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1. Mai - (Nach-)Betrachtungen [aktualisiert am 03.05.2010]

Dieses Jahr startete die FAU-IAA schon mit dem Workers Memorial Day (28.04.2010) in die aktivitäten in und zum ersten Mai. Am 30. April gab es dann in Frankfurt im Rahmen der Kampagne "Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft" eine vorabendliche Demonstration mit anschließender Feier.....

News - 01.05.10 von fauffm3

Sozialrevolutionäre Vorabenddemonstration zum 1. Mai in Frankfurt/M




Mehr als 1.000 Menschen nahmen am Vorabend des 1. Mai an einer Demonstration für die Abschaffung des Kapitalismus und der Lohnarbeit quer durch die Frankfurter Innenstadt teil. Aufgerufen hatte das sozialrevolutionäre und antinationale Krisenbündnis Frankfurt unter dem Motto „Endlich wird die Arbeit knapp! Kapitalismus abwracken! Gegen Lohnarbeit, Leistungsterror und Konkurrenz!“.

Als Ort der Auftaktkundgebung hatten die VeranstalterInnen den Stadtteil Gallus gewählt. Hier kam 1985 im Verlauf einer Gegendemonstration anlässlich einer NPD Versammlung im Haus Gallus Günther Sare ums Leben, nachdem er während einer Hetzjagd der Polizei auf die DemonstrantInnen von einem Wasserwerfer überfahren worden war.

Ein Zeitzeuge berichtete über das Ereignis, bevor in Redebeiträgen der Gruppe Dissident aus Marburg und der FAU Frankfurt zum eigentlichen Thema der Demonstration übergegangen wurde. Um 19.30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug bei bester Stimmung Richtung Frankfurter Innenstadt in Bewegung.

Mit Parolen wie „100 Jahre DGB tun dem Kapital nicht weh“, „Nie, nie wieder Lohnarbeit“ und „Für Billiglohn und Zwangsarbeit haben wir keine Zeit“ wurde das Anliegen der DemonstrantInnen lautstark untermalt. Nach einer Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof, in deren Verlauf unter anderem auf den Zusammenhang von Kapitalismus, Staat und Nationalismus eingegangen wurde, gelangten die TeilnehmerInnen schließlich gegen 21.45 Uhr zum Ort der Abschlusskundgebung. Nach weiteren Beiträgen der Anarcho-Syndikalistischen Jugend Göttingen und der Campus Antifa ließen die Veranstalterinnen den Abend mit Musik ausklingen.

Positiv überrascht waren die OrganisatorInnen über die von der Polizei geübte Zurückhaltung. „Zwar sei das Aufgebot der Polizei auch bei dieser Veranstaltung eher als unverhältnismäßig zu bewerten, allerdings nähme man die Bemühungen der Staatsgewalt, sich deeskalitv zu verhalten durchaus positiv wahr. Immerhin sei es so möglich, die Inhalte der Demonstration nach außen zu tragen und durch Transparente sichtbar zu machen.“ Dies sei, so Hertha Barwich, bei vergangen Demonstrationen in Frankfurt zu ähnlichen Inhalten, auf Grund der kesselartigen Seitenbegleitung der Aufzüge durch Uniformierte zuletzt immer weniger der Fall gewesen.

