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Anarchist besprüht Capitol - 10 Jahre Knast & 20.000$ Strafe?

Nachtrag: Am 16.01.2009 berichteten wir das der Anarchist und MMA Kämpfer (Free Fight-Liga) wegen besprühens des Capitols angeklagt ist. Im Juni/Juli des gleichen Jahres wurde er zu 90 Tagen Haft und einer Geldstrafe verurteilt.
Anarchist besprüht Capitol - 10 Jahre Knast & 20.000$ Strafe?

Jeff Monson (* 18. Januar 1971) ist ein Anarchist und Kampfsportler aus Olympia, Washington.

MMA fighter Jeff Monson, AKA The Snowman, has pleaded guilty to malicious mischief.

The 38-year-old spray painted an anarchist symbol on the Washington state capitol, a bone head move by all accounts.

After entering a plea, Monson will likely serve a 90-day jail sentence and pay $21K in restitution.

Is it just me, or have you noticed that athletes that commit crimes against people have received less jail time than those that commit victimless crimes. Gotta love USA justice.

Anarchy in the MMA:Fighter pleads guilty(AP via FOXSports.com)

jeff_monson


Der amerikanische MMA Kaempfer ("Free Fighter") und anarchistische Aktivist Jeff Monson ist angeklagt wegen bespruehen des Capitols in Washington. Falls er verurteilt werden sollte stehen fuer diesen nach US-Gesetzgebung "first-degree malicious mischief" eine Strafe von 10 Jahren Gefaengnis und bis zu 20.000$ in Aussicht.

Er wurde bei dem Spruehen eines Anarchie-Zeichens von Ueberwachungskameras gefilmt und hat seine "Tat" dem US-Sportmagazin ESPN und der Tageszeitung "The Olympian" bestaetigt. Er sagte auch das er sich in den kommenden tagen der Justiz stellen wird.

In dem Artikel von ESPN wurde ein Foto abgedruckt welches Jeff Monson vor dem besagten Anarchie Zeichens zeigt, inklusive einer Spruehdose in seiner Hand.

Telefonisch bestaetigte Monson heute alle Vorwuerfe und sagte er tat es aus Protest gegen die soziale Ungleichheit in Amerika und anderswo sowie aus Protest gegen den Irak Krieg.

Er sagte er sei gerade aus Nicaragua zurueck wo er die schlimmste Armut sah, die schlimmste mit seinen eigenen Augen. Er sagte seine Internationalen Reisen oeffneten ihm die Augen fuer die weltweite Armut.

"Es geht nur um Konsum. Wir wollen billige TV's, wir wollen billige Kleidung, wir wollen billige Nike's. Wir beuten diese Menschen aus."

Jeff Monson konnte 2008 drei von vier MMA (Free Fight) Kaempfen gewinnen und gehoert trotz seiner 38 Jahren noch immer zur Top-Spitze des MMA Sports. 2007 wurde er noch Weltmeister im Submission Grappling (Aufgaberingen).

Am 23. Mai 2006 beteiligte sich Monson an einer Blockade des Olympia Hafens durch Anti-Kriegs AktivistInnen. Diese wollten das Einladen von Militärfahrzeugen verhindern. Bis auf Monson und eine weitere Person wurde die Blockade geräumt. Die Polizei musste nach einer Stunde die Fahrzeuge schließlich umleiten. Jeff erklärte der Polizei: Wenn ihr versucht mich festzunehmen, werde ich Widerstand leisten.1


Ausfürliche Informationen zur Person:  http://en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Monson

Offizielle Jeff Monson Site


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   1. ↑ http://community.livejournal.com/anarchists/1812280.html

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Monson: ‘I’d Do It Again’
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Monson: ‘I’d Do It Again’
Thursday, January 15, 2009
by Loretta Hunt (lhunt@sherdog.com)

15782
Former UFC heavyweight contender and professed anarchist Jeff Monson is now a wanted man in Washington state, but he doesn’t regret the spray-painted message he left on the state Capitol building denouncing the war in Iraq.

The Olympia native has been charged with first-degree malicious mischief, a felony carrying a maximum penalty of 10 years in prison and a $20,000 fine, according to The Olympian, which reported the story first on Wednesday.

A warrant for Monson’s arrest was issued on Wednesday after the state spent $19,000 to remove the graffiti, said The Olympian.

Monson, 37, told Sherdog.com on Thursday that he’d spray-painted the peace sign, the anarchy symbol, and the phrases “No war” and “No poverty” on multiple columns of the building on Nov. 26.

