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Der neue Tarifvertrag der DGB-Tarifgemeinschaft zur Schlechterstellung von Leiharbeitssklaven ist auf dem Weg

Labournet.de dokumentiert die aktuelle Auseinandersetzung. Dabei können wir einerseits sehen das die Tarfigemeinschaft kein monolithischer Blog ist und andererseits wird uns wiedereinmal vor Augen geführt, das "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" für die Gewerkschften des DGB nur als unerrichbare Utopie im Kopf herumzuschwirren scheint. Wie sonst ist die aufnahme von "Verhandlungen" überhaupt zu erklären? Vor allem da der DGB hier in einem Bereich agiert, wo seine soziale Mächtigkeit und seine Fähigkeit einen Streik zu organisieren gegen Null tendiert! Im weiteren dokumentieren wir hier die Seite von labournet.de, die in den kommenden Tagen und Wochen sicherlich weiter aktualisiert wird.....

Zeitarbeit: Fünf Prozent mehr Lohn in zwei Schritten

„Für rund 150.000 Zeitarbeiter gibt es mehr Geld. Vom 1. Mai an steigen ihre Löhne in einem ersten Schritt um 2,5 Prozent, zwölf Monate später noch einmal um denselben Satz. Zudem ist eine Einmalzahlung in Höhe von 80,00 Euro vereinbart. Darauf einigten sich am Dienstag der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes. (…) Mit dem Tarifabschluss steigt der Mindestlohn im Bereich des BZA zum 1. Mai auf 7,56 Euro im Westen und auf 6,62 Euro im Osten, sagte Bäumer der dpa auf Anfrage. Es handele sich in der Branche um den "einzigen gültigen Tarifvertrag, der auch rechtssicher ist"…“ dpa-Meldung in der FR vom 26.01.2010 externer Link. Siehe dazu:

  • Die am 02. 02. tagende IGM-Tarifkommission hat das Verhandlungsergebnis nicht akzeptiert und die DGB-TG aufgefordert, Nachverhandlungen mit dem BZA aufzunehmen. Beschluß der Tarifkommission im Wortlaut auf der Startseite von Zoom: „Die Tarifkommission fasste bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung folgenden Beschluss: Die Tarifkommission nimmt das Verhandlungsergebnis zur Kenntnis und fordert angesichts seiner Bedenken die DGB-Tarifgemeinschaft auf, das Verhandlungsergebnis zu verbessern. Hierbei ist insbesondere anzustreben, den § 8.6 MTV abzuschaffen, Branchenzuschläge zu vereinbaren und den Ostabschlag (§ 3 Entgelttarifvertrag) zu beseitigen.“ new

  • Stellungnahme der Kollegin Helga Schwitzer an Zoom new
    Stellungnahme von Helga Schwitzer externer Link, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IGM, sie wurde vor der Sitzung der Tarifkommission verfasst!

  • Die Tarifkommission von Verdi tagt in der gleichen Sache am kommenden Montag den 08.02. 2009. new

  • Die Erklärungsfrist für das Verhandlungsergebnis endet am 10.02.2010 new

  • Peinlicher Abschluss
    Gewerkschafter kritisieren neuen Tarifvertrag für Leiharbeitnehmer. Der Tarifvertrag für Zeitarbeiter stößt an der Gewerkschaftsbasis auf Kritik. Artikel von Peter Nowak im ND vom 02.02.2010 externer Link. Aus dem Text: „… An der Gewerkschaftsbasis hingegen wird keineswegs gefeiert. Kritik gibt es vor allem in der IG Metall (IGM), deren Tarifkommission heute über den Vertrag abstimmt. »In den letzten Tagen sind massenhaft Protestmails an die verantwortlichen Funktionäre gegangen«, erklärte ein Gewerkschafter aus der Zeitarbeitsbranche, der nicht namentlich genannt werden will, gegenüber ND. (…) Nicht nur die Basis äußert Kritik. Ein bayerisches Mitglied der Tarifkommission will den Vertrag ablehnen. »Alles was nach zwei Jahren abgeliefert wurde, ist eine Zustandsbeschreibung, die Aktive vor Ort wahrscheinlich in 30 Minuten selbst hätten schreiben können.« Die IGM-Verwaltungsstellen Regensburg und Augsburg hatten Anfang Januar dem Gewerkschaftsvorstand ihre Bedenken mitgeteilt. Der Verhandlungsführer des DGB bei den Tarifverhandlungen, Reinhard Dombre, sieht die Kritik gelassen. Man solle die heutige Entscheidung der Tarifkommission abwarten, erklärte er gegenüber ND. Zudem betonte er, dass eine reale Gefahr bestanden hätte, dass der BZA mit den Christlichen Gewerkschaften einen schlechteren Tarifvertrag abschließt.“ – Diese Ausrede kennen wir ja schon… Umso unverständlicher, dass wir von der gfz services GmbH eine Pressemitteilung zu „Zeitarbeit - Brücke statt Sackgasse“ erhielten, in deren Anschreiben es heisst: „die Zeitarbeitsbranche muss nicht zuletzt durch die aktuelle "Schlecker-Affaire" gegen pauschalisierende Vorwürfe ankämpfen. Insbesondere die Gewerkschaften schüren eine einseitige, zum Teil sogar denunzierende Berichterstattung…“

