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Dokumentation: USA -> Gewerkschaft fordert sofortige bundesstaatliche Ermittlungen zu deutschen Streikbrechern des Salada-Tea-Streiks im US-Bundesstaat New York

Kensington, Maryland (ots/PRNewswire) - Frank Hurt, Präsident der internationalen Gewerkschaft BCTGM (Bakery, Confectionery, Tobacco and Grain Millers - Bäckerei, Süsswaren, Tabak und Getreidemühlen) veröffentlichte heute ein Schreiben an Heimatschutzminister Michael Chertoff, in dem er "sofortige bundesstaatliche Ermittlungen über mögliche Verletzungen der US-amerikanischen Einwanderungsgesetze durch Redco Foods und dessen deutsches Mutterhaus Teekanne GmbH fordert".

Mitglieder des BCTGM-Ortsverbandes 50 streiken seit dem 2. November 2007 bei Redco Foods, in Little Falls und Herkimer, New York, dem Hersteller u.a. der Tee-Marken Salada und Red Rose.

"Wir verfügen über zuverlässige Informationen, dass nach Thanksgiving zwei deutsche Staatsangehörige für mehrere Wochen ins Land gebracht wurden, um Maschinen zu warten, die normalerweise von unseren Mitgliedern gewartet werden", schrieb Hurt und fügte hinzu: "Wir glauben, dass zum aktuellen Zeitpunkt ein weiterer deutscher Staatsangehöriger in der Anlage in Little Falls anwesend ist."

Hurt legte die Auffassung der Gewerkschaft über die US-amerikanischen Bestimmungen zum Visumsverzicht mit Deutschland und die Notwendigkeit eines Geschäftsvisums dar und schloss, dass es sehr wahrscheinlich keine gesetzliche Grundlage dafür gibt, dass die deutschen Mechaniker in den Vereinigten Staaten arbeiten.

Der Präsident der Gewerkschaft BCTGM wies darauf hin, dass Rainer Verstynen, CEO von Teekanne, sich derzeit in den Vereinigten Staaten aufhält und forderte eine unmittelbare Untersuchung. Er nannte neben Verstynen darüber hinaus auch Doug Farrell, CEO von Redco Foods, als einen der "beiden Personen, die die grösste Verantwortung für die vermutete Verletzung der Einwanderungsgesetze tragen".

"Ich bin davon überzeugt, dass Sie unsere Meinung teilen, dass unsere nationalen Einwanderungsgesetze nicht verletzt werden sollten, insbesondere nicht zu Lasten hart arbeitender Amerikaner, die ihr gesetzliches Streikrecht ausüben", schrieb Hurt an den Minister Chertoff.

Es folgt der vollständige Text des Schreibens des BCTGM-Präsidenten Hurt an den Heimatschutzminister Michael Chertoff.

    23. Januar 2008
An den Minister, Herrn Michael Chertoff
The Department of Homeland Security GESENDET PER FAX
Washington, DC 20528

Sehr geehrter Minister Chertoff,

Ich schreibe Ihnen, um eine sofortige Ermittlung bezüglich möglicher Verletzungen der US-amerikanischen Einwanderungsgesetze durch Redco Foods und dessen deutsches Mutterhaus Teekanne GmbH zu fordern.

Mitglieder des BCTGM-Ortsverbandes 50, die in der Anlage von Redco Foods in Little Falls (New York) und dem Auslieferungslager in Herkimer arbeiten, streiken seit dem 2. November 2007. Wir verfügen über zuverlässige Informationen, dass nach Thanksgiving zwei deutsche Staatsangehörige für mehrere Wochen ins Land gebracht wurden, um Maschinen zu warten, die normalerweise von unseren streikenden Mitgliedern gewartet werden. Darüber hinaus glauben wir, dass zum aktuellen Zeitpunkt ein weiterer deutscher Staatsangehöriger in der Anlage in Little Falls anwesend ist.

Teekanne ist nicht nur das Mutterhaus von Redco, sondern auch Hersteller der in dieser Fabrik eingesetzten Betriebsanlagen. Die Vereinigten Staaten und Deutschland haben zwar ein Visumsverzichtsprogramm, doch gilt dies nur für die rechtmässige Einreise von Touristen. Falls diese deutschen Staatsangehörigen als Touristen ins Land gekommen sind, verletzen sie das Gesetz. Falls sie irgendeine Art von Geschäftsvisum bei einer US-Botschaft oder einem US-Konsulat beantragt und bewilligt bekommen haben, so hegen wir den starken Verdacht, dass sie das Ministerium nicht darüber informiert haben, dass sie als Streikbrecher tätig sein würden. Eine derartige Unterlassung wäre rechtswidrig.

Die beiden Personen, die die grösste Verantwortung für die vermutete Verletzung der Einwanderungsgesetze tragen sind Rainer Verstynen, CEO von Teekanne, und Doug Farrell, CEO von Redco Foods, dessen Firmenhauptsitz sich in Windsor, im US-Bundesstaat Connecticut befindet. Herr Verstynen hält sich derzeit in den Vereinigten Staaten auf und wurde von unseren Mitgliedern am 22. Januar in Gegenwart einer anderen Person gesehen, bei der es sich vermutlich um einen Mechaniker deutscher Staatsangehörigkeit handelt, der mitgebracht wurde, um Anlagen zu reparieren.

Ich bin davon überzeugt, dass Sie unsere Meinung teilen, dass unsere nationalen Einwanderungsgesetze nicht verletzt werden sollten, insbesondere nicht zu Lasten hart arbeitender Amerikaner, die ihr gesetzliches Streikrecht ausüben. Wir stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Sie mit weiteren Einzelheiten zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüssen

Frank Hurt

International President

FH:kfh

Kopie an: Die Unternehmensleitung Art Montminy, International Vice President Joyce Alston, Vorsitzender des BCTGM-Ortsverbandes 50 US-Senator Charles Schumer US-Senatorin Hillary Clinton US-Staatsanwalt Glenn T. Suddaby Michael Arcuri, Mitglied des Kongresses William R. Timken, US-Botschafter in Deutschland

Pressekontakt:

Ray Scannell von Bakery, Confectionery, Tobacco and Grain Millers 
International Union, Tel.: +1-301-933-8600

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