Monson, who is currently out of state on personal business, said he will convene with his lawyer on Thursday to coordinate turning himself into authorities. Monson expects to be released on his own recognizance. He said he plans to fight the charge and will not serve any jail time.

Monson said he’d planned the protest with “anarchist friends” on Nov. 26, but proceeded alone when they didn’t arrive. An ESPN photographer and writer, who were profiling the outspoken political proponent, documented the act, which appeared in a snapshot accompanying the article in the Dec. 29 issue of ESPN The Magazine.

At the time, Monson admits he wasn’t thinking of what repercussions his actions might cause.

“After [the picture] was taken I did,” said Monson. “We didn’t plan on taking it during the photo shoot or anything like that. That [ESPN] guy was with me for two straight days, and it just kind of happened.”

Monson -- who said he’s attended protests, been tear gassed, detained and arrested for his beliefs in the past -- was initially disappointed by the lack of media coverage his act had drawn.

“It sounded like a bunch of kids vandalized it,” he said of the abbreviated stories written about the incident.

Monson believes the issues should resonate with adults though.

“I feel totally justified in what I did,” Monson told Sherdog.com. “I just wanted people to know that there’s an illegal war going on right now and we’re four years and running. People are dying. There’s 800,000 Iraqis dead and we don’t seem to realize it.”

Monson contends that the money used to fund the war could be better used stateside to tackle poverty.

“When we talk about the economic problems we have in this country right now and we’re spending over a billion dollars a week on this war? Wow. There you go,” he said.

A world grappling champion many times over and a member of the formidable American Top Team, Monson (27-8) bested former UFC champion Ricco Rodriguez by unanimous decision on Dec. 13 at a Mixed Fighting Alliance event in Miami. He had vied unsuccessfully for the heavyweight title against Tim Sylvia at UFC 65 in November 2006.

Monson -- who dons anarchy-inspired tattoos on his chest, back and leg -- isn’t worried that the added attention will hinder his fighting career, which could include a bout in World Victory Road’s next “Sengoku” installment this March in Japan.

“I think it will help,” said Monson. “It might hurt sponsorship, but when you have a show, you have someone that is well known. I think you have to do something really bad, like molest a kid or something really, really terrible for them not to want you. I believe in what I did. I would do it again.”




Interview mit Jeff vom 11.01.2006:
Quelle: http://www.groundandpound.de/interviews/deutsch/jeff-monson-exklusiv-interview.html

"Die Verfassung ist nur ein Stück Papier!"

Auf den ersten Blick erfüllt Jeff Monson jedes Klischee, das man von einem Profikämpfer hat: Der 35jährige ist ungemein bullig, hat einen kahlgeschorenen Schädel, ist am ganzen Körper tätowiert und hat meist einen grimmigen Gesichtsausdruck. Lernt man den Ausnahme-Bodenkämpfer aus Olympia im US-Bundesstaat Washington jedoch genauer kennen, stellt man schnell fest, daß man einen intelligenten Mann vor sich hat,
der auch dazu in der Lage ist, über den Käfigrand hinauszuschauen.

Image

Ground & Pound's Tim Leidecker sprach mit dem kontroversen Abu Dhabi Gewinner über die politischen und gesellschaftlichen Probleme in den USA, sowie seinen anstehenden Kampf gegen Branden Lee Hinkle bei UFC 57.

Ground & Pound: Um gleich zu Beginn mit sämtlichen Vorurteilen aufzuräumen: Was sind sie denn nun wirklich, Herr Monson? Anarchist, Kommunist, Terrorist?

Jeff Monson: Ich bin Anarchist; jemand der es anstrebt, alle Arten von hierarchischer Klassenteilung und den Organisationen, die diese Ungleichheit fördern, abzuschaffen.

GnP: Wie lange kann Amerika George W. Bush noch ertragen?

JM: Die traurige Wahrheit ist: Solange die Medien noch von denen, die jetzt an der Macht sind, kontrolliert werden, solange wird auch die Öffentlichkeit mit Propaganda und Fehlinformationenen "gefüttert". Folglich ist es natürlich auch sehr schwer, daß sich daran etwas ändert. Bush würde wahrscheinlich sogar noch ein drittes Mal gewählt werden, wenn das Gesetz es erlauben würde.

GnP: Kannst du dir vorstellen, daß das Ergebnis der Wahl 2000 oder 2004 möglicherweise gefälscht wurde?

