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Duisburg: Ein Veranstaltungsbericht

Am 28.10.2012 lud das Allgemeine Syndikat der FAU Duisburg zur Gegeninformationsveranstaltung zum Thema europäische Krise am Beispiel Griechenland ein. Knapp zwanzig Personen aus Duisburg und Mülheim sowie Düsseldorf und Köln waren gekommen um von einem anarchistischen Aktivisten zu erfahren was gerade tatsächlich in Griechenland passiert. Neben einem ausführlichen Rückblick auf die Entwicklung in Griechenland seit 2007 gab es vor allem sechs Schwerpunkte...

 

Zum einen wurden die Einschnitte im sozialstaatlichen Gefüge und die drastischen Lohn- und Rentenkürzungen beschrieben. Danach lag ein weiterer Schwerpunkt auf der historischen und aktuellen (Neo-)faschistischen Bedrohung und der Kontinuitäten zwischen ihnen. Mit diesem Thema auf das Engste verknüpft ist die Repressionswelle die seit 2007/2008 über Griechenland hinweg rollt und deren Höhepunkt noch immer nicht erreicht scheint. In besonderem Maße haben die Migrant*innen unter der Repression zu leiden. Ihnen, ihrer Situation und ihren Selbstorganisationsansätzen war ebenfalls ein eigener Schwerpunkt gewidmet.

Ein wenig zu kurz kamen an diesem Abend meiner Meinung nach die Darstellung der vielfältigen Selbstorganisationsansätze der Arbeiter*innen (egal ob "Prekarisierte", Migrant*innen oder noch andere Schichten der Arbeiterklasse) und ihrer Versuche die Betriebe in eigener Regie zu übernehmen. Nur kurz wurden zum Beispiel das Projekt eines selbst organisierten Krankenhauses, das medizinische Versorgung für alle garantieren sollte, oder der Plan ein Stahlwerk zu übernehmen erwähnt. Zu guter letzt gab es noch den ebenfalls sehr kurz geratenen Versuch die Entwicklungen in Griechenland in einen gesamteuropäischen Kontext zu stellen.

Der Referent bestach durch seine engagierte Erzählweise und pointierte Bewertungen der Entwicklungen. Es war ein kurzweiliger Vortrag, der an vielen Stellen Möglichkeiten zur Diskussion eröffnete. Ein Anliegen der Veranstaltung war, neben dem Transport von Informationen, das sammeln von Geld um Kautionen und Rechtsanwälte in Griechenland bezahlen zu können.

Diejenigen die am 28.10.2012 nicht nach Duisburg kommen konnten, haben am 14.11.2012 die Gelegenheit den Vortrag in Düsseldorf zu besuchen:

14.11.2012

Griechenland aktuell

Schwarz-Roter Soli-Tresen im Solaris Kopernikusstr. 53, Düsseldorf-Bilk

Einlass: 20 Uhr

Beginn: 21 Uhr (pünktlich)

Spenden für die Bewegung und die Inhaftierten über ABC Berlin an:

Kontoinhaber: SSB e.V. Berliner Sparkasse

BLZ: 10050000

Konto: 6603098570

IBAN: DE40 1005 0000 6603 0985 70

Stichwort: „KNASTSOLIDARITÄT“ antifa greece

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