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Meldungen aus der IAA

Aufruf aus dem Mittleren Osten

Unsere anarchistischen Freunde im Mittleren Osten übermittelten den folgenden Aufruf zur Unterstützung der ägyptischen Revolution:


Dringender Aufruf für eine Intervention zur Beendigung der Massaker gegen die revoltierenden ägyptischen Massen.

Der Tahir Platz wurde zum Symbol für die Revolution in Ägypten. Jetzt schickt Mubarak seine Geheimpolizei in Zivilkleidern um die revoltierende Jugend anzugreifen. Und sie begehen ein wirkliches Massaker an der Bevölkerung. Als Anarchist, Libertärer und Unterstützer der Freiheit rufe ich alle AnarchistInnen, Libertäre und Frieden liebende Menschen dazu auf, die revoltierenden Massen mit aller Kraft zu unterstützen.

Stoppt die Massaker gegen die Massen!

Stoppt die Killer!


Wir appellieren an jeden einzelnen von euch, uns zu unterstützen und gegen die Massaker die Mubarak gegen die revoltieren Massen auf dem Tahir Platz zu protestieren.

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Wir haben unsere Freunde gebeten die folgenden Sätze ins Arabische zu übersetzen, um damit Banner, Flugblätter und Aufkleber zu bedrucken, um sich dadurch mit den Kämpfen der ägyptischen Menschen, gegen den Staat und für die Freiheit, solidarisch zu zeigen. Die kämpfende selbstorganisierte Jugend ist nicht nur ein Beispiel für die arabische Welt, sondern für alle Menschen.

Stoppt Massaker gegen die Massen

أوقفوا المجازر ضد الجماهير !

Staat = Mörder

الدولة = هي القاتل

Lang lebe die Revolution!

تحيا الثورة !


Lang lebe die internationale Solidarität !

Lang lebe die Anarchie und die IAA !


Probleme mit der OTTO Zeitarbeitsagentur

Über die letzten Jahre gab es besonders von polnischen ArbeiterInnen, die zur Arbeit nach Holland geschickt wurden, eine Menge Beschwerden über die Praktiken der OTTO Zeitarbeitsagentur. Die Firma ist auf mindestens einer schwarzen Liste für Unternehmen aufgeführt. Einige Leute, die dort arbeiten oder gearbeitet haben, kontaktierten die AGA und die ZSP und baten um Hilfe bei verschiedenen Problemen. Das mindeste, worum sie uns baten, war es andere Menschen vor diesem Unternehmen zu warnen und die ArbeiterInnen dort über ihre Rechte zu informieren und was sie tun können, wenn sie Betrugsopfer werden.

Aus verschiedenen Briefen an uns, aus Forenbeiträgen und aus persönlichen Gesprächen, präsentieren wir hiermit eine vorläufige Liste der typischen Probleme. Wir werden zu mehr Menschen sprechen und wir hoffen diese Liste demnächst vergrößern zu können. Eine Informationskampagne, die sich an potentielle und aktuelle ArbeiterInnen wendet, wird demnächst ins Laufen gebracht.

Falsche Versprechungen in Polen

Die in Polen angekündigten Arbeiten sind andere als die, welche in Holland ausgeführt werden; das ist ein charakteristisches Problem. Manchmal kommen die ArbeiterInnen in Holland an und

führen Arbeiten durch, die so vorher gar nicht vereinbart waren. Ein anderes Mal haben sie gemeinsam mit ihrer Familie oder Freunden die Verträge unterschrieben, um zusammen zu arbeiten. Ihnen werden gemeinsame Aufgaben versprochen, doch es kommt vor, das die Familien und FreundInnen schon bei der Ankunft getrennt werden. Man sagt ihnen eine geregelte 40 Stunden Woche über einen bestimmten Zeitraum zu, doch dann arbeiten sie weniger Stunden oder sind sogar über einen längeren Zeitraum beschäftigungslos. Im schlimmsten Fall werden Leute nach Hause geschickt bevor sie überhaupt nur irgendeinen Cent verdient haben.