JM: Mich würde zwar nichts überraschen, aber ein Verschwörungstheoretiker bin ich nicht. Ich muß Fakten sehen, bevor ich von etwas überzeugt bin. Bush hat sich zwar die Wahl im Jahr 2000 erschlichen, allerdings nicht durch offensichtlichen Stimmzettelbetrug. Monate vor der Wahl hat sein Bruder Jeb in Florida ein Gesetz erlassen, welches es ehemaligen Gesetzesbrechern verboten hat, zu wählen. Die Wahlbeamten haben dann allerdings gepfuscht und Tausende von Einwohnern, die noch nie in ihrem Leben eine Straftat begangen hatten, wurden ebenfalls von der Wahl ausgeschlossen. Dieser Fehler wurde später korrigiert und den Bürgern ihr Wahlrecht zurückgegeben... nach der Wahl! Über 80% der 47,000 Bürger, die von diesem "Irrtum" betroffen waren, sind Schwarze; Wähler die besonders in den Südstaaten traditionell die Demokraten wählen.

GnP: Mißbrauchen die Republikaner die Religiösität der US-Bürger, um ein besseres Wahlergebnis zu erzielen?

JM: Es ist ja offensichtlich, daß die Republikaner versuchen ihre "christlichen" Wertvorstellungen den Amerikanern und auch dem Rest der Welt aufzuzwingen. Allerdings halte ich das mehr für eine Taktik um gewisse Handlungen zu rechtfertigen, denn um Stimmen zu sammeln.

GnP: Glaubst du, daß man den Irak-Krieg nicht nur als Streben nach Öl, sondern auch als religiösen Kreuzzug interpretieren könnte?

JM: Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Bush und seine Spießgesellen begehen all diese Greueltaten, da ist es doch unfaßbar zu glauben, man würde im Namen Gottes handeln. Wenn man seine eigenen Staatsbürger für wirtschaftlichen Profit in den Tod schickt, zwielichtige Geschäfte mit Diktatoren macht, die man öffentlich verurteilt, Umweltschutz-Verordnungen beseitigt und die Unterstützung für die Armen und psychisch Kranken abschafft, ist es schwer, das im Namen des Christentums zu rechtfertigen.

GnP: Haben Teile der US-Medien durch fiktive Terrorismusberichte eine Massenhysterie geschürt?

JM: Die Medien sind nur eine gewaltige Propagandamaschine, die Worte ausspuckt, die ihnen die Regierung in den Mund gelegt hat, um die Aufmerksamkeit der dumpfen Massen zu bekommen: "Massenvernichtungsmittel", "Terroristen", "Aufständler", "Demokratie". Wenn ich in Japan bin, haben sie dort internationale Zeitungen in den Hotels und es ist einfach jedes Mal wieder aufs Neue schockierend, den Unterschied zwischen unvoreingenommener Berichterstattung und dem, was wir hier in den USA haben, zu sehen.

GnP: Was hältst du von Projekten wie "Rock against Bush"? Denkst du, das sind legitime Ansätze den Menschen die Augen zu öffnen, oder nur der Versuch eine politisch-kontroverse Meinung kommerziell auszubeuten?

JM: Ich bin schon der Ansicht, daß solche Projekte gute Absichten haben. Es ist einfach nur wichtig, das Ziel im Blick zu behalten. Ist es die Menschen zu bilden oder Geld zu machen? Am Ende müssen diejenigen, die die Projekte auf den Weg bringen, entscheiden, was wichtig für sie ist.

GnP: Durch deinen Beruf als Kämpfer konntest du schon große Teile der USA, sowie andere Länder wie Brasilien, England oder die Vereinigten Arabischen Emirate bereisen. Ist nach deinen Erfahrungen und Erlebnissen geurteilt, das "Projekt Multikulturalismus" in den USA stärker gescheitert als anderswo?

JM: Was ich durch meine Reisen für mich herausgefunden habe, ist daß die Menschen wirklich immer ein Produkt ihrer Umgebung sind. Armut, Korruption und der Mangel an Freiheit erzeugen Unzufriedenheit. Die Ungleichheit der Bevölkerungsschichten gießt Öl ins Feuer dieser Unzufriedenheit. Es gibt ein altes Sprichwort: "Geld ist die Wurzel allen Übels"; in Wirklichkeit ist es aber die Uniformitätslosigkeit der Klassen, die es den meisten Menschen unmöglich macht, ihre eigenen potentiellen Fähigkeiten zu entwickeln. Das ist meiner Meinung nach die Basis des menschlichen Elends.

