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FAU-Düsseldorf: Internationaler Aktionstag gegen Starbucks

Am 03.07.08 erhielten wir von der Düsseldorfer Polizei, Dezernat 12 Recht/Datenschutz, eine Mail mit der freundlichen Aufforderung unsere „Starbucks-Rally“ offiziell bei der Stadt anzumelden, da es sich dabei um eine Versammlung unter freiem Himmel handeln würde. Allerdings sahen wir nicht ein unser Recht, als Gewerkschaft für unsere Ureigensten Interessen einzutreten, durch irgendjemanden „legitimieren“ zu lassen. Wir beschlossen also die Mail in unserem Archiv, Abteilung „Kuriosa“, abzulegen und wie geplant den Internationalen Aktionstag gegen Starbucks zu verbringen.

Kapitel 1 – Duisburg

Vormittags machten wir uns erst einmal auf den Weg nach Duisburg, um die dortige FAU bei ihrem Stand in der Innenstadt zu unterstützen. Zusammen mit den Genossen der FAU Krefeld und den GenossInnen der FAU Duisburg schenkten wir kostenlos den FAU-Streikkaffee vom Café Libertad Kollektiv aus, verteilten mini-Muffins und natürlich auch einige hundert Flugblätter.

Auf dem Pfingstkongress 2008 überließ die Delegation der CNT-IAA dem FAU-Archiv eine Fahne der CNT-Sevilla. Als Zeichen der besonderen Solidarität zu Monica, hielten wir diese zusammen mit unserer Fahne und dem Kampagnen-Transparent hoch.

In zahlreichen Gesprächen mit potentiellen und tatsächlichen Starbucks-KundInnen konnten wir nicht nur genauer über die Hintergründe des Aktionstages aufklären, sondern auch echtes Interesse an der Sache wecken. Einige PassantInnen erklärten spontan bei Starbucks keinen Kaffee mehr zu kaufen. Insgesamt wurden die Flugblätter mit offenem, ehrlichem und herzlichem Interesse angenommen.

Kapital 2 – Düsseldorf

Mit insgesamt 12 Filialen (ein dreizehnte wir am 07.07.08 im Hauptbahnhof eröffnet) gehört Düsseldorf in Deutschland zu den Top 3 der „Starbucks-Citys“. Gegen 16.oo Uhr machten wir uns auf den Weg die sieben Filialen der Innenstadt zu besuchen. Die Reaktionen der ArbeiterInnen reichten von ehrlichem Interesse, über echte oder gespielte Gleichgültigkeit bis hin zu offener oder gespielter Feindschaft.

Die KundInnen hingegen waren in aller Regel offener und interessierter. Viele lasen, beim „Genuss“ ihres Kaffees, das Flugblatt. Einige hätten gerne spontan mehr erfahren. Leider kamen einem Info-Gespräch immer die Filialleiter in die Quere. Ihr Hausrecht ausnutzend, verwiesen sie uns kurzer Hand vor die Tür. Aber da war es immer schon zu spät – die Flugblätter waren an ArbeiterInnen und KundInnen verteilt.

Unser Flugblatt zeichnete sich im übrigens dadurch aus, das es, neben den Hintergrundinformationen, sowohl für ArbeiterInnen als auch KundInnen konkrete Handlungsanweisungen enthielt, wie sie den Widerstand konkret unterstützen können.

Epilog

Dieser Internationale Aktionstag gegen Starbucks reiht sich für die FAU-Düsseldorf ein in eine Reihe von Aktionen gegen Starbucks und für die rechte der ArbeiterInnen auf gewerkschaftliche Selbstorganisation der letzten Jahre. Wenn wir wollen das die Forderungen der betroffenen KollegInnen erfüllt werden, dürfen wir es nicht bei diesem Aktionstag belassen. Vielmehr sollten wir in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder kleinere Aktionen bei Starbucks durchführen. Insbesondere hoffen wir, das sich auch AktivistInnen aus der so genannten Linken dazu durchringen können hier aktiv zu werden. Beim Kampf gegen Plus hat das durchaus eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt! Und: Warum sollten die Linksradikalen sich immer vor den Karren von Ver.di spannen lassen, wo es doch auch selbst organisierte Kämpfe, bewusster und sich gegenseitig helfender ArbeiterInnen gibt?


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