Irreguläre Arbeitszeiten

Die ArbeiterInnen arbeiten nicht immer am gleichen Produktionsstandort; wenn es keine Arbeit gibt, stehen sie auf Abruf bereit. Einige arbeiten von den 40 Stunden nur 25-30%, z.B. zwei mal in der Woche. Dann wiederum müssen sie Überstunden leisten, wobei ein elf bis zwölf Stunden Tag typisch dafür ist. In einigen Fällen war von 20 Stunden die Rede.

Bezahlung

Zwar kommt es selten vor, aber es ist berichtet worden, dass einige ArbeiterInnen unter dem Mindestlohn bezahlt worden sind. So oder so, ein Großteil des Geldes wird direkt wieder von OTTO gefressen. Das geschieht durch überteuerte Wohnungen und durch aufgenötigte Versicherungen. Das von den ArbeiterInnen an den niederländischen Staat abgeführte Geld (ungefähr 300 bis 400 € pro Jahr) wird dem Unternehmen zwar zurückerstattet, doch die ArbeiterInnen sehen nichts davon wieder.

Neuankömmlinge arbeiten in der Regel ohne gültige Papiere; sie bekommen keinen bezahlten Urlaub oder finanzielle Zusatzleistungen, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und fliegen, wenn sie sich krank melden, kurzerhand raus.

Die polnischen ArbeiterInnen berichten von zahlreichen Kündigungen. In den Hotels und Baracken in denen sie wohnen, wurden sogar Leute gefeuert weil sie unordentlich waren. Das geschieht meist willkürlich und das Unternehmen genießt es, die ganze Gruppe in einem Raum wegen dem Vergehen eines Einzelnen zu degradieren. Manchmal erfahren die ArbeiterInnen erst am Zahltag von ihrer Kündigung. Wenn sie sich wehren, zeigt man ihnen die Tür.

Es kommt oft zu Zahlungsverzögerungen und außerdem hat man ArbeiterInnen ohne Bezahlung entlassen und sie waren plötzlich auf sich alleine gestellt.

Wohnungen: Hauptgrund des geringen Lohns

Durch die vielen Einwände gegen die Wohnungsbedingungen, ist die niederländische Öffentlichkeit auf die Zustände aufmerksam geworden und die großen Tageszeitungen berichteten darüber.

Letztens tauchten bei YouTube Propagandavideos auf, in denen glückliche OTTO ArbeiterInnen in ihren hübschen Wohnungen gezeigt wurden. Doch dies war lediglich ein PR Kampagne von einem beauftragten Werbeunternehmen, bei der versucht worden ist, Wohnungen der untersten Kategorie als eine Art „Center-Park“ oder Sommercamp zu verkaufen.

Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus. Oftmals stehen die Unterkünfte abseits in den Wäldern, bis zu 20 km entfernt von der Zivilisation. Das soziale Leben spielt sich vor den Wohnungen, dem Supermarkt oder der Kneipe ab.

Sie sind gezwungen früh aufzustehen, denn die ArbeiterInnen werden von einem Firmenwagen abgeholt und bis zu zwei Stunden zur Arbeit verbracht. Nach der Arbeit sammelt man sie wieder ein, wobei sie manchmal bis zu einer Stunde auf den Transporter warten müssen. Insgesamt bedeuten das drei bis sechs Stunden allein für die An- und Abfahrt zum Arbeitsplatz.

Einer dieser Orte befindet sich in Laarbruch in der Bundesrepublik, ungefähr 20km von der holländischen Grenze entfernt. Die Menschen leben dort in den ehemaligen Unterkünften der britischen Armee, in der Nähe des Flughafens Weeze. Dutzende Wohnungen teilen eine Toilette und eine Küche. Einmal in der Woche organisiert die OTTO Zeitarbeitsfirma einen Bus, der zu einem einstündig entfernten Supermarkt fährt.

