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Bald eine ASJ in Bielefeld?

Der folgende Text ist eigentlich das Gegenteil dessen, was uns vorschwebte. Nein, kein „Grundsatzpapier“ wollten wir schreiben, sondern viele kleine Texte, die unsere jeweils persönlichen Beweggründe darlegen, wegen welcher wir uns entschieden haben die Gründung einer Anarcho-Syndikalistischen Jugend in Bielefeld anzustoßen. Jene finden sich hoffentlich bald auf unserer Internetseite. Deshalb ist dieser Text nicht als „repräsentatives“ Statement der ASJ zu lesen, sondern nur ein Vorverständnis und eine Hoffnung. Ein Traum, der nach dem Aufwachen noch durch das Gedächtnis schwebt. Gleichzeitig eine Ahnung, die wir Anstoßenden glauben zu teilen, mit der wir in den Prozess der Gründung hineingehen, ohne gleichzeitig diese Ahnung als unverrückbar darzustellen.

Es gibt so einiges in dieser Welt und Gesellschaft, das es für uns reizvoll macht zu träumen, statt zu wachen. Doch Schlafwandeln ist nicht so unser Ding, denn wir sind wütend. Die Hoffnungslosigkeit haben wir grundlegend satt. Unser Alltag scheint uns nicht das einzige Mittel zu sein die Welt zu verändern, die Notwendigkeit uns revolutionär (was auch immer das nun wieder heißt…) zu organisieren und zu handeln drängt sich uns auf. Gemessen werden wollen wir an unseren letztendlichen Handlungen, nicht an dem was wir vorgeben zu sein. Dabei sind wir auch daran interessiert Gleichgesinnte zu finden, die unseren Traum vom freien Menschen irgendwann einmal geträumt haben oder möglicherweise auch erst träumen werden, vielleicht in anderen Farben, vielleicht hat ihr Traum einen anderen Namen, wir aber wollen die Fühler ausstrecken und Solidaritäten ertasten.

Der Anarcho-Syndikalismus ist deshalb für uns eine Tradition und kein Dogma. Ganz ehrlich: Während wir auf Lohnarbeit nur so warten und uns dressieren (lassen) diese einmal adäquat auszufüllen, entspricht diese nicht unserer aktuellen Realität. Eine Gewerkschaft im herkömmlichen Sinne ist deshalb nicht unser wesentlicher Bezugspunkt. Wohl aber eine Organisierung in Syndikaten im weiteren Sinne, deren innere Struktur eine (freie) Schule für eine freie Gesellschaft sein kann, wenn in ihren Mitteln und Wegen das Ziel enthalten ist. Und sollte dann doch einmal die Revolution vorbeischauen, dann haben wir wenigstens eine Ahnung wie wir weitermachen wollen. Bis dahin können wir uns auch hier an die Arbeit machen und die Verhältnisse schöner klingen lassen, damit wir besser tanzen können.


Wir wollen uns keinen Repressionen beugen, sondern offen und trotzdem kämpferisch sein. Wir meinen es ernst. Denn wir fühlen uns ganz unwohl in einer gesellschaftlichen Ordnung in der wir Fremdbestimmung und Zwang erfahren und auch selber reproduzieren (wir erachten diese übrigens auch nicht als sinnvoll). Am liebsten wären wir selbstbestimmte Individuen, in der Form unseres Zusammenlebens und im solidarischen Wirtschaften, anstatt in Konkurrenz zu stehen. Leider stehen dem einige Dinge und Verhaltensweisen in uns und außerhalb von uns entgegen.


Verbreitet die Informationen über das Treffen und kommt dazu, diskutiert mit, bringt euch ein und nehmt teil!

ASJ Gründungstreffen | Dienstag | 12.04.11 | 19.30 Uhr | Raum 104 – Bürgerwache am Siegfriedsplatz

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