1000 Menschen auf dem Euro-Mayday in Dortmund

FAU Moers 02.05.2010 13:21 Themen: Soziale Kämpfe
Rund 1.000 Menschen beteiligten sich am ersten Euro-Mayday im Ruhrgebiet. Aufgerufen hatten verschienede soziokulturelle Initiativen aus dem Ruhrgebiet, mehrere Ortsgruppen der FAU aus der Region, die Gruppen der ASJ aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland, die AG kritische Kulturhauptstadt, labournet.de, der Antifa AK Köln und andere Gruppen und Initiativen. Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Beteiligung lag auf dem Thema „Leiharbeit abschaffen“. Das Interesse bei den BewohnerInnen der Dortmunder Nordstadt war so groß, dass uns viel zu schnell die Flugblätter ausgingen.
Der Euro-Mayday in Dortmund war eine ziemlich bunte Veranstaltung. Viele Leute hatten sich Aktionsformen ausgedacht, die für Demonstrationen im Ruhrgebiet eher ungewöhnlich sind. Eine Flüchtlingsini lief im Korsett eines Bootes mit, Super-HeldInnen cruisten durch die Menge. An der ARGE und anderen Orten der Repression gegen die Klasse, hagelte es schwarze Schwämme. Je nachdem, in welchem Teil des Zuges man sich befand, war der Charakter des Zuges unterschiedlich. An einer Stelle hämmerten Beats unterbrochen mit kurzen Interviews mit den beteiligten Initiativen. So gab es z.B. eines zu „Leiharbeit abschaffen“. Die Anarchistisch-Syndikalistische Jugend (ASJ) hatte zusammen mit dem Antifa-AK Köln einen eigenen Lautsprecher-Wagen am Start, um den herum sich mehrere hundert Leute eingereit hatten. Hier gab es mehrere längere Redebeiträge unter anderem mit der Forderung danach, dem System von Ausbeutung und Lohnarbeit ein Ende zu setzen. Ein weiterer Beitrag drehte sich um den Zusammenhang von Bildung und die Unterwerfung unter die herrschende kapitalistische Norm.

Im schwarz-roten Teil des Euro-Mayday wurden auch immer wieder Parolen skandiert oder der Versuch unternommen, mal selbst etwas zu singen. „Niedriglohn, Leiharbeit - dafür haben wir keine Zeit“ war häufig zu hören, ebenso wie „der Staat ist Verrat - hoch das Syndikat!“ Und passend zum Tarifabschluss der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit mit der iGZ am Vorabend des 1. Mai: „Rücken krumm. Taschen leer. DGB danke sehr!“.

Die Route des Euro-Mayday lag komplett in der Dortmunder Nordstadt. In diesem traditionellen Arbeiterstadtteil leben viele Menschen mit und ohne deutschen Pass, die sich durch Leiharbeit und andere Formen der Ausbeutung am untersten Ende der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie über Wasser halten müssen. Die beteiligten FAU-Gruppen hatten deshalb beschlossen, das Thema Leiharbeit besonders hervorzuheben. Etliche von uns hatten sich mit weißen Masken, und schwarz-weißen Klamotten ausstaffiert und Preisschilder umgehängt, so dass wir an die Charaktere aus dem Logo von leiharbeit-abschaffen.de erinnerten. Einige von uns trugen Schilder mit der Forderung nach Abschaffung der Leiharbeit, andere verteilten mehr als 1.000 Flugblättern, an die meist sehr interessierten Leute aus der Nordstadt. Dabei hatten wir ganz offensichtlich das Interesse falsch eingeschätzt - noch bevor wir die Abschlusskundgebung erreichten, waren uns die Flugblätter ausgegangen.

Alles in allem würden wir diese ersten Euro-Mayday als Erfolg bewerten. Die bunte Mischung hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass sehr viele Menschen traubenweise in den Fenster hingen (und an einer Stelle eine schwarz-rote Fahne aus dem Fenster hing ;-), stehen geblieben sind und zugehört haben, angefangen haben mit den Flugblatt-VerteilerInnen zu diskutieren. Das haben wir bei anderen Anlässen auch schon ganz anders erlebt. Bisweilen hätten wir uns aber auch weniger Beats und dafür mehr akustische Eigeninitiative und etwas mehr inhaltliche Vermittlung gewünscht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.