In den Wohnungen beklagen sich die ArbeiterInnen über Schimmel, Dreck und zerbrochenes Inventar. Camping Wohnungen, wie in der Ortschaft Uddel, sind für den Winter nicht ausgestattet. Das OTTO Zeitarbeitsunternehmen ist ein kriminelles Racket, dass die ArbeiterInnen dazu zwingt überteuerte Wohnungen in katastrophalen Zuständen zu bezahlen. Es gab Vorfälle, da wurde Menschen mitten in der Nacht gekündigt und man hat sie auf die Straße geworfen, nur um die anderen einzuschüchtern. Wer sich über die Wohnungsbedingungen beschwerte wurde rausgeworfen oder sein Vertrag wurde nicht verlängert.

Die Mieteinnahmen bringt dem Unternehmen einiges ein. In Woerden müssen manchmal vier bis fünf Menschen zusammen leben, aber jeder zahlt die 280€, wodurch die Miete insgesamt über 1000€ beträgt. Lokale Makler bieten ganze Häuser für diesen Preis an, und in der Nähe gibt es Wohnungen für 300€. Aber OTTO will das nicht; die ArbeiterInnen sollen verfügbar sein und gemeinsam an ihren Unterkünften abgeholt werden. Wenn sie um sechs Uhr morgens an deine Tür Klopfen musst du innerhalb von 15 Minuten fertig sein. In einem Fall zog ein polnischer Arbeiter in seine eigenes Apartment. Daraufhin wurde er nicht mehr abgeholt und er bekam keine Arbeit mehr zugewiesen.

OTTO verlangt immer den gleichen Preis für die Wohnungen, unabhängig der tatsächlichen Verhältnisse. Das führt zu der kranken Situationen, das ArbeiterInnen für eine bessere Wohnung extra Gefälligkeiten anbieten.

Brief polnischer ArbeiterInnen über ihre Probleme mit den Wohnungen

Unsere Namen sind P. und A.. Wir würden gerne die Geschichte präsentieren, die uns in den Niederlanden zugestoßen ist.

Nachdem wir angekommen waren, erhielten wir von der OTTO Zeitarbeitsfirma ein attraktives Angebot. Daraufhin fuhren wir zu einem Gespräch nach Hague und unterschrieben einen Vertrag für drei Monate. Noch vor dem ersten Arbeitstag änderten sie den Wohnungsort. Eigentlich sah der Vertrag eine zwei Zimmer Wohnung pro Person vor, aber sie gaben uns nur einen Raum, in dem wir zu viert leben mussten. Die Miete blieb gleich.

Von Anfang an versuchten wir an der Situation etwas zu ändern, um zu den abgesprochenen Verhältnissen zu gelangen. Aber unser Boss sagte das ginge nicht. Wir wurden zum Hotel Manager geschickt, doch es gelang uns nicht etwas zu verändern.

Die Überbelegung des ArbeiterInnenhotels erzeugte stressige Situationen unter den BewohnerInnen. Vor allem durch die geringe Anzahl an Badezimmern, Toiletten und anderen Einrichtungen, die das Hotel hätte eigentlich zur Verfügung stellen müssen.

Unsere Probleme sind die gleichen wie die der anderen BewohnerInnen:

    • Zahlungsverzug (Eine Woche vor dem Urlaub waren unsere Gelder immer sehr knapp. Insgesamt war unser Gehalt auch zu gering und stimmte nicht mit den Stunden überein. Wir bekamen 190€ für zwei Wochen und für einen Monat 270€)

    • Hotelbewohner mussten neben den 280€ noch Geld für eine Gruppe Personen aufbringen, die sauber gemacht hat.

    • Leute wurden mit gelben und roten Karten bestraft, wobei jedesmal etwas von ihrem Gehalt abgezogen wurde. Solche Bestrafungen geschahen willkürlich. Einmal wurden wir beschuldigt einen Feuermelder zerstört zu haben, der nicht funktionierte als wir von der Arbeit kamen. Daraufhin wurde allen jedem von uns vier, 400€ vom Gehalt abgezogen.

    • Ein Tag urlaub kostete 13€. Wer fünf Minuten zu spät zum Treffpunkt mit dem Transporter kam, erhielt 15€ Strafe, selbst wenn reguläre Busse dorthin gefahren sind.