  • BZA-Verhandlungsergebnis inakzeptabel
    Seit über fünf Jahren existiert ZOOM und in all den Jahren hat sich ZOOM (lange vor der Kampagne) für gleiches Geld für gleiche Arbeit eingesetzt. Alle Beteiligten, insbesondere die im Forum aktiven, heben dabei versucht, die Position der Gewerkschaft kritisch zu unterstützen und die Glaubwürdigkeit besonders der IG Metall zu beweisen. (…) Mit diesem Ergebnis drängen wir die engagierten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer ins Abseits! Ein Blick ins Forum genügt, um die Wut und Enttäuschung deutlich zu spüren. Wenn wir die Kolleginnen und Kollegen in Gewerkschaft halten wollen, wenn wir den Organisationsgrad in der Leiharbeit erhöhen wollen, dann müssen wir Solidarität mit ihnen zeigen - und das heißt: Für sie kämpfen! Doch bei diesem Verhandlungsergebnis drängt sich der Verdacht auf, dass nicht gekämpft wurde, sondern die Kolleginnen und Kollegen (wieder einmal) das Opfer politischer Absprachen wurden…“ Kommentar von Christoph Schulz auf der Startseite von Zoom externer Link. Am morgigen Dienstag, 2.2. tagt in Frankfurt die IGM-Tarifkommission, um über das Verhandlungsergebnis abzustimmen…