GnP: Die erste Abänderung der US-Verfassung verspricht jedem Bürger die Redefreiheit. Auf der anderen Seite bekommst gerade du eine Menge Anfeindungen aus großen Teilen der MMA-Gemeinde für deine meist nicht konforme Meinung. Wie gehst du persönlich damit um und glaubst du, daß viele Menschen diesen Teil der "Bill of Rights" vielleicht sogar schon vergessen haben?

JM: Die Verfassung ist nur ein Stück Papier, das immer dann verändert oder ignoriert wird, wenn es den zum jeweiligen Zeitpunkt Herrschenden zu unbequem wird, oder sie andere Pläne haben. Das ist so geschehen, seitdem die Verfassung entworfen wurde. Ein weiterer Beweis dafür war, als der Kongress dem Präsidenten das Recht Krieg zu erklären überschrieben und damit direkt gegen die Verfassung verstoßen hat. Was jedoch mir und allen Anarchisten noch viel wichtiger ist: Wie kann ein anderer Mensch oder ein Dokument mir meine Rechte geben? Wer nimmt sich das Recht, mir zu sagen, was meine Rechte sind? Die Verfassung garantiert mir meine Redefreiheit, weil irgendeine Gruppe von reichen, weißen Großgrundbesitzern vor zweihundert Jahren beschlossen hat, sie würden mir aus ihrer guten Gnade dieses Recht gewähren? Die Unabhängigkeitserklärung legt fest, daß alle Manschen gleich sind. Wenn man das glauben soll, wie kann dann ein Mann die Rechte eines Anderen festlegen? Auf Grund dessen wird die USA auch als das Land der Heuchelei, der Falschheit und der Doppelzüngigkeit angesehen.

GnP: Wie vereinst du die allgemeine pazifistische Haltung der Anarchisten mit deinem Leben und Beruf als Kämpfer?

JM: Nicht alle Anarchisten sind automatisch Pazifisten. Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, welchen Weg der Widerstand gegen die Unterdrückung gehen sollte. Mit meiner Karriere als Kämpfer kann man es nicht wirklich vergleichen, da es ein Beruf und die "Gewalt" nur auf den Wettkampf begrenzt ist.

GnP: Bei UFC 57 in knapp vier Wochen triffst du auf Branden Lee Hinkle aus Mark Colemans Mannschaft. Obwohl er noch nie einen Kämpfer von deinem Kaliber zur Aufgabe gezwungen hat, müssen wir befürchten, daß du dann von einem körperlich überlegenen Gegner am Boden gehalten und kontrolliert wirst?

JM: Er ist ein herausragender Ringer, das ist sicher. Außerdem weiß ich, daß er auch sehr kräftig ist. Deshalb möchte ich den Kampf so viel wie möglich im Stehen austragen, um meine boxerischen Fähigkeiten zur Geltung zu bringen.

GnP: Es gibt Insider in den USA, die behaupten, der Kampf wäre nur deshalb angesetzt worden, weil Hinkle der Weltmeister in der WEF ist, die dem politisch rechts einzuordnenden Joe Krantz gehört. Glaubst du, daß sich die UFC dieser politischen Brisanz bewußt gewesen ist und absichtlich darauf gesetzt hat?

JM: Um ehrlich zu sein wußte ich noch nicht einmal, daß er diesen Titel hat und kenne mich mit der WEF auch nicht aus.

GnP: Wie würde dein Schlachtplan gegen Andrei Arlovski aussehen?

JM: Ich glaube, daß ich ein ähnlich kompletter Kämpfer bin wie er. Deshalb würde ich sowohl im Stehen, als auch am Boden meine Chance gegen ihn suchen. Trotzdem weiß ich, daß er gefährlich ist und respektiere auch definitiv seine Fähigkeiten.

GnP: Bist du enttäuscht darüber, daß du noch nie die Gelegenheit hattest, dein Können in Japan zu zeigen? Sollte der beste Grappler im Schwergewicht nicht eigentlich auch am PRIDE Heavyweight Grand Prix teilnehmen?

JM: Ja, das ist schon lange überfällig, aber leider kann ich diese Entscheidung nicht alleine treffen. Trotzdem habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, vielleicht klappt es ja in diesem Jahr.

GnP: Hast du zum Schluß noch eine Nachricht an deine Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

JM: Ich weiß eure Unterstützung wirklich zu schätzen! Ich werde im Frühjahr einige Grappling- und MMA-Seminare geben und dann komme ich auch auf jeden Fall nach Deutschland. Nochmals vielen Dank!



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