    • Wenn die Security in dein Zimmer gerufen wurde, bekamst du 80€ vom Gehalt abgezogen. Selbst Leute die schliefen mussten Strafe bezahlen.

    • Eines Tages gab es eine Schlägerei zwischen A. und einem anderen Zimmerbewohner, wobei dieser A. Auf den Kopf schlug und diese daraufhin ins Krankenhaus musste. Als er dann aus dem Krankenhaus kam, wurde er zur OTTO Security bestellt. Die gaben ihm nicht die Möglichkeit sich zu dem Vorfall zu äußern. Statt die Polizei zu informieren oder den Fall zu informieren, erließen sie Strafgelder. Dann stellte sich heraus das der Schläger vorbestraft war; bei uns hatten sie das Führungszeugnis überprüft, bei ihm nicht. Daraufhin feuerte man ihn eine Woche später. A. wurde die Krankenversicherung verweigert und sechs Arbeitstage vom Lohn abgezogen. Der Manager bot ihm an seinen Vertrag um diese sechs Tage zu verlängern.

    • P. wurde einem Tag vor dem Ende seines Arbeitsvertrages entlassen. Als Grund gaben sie an, er hätte mit seinen KollegInnen über die Probleme bei der Zeitarbeitsfirma gesprochen.

Wir haben das Gefühl, das wir betrogen worden sind. Deshalb möchten wir zukünftige und jetzige ArbeiterInnen vor OTTO warnen.

Für polnische ArbeiterInnen: Die Zwiázek Syndykalistów Polski wird mehr über OTTO veröffentlichen. Außerdem findet ihr auf der folgenden Seite Infos über Arbeitsrechte auf polnisch: pracownik.net.pl Ihr könnt uns Schreiben: is@zsp.net.pl Von Holland aus: agamsterdam@yahoo.com oder OTTOslaveforce@gmail.com


ZSP: Call-Center Aktion

Am 1 Februar startete die ZSP-IAA eine Informationskampagne über befristete Arbeitsverträge im Call-Center des Unternehmens Bank Millennium in Warschau. Der Arbeit entsprechend, die von den Angestellten in diesem Call Center ausgeführt wird, müssten sie alle fest angestellt sein, doch sie bekommen nur befristete Arbeitsverträge.


Ein Arbeiter, der einen festen Vertrag einforderte wurde entlassen, ging aber vor Gericht um das von ihm gewünschte Arbeitsverhältnis durchzusetzen. Dieser Arbeiter hat um Hilfe gebeten, deshalb ist die ZSP im Besitz dieser Information. Sie ist der Auffassung, dass es am besten wäre, einen kostenlosen 24 Stunden Dienst des Unternehmens zu beanspruchen und die ArbeiterInnen dort direkt anzusprechen. So könnten die Angestellten ermutigt und informiert werden. Die unterschiedlichen Vertragsarten lassen sich erklären und es ist möglich ihnen darzulegen, wie sie zu einer Festanstellung gelangen. Es hängt alles davon ab, wie lange sie sprechen können. Unsere Anrufer können den Call-Center MitarbeiterInnen den Kontakt zur ZSP vermitteln oder ihnen die Adresse der Webseite pracownik.net geben, wo sie praktische Informationen über Arbeitsverträge, Gerichtsverfahren und direkte Organisation erhalten.


Die Aktion richtet sich durch Flugblätter und das Internet an die Menschen, damit sie lesend etwas über das Arbeitsrecht erfaren.


IAA-SP: Neue Proteste vor dem Hotel Vincci in Lissabon

Am Abend des 29. Januar protestierte die portugiesische Sektion der IAA erneut vor dem Hotel Vincci in Lissabon. Dies war der zweite Protest aus Solidarität mit dem Genossen Samuel Puente von der CNT Granada, der nach einem Arbeitsunfall von dem Unternehmen entlassen wurde. Bei der ungefähr zweistündigen Aktion wurden Flugblätter über den Fall verteilt.