  • Ein guter Tag für die Zeitarbeit: BZA und DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit einigen sich auf Entgelterhöhungen in der Zeitarbeit
    BZA-Pressemitteilung vom 26.01.2010 externer Link
  • Ausgewählte Kommentare bei Zoom - ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos. Ein Forum der IG Metall externer Link
    • Inzwischen sind mir weitere Details bekannt: 1. "Erfolg" der DGB Verhandlungsgruppe: Im Manteltarifvertrag wird unter § 8.6 die Anrechenbarkeit von Reisekostenzahlungen auf das Tarifentgelt von aktuell 25 auf 12,5 Prozent reduziert. Toll!!! Ab 01.05.2010 gibt es hat 4,62 € Fahrgeld und 6,90 € Einstiegslohn. Da zahlt ja Schlecker mit der Anwendung des IGZ Tarif von 7,51 € besser. 2. "Erfolg": Ab 01.05.2011 wird 2,5 % mehr gezahlt. Einstieg liegt dann bei phantastischen 7,71 €. 3. "Erfolg": Zum 30.04.2011 wird die Tarifnorm §8.6 auslaufen und dann nicht mehr anwendbar sein. 4. "Erfolg": Die Entgeltdifferenzierung zwischen alte und neue Bundesländer wird zukünftig 12,5 Prozent statt derzeit 13 Prozent betragen. Die Angleichung der Ostlöhne an den Westen findet halt in "Riesenschritten" statt. 5. "Erfolg": Die Einmalbezahlung in Höhe von 80,00 Euro brutto wird mit dem Stichtag 01.05.2010 verknüpft und an alle Zeitarbeitnehmerin und Zeitarbeitnehmer gezahlt, die ungekündigt mindestens vier Monate ununterbrochen in einem Beschäftigungsverhältnis zum Personaldienstleister stehen. Alle die in den letzten Jahren "Nullrunden" hatten, gehen leer aus. Ist halt dumm gelaufen. Also nicht mehr über Schlecker und Co. aufregen. Schlecker zahlt ja jetzt nach IGZ 7,51 €. Die von den Gewerkschaften ausgesprochene Warnung, dass beim beginnenden Aufschwung über 2 Mio. ZAN beschäftigt werden, bedeutet, dass ca. 1,5 Mio Hungerlöhner mit gewerkschaftlichen Segen beschäftigt werden. Norbert Fuhrmann“
    • Leute, die ich organisiert habe, haben mir geschrieben, es ist von peinlich sowas. Die hätten lieber keine solche Erhöhung, als so eine Erniedrigung.“
    • Leider ist damit auch objektiv festzustellen, das die LAN schon wieder von den DGB-GW verar... wurden!“
    • Der bande soll das Steak im Halse stecken bleben wenn sie wieder mit den Bossen kuscheln nach Vertragsabschluss und der Champus den sie gemeinsam auf diesen glorreichen Abschluss saufen werden sollte mit Brechmitteln versetzt sein.“
    • Ich spreche hier als Arbeitgeber, der seit Jahren für eine verbesserte Entlohnung der in der Zeitarbeit eintritt. Das BISHER VERÖFFENTLICHE Ergebnis der DGB - Verhandlungen mit dem BZA ist eine neue Interpretation des Grundsatzes gleicher Lohn für gleiche Arbeit. 7,56 € ( bei 8.6 er Absenkung 5,67 €) und im Osten 6,62 € (4,97 € abgesenkt) liegt man weiter im Trend der vereinbarten Hungerlöhne. Der Trend Stammbelegschaft zu ersetzen (die kriegen dann den gleichen niedrigen Lohn wie die Leiharbeiter) wird kräftig angeschoben. Das ist die neue Interpretation des gleichen Lohns. Warum hat man sich eigentlich über Schlecker aufgeregt? Man ist doch in der gleichen Güteklasse? Warum hat man seitens der IGM Mitgliedsbeiträge verschwendet für die Kampagne gleicher Lohn für gleiche Arbeit?“
  • Ausgewählte Kommentare bei chefduzen.de – Das Forum der Ausgebeuteten externer Link
    • Keine Kommentare? ... geht nicht, komme aus dem Kotzen nicht raus ...“
    • Damit ist wohl der Versuch, mit der Gewerkschaft etwas gegen die Leihmafia zu tun, gescheitert. Eine größere Ohrfeige hätte der DGB uns LAN nicht geben können. Und das noch zum 1. Mai.
    • Buckel krumm, Taschen leer: DGB danke sehr!
  • Nach der Tarifverhandlung ist vor der Tarifverhandlung:
    BZA mit neuem DGB-Entgelttarifvertrag bis April 2012. Nun geht es in die Verhandlungsrunde mit dem iGZ
    „… Nach den Absprachen wird jetzt der iGZ mit seinem Sozialpartner ebenfalls über einen Neuabschluss mit entsprechender Laufzeit bis Mitte 2012 verhandeln. Es ist zu erwarten, dass dieser Tarifabschluss mit ähnlichen Entgelten alsbald zustande kommen wird….“ iGZ-Pressemitteilung vom 27.01.2010 externer Link
  • Siehe dazu auch: Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Leiharbeit: PSA und andere Sklavenhändler > Leiharbeit und Gewerkschaften: "Trotz Schlecker: Gebt der Leiharbeit eine faire Chance!"

Anpassung im Osten ausgesetzt!

Die DGB-Gewerkschaften haben am 22. Dezember 2004 mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) vereinbart, dass die Ost-Entgelte später als bisher vereinbart angeglichen werden. Demnach können die Entgelte 2005 um 13,5 Prozent und 2006 um 10,5 Prozent unter dem West-Niveau liegen. Alle Beschäftigten (also in Ost und West) erhalten ab dem 7. Beschäftigungsmonat einen Anspruch auf 13,30 € monatlich für betriebliche Altersversorgung - das gilt erstmals ab 1. Juli 2005. Der Arbeitgeber muss einen Durchführungsweg anbieten: Pensionskasse, Pensionsfonds oder Direktversicherung." Meldung der IG Metall externer Link. Siehe dazu auch: Tarifverhandlungen 2005: Anpassung Entgeltdifferenzierung Ost ausgesetzt.
Die Tarifverhandlungskommission des Bundesverbandes Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) und die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben am 22. Dezember 2004 eine für die konjunkturelle Lage angemessene Vereinbarung getroffen. Die Entgeltdifferenzierung Ost beträgt auch weiterhin in 2005 bis zu 13,5 %. Rechtzeitig vor 2006 soll über die wirtschaftliche Lage in den neuen Ländern einschließlich des Landes Berlin beraten werden. Die Verhandlungsverpflichtung zu Branchenzuschlägen bleibt bestehen und wird nach dem 01.10.2005 unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation der Zeitarbeitbranche erneut aufgenommen…“ BZA-Pressemitteilung vom 22.12.2004 externer Link