500 auf revolutionärer 1.Mai-Demonstration in Stuttgart – Brutale Angriffe der Polizei

1. Mai 2010
by syndikalismus


Die FAU Stuttgart hatte zur Teilnahme an der Revolutionären 1.Mai Demonstration in Stuttgart aufgerufen. Die Polizei ging dort mit großer Brutalität gegen Demonstranten vor. Wir geben hier den Kurz-Bericht der FAU Stuttgart wieder sowie den Erlebnisbericht eines Teilnehmers mit dem Pseudonym Peter Pan, welcher heute auf Indymedia erschienen ist

FAU Stuttgart: 1. Mai in Stuttgart – kurze Nachbetrachtung im „Ticker“-Format

*** ca. 500 Menschen auf Revolutionärer Mai-Demo *** Polizei setzt zu Beginn wegen eines scheinbar zu langen Fronttransparentes massiv Pfefferspray und Schlagstöcke ein *** mindestens 10 Verletzte *** Demonstration wird durchgängig abgefilmt *** BFE provoziert vermummt *** Während einer Zwischenkundgebung wird ein Jugendlicher vom leider ungeschützten Lautsprecherwagen durch BFE in Gewahrsam genommen *** Nach der Abschlusskundgebung werden die abziehenden Demoteilnehmer erneut von BFE-Trupps und von Regulären angegriffen *** Eine weitere Ingewahrsamnahme *** Anschließendes Fest im Generationenhaus verläuft ruhig, Polizei zieht sich zurück *** Peter Grohmann tritt auf, eine HipHop-Combo, es gibt VoKü und ausklingend schließlich gute Laune.

Übernommen von der Homepage der FAU Stuttgart


Wuppertal:


http://media.de.indymedia.org/images/2010/05/279740.jpg

Köln: Sozialrevolutionärer Erster Mai

Autor/in 02.05.2010 00:46 Themen: Blogwire Soziale Kämpfe
Ein kleiner sozialrevolutionärer "Block" auf der DGB-Demo in Köln...
An der DGB-Bündnisdemo zum Ersten Mai 2010 beteiligten sich auch dieses Jahr das Anarchosyndikat Köln/Bonn und das Anarchistische Forum Köln. Gemeinsam mit Mitgliedern der FAU-IAA, der IWW und Erwerbsloseninitiativen zogen sie vom Hans-Böckler-Platz zum Heumarkt.

Auf der Demo und der Abschlusskundgebung wurde Kritik an der reformistischen Sozialpartnerschaft des DGB geäußert und Position gegen Leiharbeit, Niedriglöhne und Ein-Euro-Jobs bezogen. Im Anschluss beteiligten einige der etwa 20 sozialrevolutionären Demonstrant/innen an dem kritischen Stadtteilspaziergang durch Köln-Kalk hin zum Autonomen Zentrum ( http://unserquat.blogsport.eu).

Aufruf der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA) zum Ersten Mai 2010:
"Organisieren und kämpfen wir gegen die kapitaistische Ausbeutung!"
 http://anarchosyndikalismus.org/international/1mai2010/

Anarchistischer 1. Mai in Århus (Dänemark)

Freawine 02.05.2010 07:56 Themen: Weltweit
Gestern fand in Århus, der zweitgrößsten Stadt Dänemarks, die anarchistische 1. Mai-Demo statt. Sie wurde von der anarchistischen Gruppe Konfront unter dem Motto "Kapital = Sklaverei" organisiert und ging vom Bahnhof zur Uni und weiter zum Mølleparken, wo ein Fest linker Gruppen stattfand.
Der Demozug umfasste etwa 200 Personen und wurde nur von einem Polizeiwagen und zehn Polizisten in zivil mit gelben Polizeiwesten begleitet. Man sah schwarze und schwarz-rote Fahnen, die Parolen waren vergleichbar mit denen in Deutschland und kritisierten den Staat und Nazis. Als mehrmals Feuerwerkskörper und Bengalisches Feuer gezündet wurden, griff die Polizei trotz ihrer geringen Mannschaftsstärke durch, separierte die jeweiligen Personen und nahm deren Personalien auf. Nur einmal gelang es, dies durch eine offensive Blockade zu verhindern. Am Ende der Demonstration kam es noch zu einer Festnahme, deren Grund nicht zu erkennen war.