CNT-E: Syndikat benennt neuen Deligierten für Piedra Supermärkte – er kritisiert Unregelmäßigkeiten in seinem Arbeitsvertrag

Die CNT Gewerkschaft in den Piedra Supermärkten hat die Konzernleitung über die Wahl eines neuen Deligierten informiert. Dieser hat augenblicklich den betrügerischen Charakter seines Arbeitsvertrages angemahnt. Als Reaktion verweigerte das Unternehmen dem Arbeiter den Zugang zu seinem Arbeitsplatz und forderte ihn auf das Unternehmen augenblicklich zu verlassen, bislang allerdings ohne weitere Erklärungen.

Zur Erinnerung: vergangenen August wurde ein Arbeiter gekündigt, nachdem er seine Mitgliedschaft in der CNT preis gegeben hatte und den Betrug in seinem Arbeitsvertrag beanstandete, durch dem ihm Überstunden nicht entgeltlich gemacht wurden. Mit der aktuellen Aktion des Unternehmens werden die repressiven Maßnahmen gegen Gewerkschaftsmitglieder noch offensichtlicher.

Es scheint, dass Piedra Trujillo die grundlegenden Arbeitsrechte nicht versteht und damit fortfährt den ArbeiterInnen die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft zu verwehren.

Die CNT wird ihre Kampagne gegen Ausbeutung und Gewerkschaftsrepressionen bei Piedra fortsetzen. So gab es am 31. Januar einen Protestposten vor den Türen von Injupisa. Das Unternehmen gehört zur Piedra Trujillo Familie und kontrolliert verschiedene Besitztümer und Bauvorhaben, bei denen mehr als 72 Millionen Euro umgesetzt werden.

Die GenossInnen informierten die PassantInnen über ein Stunde lang über die Praktiken von Piedra.

ZSP: Solidarität mit OBI ArbeiterInnen

Am 29. Januar hielten Mitglieder der ZSP Breslau eine solidarische Aktion vor einem OBI Geschäft ab. Die Aktion richtete sich gegen verschiedene Fälle von Repression und gegen die Ausbeutung von ArbeiterInnen.

ID AktivistInnen gingen zu dem Geschäft und verteilten Flugblätter. Viele ArbeiterInnen nahmen sie an und verteilten sie an KollegInnen, die nicht arbeiteten und an solche in anderen OBI-Geschäften. Außerdem beteiligte sich ein Gruppe an Personen mit einem Banner auf dem zu lesen stand „Schluss mit der Ausbeutung der ArbeiterInnen“.

Irgendwann kam das Sicherheitspersonal und forderte uns auf das private Grundstück zu verlassen. Natürlich hörte niemand darauf. Die GenossInnen forderten die Sicherheitsleute dafür auf, die Bosse rauszuschicken, damit diese die Gelegenheit bekommen sich selbst zu erklären.

Am Ende kam ein Arbeiter aus dem Geschäft und bedankte sich für die Aktion. Inzwischen diskutieren OBI ArbeiterInnen im ganzen Land und überlegen, was sie gegen ihre Situation unternehmen können.



SolFed: gegen Studiengebühren und Kürzungen

Am 29. Janur beteiligte sich mindestens ein Dutzend Mitglieder der Solfed London an einer mehrere tausend Menschen großen Demonstration aus StudentInnen, Gewerkschaften und ArbeiterInnen gegen die angekündigten Kürzungen, den Verlust von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Studiengebühren. Eine ähnliche Demonstration fand in Manchester statt, wo Aaron Porter, der käufliche Anführer der NUS, von der Polizei weg eskortiert werden musste, da ihn wütende DemonstrantInnen angegriffen hatten. Keine Frage, die Mitglieder der SolFed aus London und Manchester applaudierten der aufgebrachten Menge, die festgestellt hatte, dass die Feinde unserer Klasse manchmal versuchen in unserem Namen zu sprechen.


Nach der Auftaktdemonstration in London, gingen einige von uns in dem Pub um sich endlich ein Bier zu genehmigen, andere beteiligten sich an einer Spontandemonstration vor die ägyptische Botschaft um dort ihre Solidarität mit den kämpfenden ArbeiterInnen und Studenten in Ägypten und dem ganzen nahen Osten kundzutun. Für uns in Nord-London war die Demonstration die erste Gelegenheit, der Öffentlichkeit unser schickes neues Banner zu präsentieren. Mit seinem Aufsehen erregenden Design schafften wir es gleichgesinnte Demonstrantinnen auf unsere Seite zu bringen, sie in Gespräche zu verwickeln und gemeinsam mit uns zu demonstrieren.