BZA und DGB schließen Tarifvertrag für Zeitarbeit ab - Kommentare

  • BZA und DGB schließen Tarifvertrag für Zeitarbeit ab. Planungssicherheit für die Wirtschaft, wachsende Beschäftigungschancen für Arbeitssuchende. "Der Bundesverband Zeitarbeit e.V. (BZA) und die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben nach fünfmonatigen Verhandlungen den ersten flächendeckenden Tarifvertrag Zeitarbeit in ihrer Geschichte abgeschlossen. In der Nacht zum 11. Juni 2003 einigten sich beide Verhandlungsparteien auch über den Manteltarifvertrag, nachdem sie bereits Ende Mai einen Entgelt- und Entgeltrahmentarifvertrag paraphiert hatten. Kernstück dieses Mantels ist ein flexibles Jahresarbeitszeitkonto, das den Besonderheiten der Zeitarbeitsbranche Rechnung trägt. Auch Flexibilitätszuschläge wurden vereinbart. Darüber hinaus wird Teilzeit in der Zeitarbeit attraktiver...." BZA-Pressemitteilung vom 11.06.2003 externer Link (Word-Datei)
  • Sommer: "Tarifabschluss mit Zeitarbeitgebern ein Erfolg für Arbeitnehmer". "Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer begrüßt das heute zwischen der Tarifgemeinschaft der DGB-Gewerkschaften und dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) abgeschlossene Tarifwerk. "Die Verhandlungen wurden hart und zugleich konstruktiv geführt. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben wieder einmal bewiesen, dass Löhne, Gehälter und Arbeitsbedingungen am besten ohne Eingriff des Gesetzgebers verhandelt werden...." DGB-Pressemitteilung 167 vom 11.06.2003 externer Link
  • Preisanstieg in der Zeitarbeit geringer als erwartet / Randstad Deutschland zufrieden mit Tarifwerk von BZA und DGB. "Randstad Deutschland ist mit der heute in den frühen Morgenstunden von der Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und dem Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA) erzielten offiziellen Einigung über einen Manteltarifvertrag für die Zeitarbeit zufrieden. Nachdem vor rund einer Woche bereits der Entgelttarifvertrag unterzeichnet worden war, rechnet Heide Franken, Geschäftsführerin des größten deutschen Personaldienstleisters, mit einem moderaten Preisanstieg für die Dienstleistung von Randstad: "Insgesamt bedeutet das Tarifwerk eine geringere Verteuerung der Zeitarbeit als zunächst viele befürchtet haben. Wir rechnen für unser Unternehmen im Durchschnitt aller Qualifikationen mit einem Preisanstieg im einstelligen Prozent-Bereich."..." ots-Meldung vom 11. Juni 2003 externer Link
  • Leiharbeits-Tarif des DGB. "»Der DGB-Tarif ist eine extreme Schweinerei - 'Equal Treatment' ist völlig vom Tisch« War das erste Verhandlungsergebnis vom Februar 2003 bereits eine Unverschämtheit, ist der nun endgültige Leiharbeits-Tarifvertrag zwischen DGB und BZA ein ungeheuerlicher Schlag in's Gesicht der Erwerbslosen. Der DGB behauptet, dass er niedrigere Löhne für Langzeitarbeitslose abgewehrt habe. Genau das Gegenteil ist der Fall, da aus ehemals 5 Entgeltgruppen einfach 9 gemacht wurden!..." Kommentar der FAU vom 29.5.03 externer Link

DGB - BZA. Der Tarifvertrag gilt ab 1. Januar 2004 und läuft bis zum 31. Dezember 2007. Erklärungsfrist: bis 8. Juli 2003. Siehe dazu Links zum Vertragswerk bei BZA

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