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„Studententag“ mit Pyrotechnik in Kiew

Kiewer Studenten begingen den Feiertag am 17. November mit einer Protestaktion. „Studententag. Break the Wall“ – damit protestierten sie gegen das repressive Bildungssystem und solidarisierten sich mit ihren Kollegen aus Österreich und Deutschland, die über 70 Universitäten besetzt haben. Mitglieder der unabhängigen Studentengewerkschaft „Priama Dija“ führten vor dem Roten Gebäude der Schewtschenko-Universität eine Performance durch, welche die Überwindung des bestehenden Bildungssystems symbolisierte.



Der Reihe nach begaben sich die Studenten hinter einen schwarzen Vorhang, welcher die Aufschrift „Bildungssystem“ trug. Diesen verließen sie wieder – in einheitliche Robotermasken gekleidet und mit künstlichen Diplomen versehen. Einige Minuten später stiegen über dem Vorhang Rauchschwaden auf und Böller explodierten. Dann stürzte die symbolische Wand des repressiven Bildungssystems ein. Zwei dutzend Studenten entledigten sich ihrer Masken und spannten ein Transparent mit der Aufschrift „Studentische Solidarität“ auf.


Die Gewerkschafter meinen, dass die gegenwärtige Ausbildung den Studenten stereotypes Denken, Konformismus und den Geist der Konkurrenz untereinander vermittelt. Im Gegenzug dazu soll eine freie Ausbildung gegenseitige Solidarität und die Fähigkeit etwas in Frage zu stellen lehren, unterstrichen die Protestierenden.

„Während in der Ukraine erst damit begonnen wird das Bologna-System einzuführen, haben Studenten und Professoren Europas bereits einen kompromißlosen Kampf mit demselben begonnen. In Österreich und Deutschland sind über 70 Universitäten besetzt und heute finden dort Kundgebungen mit hunderttausenden Beteiligten statt. Den Aktionen haben sich auch Schüler angeschlossen, die in Griechenland bereits begonnen haben Schulen zu besetzen.“

Zum Zeichen der Solidarität mit ihren europäischen Kollegen wurden von den Studenten Plakate gehalten, mit Aufrufen die Proteste in Österreich, Deutschland und Griechenland zu unterstützen.

Die Gewerkschafter der „Priama Dija“ erinnerten auch daran, dass der Internationale  Studententag im Andenken an die Prager Studenten und Professoren begangen wird, die während einer Protestdemonstration von Nazis erschossen wurden.

„In einer Situation völliger Entrechtung, haben Studenten nichts zu feiern!“ – betonten Teilnehmer der Aktion. Ihrer Meinung nach, muss der Tag des Studenten in der Ukraine seine ursprüngliche Bedeutung wiedererlangen – als ein Tag des Kampfes für studentische Rechte.

weiter Infos und weiteren Fotos hier: http://www.direct-action.org.ua/?fn_mode=fullnews&fn_id=114

Via Syndikalismus.tk

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