff ein Schreiben mit den Forderungen der FAU gegenüber BallyWulff übergeben, mit der Bitte um eine Antwtort, insbesondere unter dem Aspekt der "sozialen Verantwortung". Es gab die Zusage, das Schreiben nach Berlin weiterzuleiten.

Die KollegInnen der FAU hatten die Gelegenheit ein Gespräch mit einem Mitarbeiter über die von BallyWulff produzierten und vertriebenen Spielgeräte und die Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auf die Geräte, sowie die zunehmende Computerisierung, wodurch die Geräte zu Multigames werden ((die den
Leuten das Geld immer raffinierter aus der Tasche ziehen können)).

Früh am Morgen des 18.11.2011 war die FAU-Dortmund - wie angekündigt - mit einer Gruppe an der Filiale und hat die PassantInnen über die Vorgänge bei BallyWulff informiert. Bis auf zwei Ausnahmen hatten die ArbeiterInnen aus dem Gewerbegebiet, mit denen wir gesprochen haben, Interesse und Verständnis für die Sache, da die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und die zunehmende Prekarisierung für viele von uns eine reale Erfahrung bzw. Bedrohung darstellt.

Nicht (mehr) an einem Gespräch interessiert waren allerdings die beiden Insassen der BallyWulff-Filiale, die sich in diese zurückgezogen hatten. Die FAU-Dortmund wertet das als Artikulation ihrer "sozialen Verantwortung". Immerhin hat dieses unkommunikative Verhalten unsere Kundgebung zu einer Blockade aufgewertet, da sie sich in ihrer Filiale eingeschlossen hatten.

Aus der aktuellen DA, kurzer Bericht des Betroffenen:

Keine Glückssache – Auch der Spielgerätehersteller „Bally Wulff“ setzt auf Outsourcing. Ein Kollege der FAU Berlin wehrt sich.


Jenseits der Region:

Frankfurt a.M./Offenbach 

Als Beitrag zum bundesweiten Aktionstag und zur Unterstützung der Sektion Bau und Technik der FAU Berlin besuchten heute früh um 8.00 Uhr etwa ein dutzend Mitglieder der FAU Frankfurt die Bally Wulff Niederlassung im Industriegebiet von Offenbach.

Zuerst stellten wir uns den Beschäftigten in dem Büro vor und erklärten den Ablauf unseres Protestes. Wir legten Flugblätter aus und baten darum, die Bally Wulff Niederlassung in Berlin telefonisch über unsere Aktion zu informieren.

Anschliessend hielten wir über Megafon eine Kundgebung zu den Vorfällen in Berlin und dem Stand der Dinge ab, die auch in den angrenzenden Betrieben zu hören war.

Etwa eine Stunde lang gab es eine Picket Line vor dem Eingang von Bally Wulff, während gleichzeitig die Kundschaft der nahegelegenen Betriebe und Werkstätten, sowie die Autos auf dem Parkplatz des Industriekomplexes mit Flyern versorgt wurden.

Wie fast immer bei gewerkschaftlichen Aktionen war die Resonanz sehr positiv und wir machen gerne weiter, wenn es bei dem Gütetermin am Montag nicht zu einem akzeptablen Ergebnis kommt.

FAU Frankfurt a.M.

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