Obwohl die Demo nicht besonders groß und schlagkräftig war, ist es angesichts der Größe der linksextremen Szene in Dänemark eine starke Leistung, solche eine Demo unter anarchistischem Motto zu veranstalten.

1. Mai: Deutliche Präsenz des Anarcho-Syndikalismus in Donezk/Ukraine (Ergänzt 3. Mai)

2. Mai 2010
by syndikalismus

Folgender Kurzbericht von Aktionen der Revolutionären Konföderation der Anarcho-Syndikalisten (RKAS – Nestor Machno) am 1. Mai erreichte uns soeben.

Unter Beteiligung von GenossInnen der RKAS und der WKT/AS aus Donezk, Kiew, Dnepropetrowsk, Odessa, Saporoshje sowie Gästen aus Charkow und Deutschland, kam es in diesem Jahr auch zu einer sichtbaren Präsenz des Anarcho-Syndikalismus bei der 1. Mai-Demonstration in Donezk. Es wurden Flugblätter sowie die neue Ausgabe der “Anarchija” (Nummer 15) verteilt. Zu Auseinandersetzungen kam es nicht, die Reaktionen der Bevölkerung waren abwartend-interessiert. 

Anarcho-Syndikalistische Formation am 1. Mai in Donezk.

Zu 1. Mai Demonstrationen unter Beteiligung der RKAS kam es ebenfalls in Wolgograd und Workuta (Russland) sowie Israel.

Am 1. Mai in Workuta.

Am 1. Mai in Wolgograd.

Ergänzt am 3. Mai

Bilder von der Beteiligung der RKAS Israel am 1. Mai



1. Mai in Wien: FAS und IWW auf der Alternativen Mai-Demo

3. Mai 2010
by syndikalismus

Einige Mitglieder der FAS Lokalföderation Wien und der IWW Wien nahmen an der „Alternativen 1. Mai Demo“ am Ring teil. Diese erfolgt traditionell im Anschluss an den Mai Aufmarsch der SPÖ und wird von der KPÖ organisiert.

Wir bezogen uns mit einem Transparent auf die Proteste der griechischen ArbeiterInnen, um festzustellen, dass jene „recht haben“! Überschattet wurde der diesjährige 1. Mai von der drohenden Abschiebung einiger „FC sans papiers“ Spieler, sowie der mittlerweile gewohnt unverhältnismäßigen Härte der Wiener Polizei gegenüber jenen, die sich mit dem „FC sans papiers“ solidarisierten. Dazu gab es dann auch eine spontane Demonstration am Nachmittag, sowie eine Kundgebung vor dem Polizei-Anhaltezentrum. Auch hier verhielt sich die Polizei wieder äußerst unangebracht.

In diesem Zusammenhang erscheint es wohl auch als Hohn, wenn die SozialdemokratInnen am 1. Mai die “Internationale” absingen. Also genau jene, welche die rassistischen Gesetze mit beschlossen haben, die zu der derzeitigen Menschen- hatz geführt haben, und sich bei jeder Gelegenheit schützend vor die Polizei stellen.

Etwas überrascht von der gewöhnungsbedürftigen Choreographie der „Alternativen 1. Mai“ Demo verließen wir die Demo schon nach einem dreiviertel der Weg- strecke, um unseren Infostand in Favoriten aufzubauen.

Abschließend gilt es noch festzustellen, dass der „Kampftag der Arbeiter-Innenklasse“ (und nicht etwa der “Tag der Arbeit”) uns gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise mahnt, dass wir uns organisieren müssen, um effektiv kämpfen zu können!

Für eine neue ArbeiterInnenbewegung!

Für den sozialen Generalstreik!

Quelle: Homepage der FAS


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