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Düsseldorf: "Black Cat Blues" - Ein Veranstaltungsbericht

Am Mittwoch dem 30.10.2013 fanden sich rund 15 Personen zur Lesung mit Hans Merchetto im Solaris auf der Kopernikusstr. 53 ein. Dabei ist es sicher übertrieben zu behaupten das die weitgereistestenn Menschen extra aus aus Ingolstadt oder Augsburg gekommen wären. Aber ohne das es einem die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste kann man berichten das zumindest einige aus Krefeld ihren Weg über den Rhein zu uns gefunden hatten. Die Lesung selbst dauert gut eine Stunde und war sicher anders als von einigen erwartet. So hat Hans nicht einfach nur seine Texte gelesen, sondern sie ausführlich eingeleitet. Am Ende bekamen die Zuhörer*innen ein detailreiches Mosaik der Schweizer Arbeiterbewegung, der Vergangenheit und Gegenwart des Anarchismus in der Schweiz und, nicht zu vergessen, der Biographie von Hans selbst.
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Gewerkschafter

Dank dieses Mosaiks wurde klar, das Hans Lyrik nicht im poetischen irgendwo entstanden ist ist oder von irgendeiner dahergelaufenen Muse herbei geküsst wurde, sondern das sie vom Leben selbst geschrieben wurden. Und das, ist ja bekanntlich weniger der "schönen Seite der Kunst" oder der reinen "Ästhetik" zugetan, sondern eher von der Art, das es einen Arbeiter mal mehr mal weniger hart in die Fresse tritt. Und weil wir nichts als unser Lachen haben - sind die Gedichte von Hans auch nicht verbittert, sondern getragen von einer Ironie, die auf hochdeutsch, nicht immer so gut rüber kam, wie sie wohl auf schweizerdeutsch ausgdrückt werden konnte. Alles in allem war es eine kurzweilige Stunde mit einer Art Kultur, die jenseits des klassischen Bildungsbürgertumskanons daher gekommen ist.

 

PS: Ein Nachtrag sei noch gestattet. Leider war einer der Gäste nicht in der Lage die Lesung zu genießen und hat stattdessen die Veranstaltung gestört. Er wurde allerdings sehr schnell zurechtgewiesen. Am Ende der Lesung versuchte er dann allerdings wieder zu stören (er nannte sein Gebrülle "Diskussion mit..."). Er wurde kurzerhand gebeten den Raum zu verlassen, was er, dankenswerter Weise auch ohne viel aufhebens zu machen auch tat.

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