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FAU-Bern: Massenentlassung bei Weber Benteli in Brügg

Der Druckereibetrieb Weber Benteli in Brügg hat letzte Woche die Bilanz deponiert und Konkurs angemeldet. Die rund 260 Angestellten sind jetzt entlassen. Die Löhne des Novembers wurden noch nicht ausgezahlt und auch ob der 13. Monatslohn für dieses Jahr noch kommt steht in den Sternen - beziehungsweise in der Macht des Konkursamtes, das die Konkursmasse verwaltet. Sozialplan gibt es keinen. Dafür kümmern sich das beco, das RAV, Sozialamt und Comedia um die Linderung der finanziellen Situation der Entlassenen.

Die Hintergründe des Konkurses sind dubios: Es kann sein dass das "an die Wand fahren lassen" des Betriebs mit dem zeitgleichen Wechsel des Direktors Martin Brawand zum Konkurrenzunternehmen Swissprint (gehört Ringier) zusammenhängt. War der Konkurs eingefädelt und Herr Brawand hat dafür viel Geld erhalten? War es eine Marktbereinigung wie im 2007 bei Bike Systems?

Mitglieder der FAU haben heute beim Werk von Weber Benteli vorbei geschaut und folgendes Flugblatt (pdf) verteilt.

Auf der Homepage des Bieler Lokalsenders Telebielingue gibt es mehrere Sendungen zum Thema, wo auch entlassene ArbeiterInnen zu Wort kommen und ihre Wut und Enttäuschung ausdrücken.

UPDATE:

Am Freitag dem 4. Dezember gab es in Biel eine Demo der Entlassenen. An der Versammlung auf dem Zentralplatz sprachen vor allem Gewerkschafts- funktionäre. Leider wurden keine kämpferischen Positionen vertreten, sondern nur an die Politiker appelliert, dass „sowas nie wieder geschehen darf!“ Die wichtige Tatsache, dass man gemeinsam gegen die Angriffe auf die Lebensbedingungen kämpfen und sogar gewinnen kann, blieb unerwähnt.

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