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Berlin: Solidarität muss praktisch werden!

Die Sektion Hartz IV-Komplex der Berliner Freien Arbeiter*innen Union hat ein Spendenkonto zur Untrstützung einer Aktivistin eingerichtet, der das Berliner Jobcenter die Bezüge zu 100% gestrichen hat. Jede Sanktion durch Jobcenter ist existenzbedrohend und soll in mehrfacher Hinsicht disziplinierend wirken. Beides, die existenzbedrohende Situation ebenso wie der disziplinarische Effekt, soll durch das Spendenkonto abgewährt werden.
"Leider" gibts aber schon jetzt ein Update: Gerade hat uns die Nachricht erreicht, dass das Landessozialgericht das Jobcenter verurteilt hat, der Sanktionierten Geld auszuzahlen :). Damit ist die Soliaktion für Christel T. vorerst erledigt ("die nächsten sanktionen kommen bestimmt"). Wenn das Konzept weiter ausgebaut ist, werden wir das ausführlicher vorstellen. Also bitte vorerst nicht mehr spenden. Das war für uns jetzt auch sehr überraschend, dass sich das mit dem Aufruf und dem Urteil des Sozialgerichts so kurfristig überschnitten hat. Die Gelder sollen natürlich weiter im Sinne eines Sanktionsfonds verwaltet werden und können später, wenn die Kampagne stehen sollte, wieder verwendet werden. Danke nochmal an alle Spender_innen! :) 


Solidartät muss praktisch werden:

Allgemeines Syndikat Berlin
Konto bei der MBS Potsdam
IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11
Kennwort: “Weg mit Sanktionen!”

Lest bitte auch was "Christel" selbst auf ihrem Blog zum Thema schreibt:

"Sanktionen behindern den Kampf gegen Sanktionen. Früher konnte ich mir aus dem Regelsatz mal ein BVG-Ticket kaufen, Kopien für die Rechtsstreitigkeiten finanzieren oder mal Batterien fürs Megafon bei Aktionen.
Seit ich voll sanktioniert bin, geht das alles nicht mehr, und ich muß schon bei winzigen Summen sehen, wo ich’s herkriege.
Daneben dauernd checken, wo ich mich durchfressen kann etc.
Das ist ein enormes Handicap für die mittlerweile knapp 20 Gerichtsverfahren, die politischen Aktivitäten gegen Sanktionen, und für das Überleben, was dafür ja auch irgendwie ne Voraussetzung ist.

Deswegen hat die FAU Berlin die Möglichkeit eingerichtet, zur Unterstützung meines weiteren Vorgehens gegen Sanktionen Geld auf ein Konto zu überweisen. Von diesem Geld bekomme ich darlehensweise etwas für meinen Lebensunterhalt während der Sanktionen.
Wenn ich gerichtlich durchgesetzt habe, daß das Jobcenter mir die Leistung nachzahlen muß, bezahle ich die Darlehen natürlich zurück. Danach kann das Geld erneut als Darlehen gegen Sanktionen eingesetzt werden.

Bitte spendet also unter dem Kennwort “Weg mit Sanktionen!”

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