SolFed: Labour gehört zum Feind

Es hat uns kaum überrascht als wir kürzlich Zeuge des krassen Opportunismus der Labour Partei wurden. Ihre PolitikerInnen und Offiziellen sprachen in zynischer Art und Weise die in Liverpool abgehaltenen Studierenden- und Gewerkschaftsdemonstrationen an und versuchten die Ängste und die Ungewissheit der Menschen in Wählerstimmen für Labour zu vergolden.

Einige deuten die aktuellen Angriffe auf unsere Arbeitsplätze, auf öffentliche Leistungen und auf unseren Lebensstandard als die übliche Kürzungen der Tory Partei oder als Ausverkauf der Liberal Demokraten. Das ist ein fundamentaler Fehler. In Wirklichkeit setzt sich der heftige Angriff auf die ArbeiterInnenklasse, aus der gesamten politische und ökonomischen Elite des Landes zusammen. Minister Alister Darling hatte ankündigte, dass, falls Labour die vergangenen Unterhauswahlen gewonnen hätte, es Einschnitte gegeben hätte, die „tiefer und härter“ geworden wären, als die unter Thatcher. Labour waren die ersten als es darum ging staatliche Ausgaben und die Rente zu kürzen, junge ArbeiterInnen in neo-konservative Kriege zu entsenden, autoritäre Gesetze einzuführen, öffentliche Dienste durch die Hintertür zu privatisieren, sowie die Studiengebühren zu erhöhen, obwohl man versprochen hatte es nicht zu tun – die Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden. Tatsache ist, KarrierepolitikerInnen auf der linken sind nicht besser als die auf der rechten Seite. Beide spielen die gleiche korrupten und grotesken Party Spielchen. Im Moment, führen sowohl konservative, wie auch sozialistische Regierungen auf der Welt, Kürzungen auf den Rücken ihrer BürgerInnen durch und lassen sie somit für eine ökonomische Krise zahlen, welche sie überhaupt nicht zu verantworten haben.

Die Kürzungen werden nicht dadurch abgewendet werden, indem man sich an der Wahlurne für irgendeinen der Kandidaten entscheidet, der lauwarmen Reformen anbietet oder mehr Krümel vom Tisch der Reichen verspricht. Sie lassen sich durch massenhafte Proteste, selbstorganisierte Proteste und direkte Aktionen in den Straßen unserer Gemeinden, auf dem Campus oder durch Streikposten bekämpfen. Die aktuellen Kämpfe müssen langfristig angelegt sein und sich gegen alle Formen der Ausbeutung und sozialen Ungerechtigkeit wenden. Als AnarchosyndikalistInnen sind wir der Überzeugen, dass eine neue Gesellschaft nur auf der Basis der Arbeit und durch Selbstverwaltung der Gemeinden, ohne Bosse und Bürokraten, aufgebaut sein kann.

Die Parteien der Reformisten und der revolutionären Linken haben schon viel zu lange die Anstrengungen der militanten ArbeiterInnen aufgesogen und neutralisiert. Ab sofort ist klar, dass diese Parteien außer falscher Hoffnung und Betrug nichts anzubieten haben. Erst wenn wir unsere Angelegenheiten als Klasse selbst in die Hand nehmen und diejenigen meiden, die uns anführen und kontrollieren wollen, haben wir die Möglichkeit unsere soziales Umfeld radikal zu verändern.

Es ist so, wie der in Liverpool geborene Gewerkschafter Jim Larkin einmal sagte: „Die Großen erscheinen groß, da wir auf unseren Knien sind. Lasst uns aufrecht stehen“!


Vertraut keinen PolitikerInnen oder BürkokratInnen!

Für Solidarität, direkte Aktion und den libertären Kommunismus.

Liverpool Solidarity Federation (International Workers’ Association)

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