Der Konflikt im Berliner Kino Babylon Mitte und die Folgen (Update 9.5.)
Eine Veranstaltungsrundreise Im Januar 2009 geschah etwas, was in Deutschland leider noch viel zu selten passiert: Eine prekär beschäftigte Kino-Belegschaft beschloss sich gegen ihre miesen Arbeitsbedingungen und die willkürliche Behandlung durch ihre Chefs organisiert zur Wehr zu setzen. Nachdem der Versuch bei Ver.di Unterstützung zu finden scheiterte und die Zentralgewerkschaft der Belegschaft die kalte Schulter zeigte, schloss man sich der syndikalistischen Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin an. Was folgte, war ein sich zuspitzender Konflikt zwischen der Betriebsgruppe der FAU Berlin und der Geschäftsführung des Kino Babylon-Mitte, die jedes noch so geringe Zugeständnis verweigerte.
Als Zwischenergebnis einer kontinuirlichen Eskalation stand dann im
Januar 2010 plötzlich doch ein von Ver.di abgeschlossener Tarifvertrag
und ein de-facto Verbot für die FAU Berlin gewerkschaftlich zu kämpfen,
oder sich überhaupt als Gewerkschaft, bzw. Basisgewerkschaft zu
bezeichnen.
In der Veranstaltung wird diese Entwicklung nach gezeichnet. Es wird
erklärt, warum dieser Konflikt in mehrfacher Hinsicht beispielhaft ist
und warum die durch den eigentlich erfolgreichen Arbeitskampf der
Betriebsgruppe ausgelösten juristischen Maßnahmen für viele
Lohnabhängige
in Deutschland zum Problem werden könnten. Im Rahmen der Veranstaltung
wird es ausreichend Raum geben, um die Probleme, aber auch die
Perspektiven, die sich aus diesem Konflikt ergeben, zu diskutieren.
Fr., 14.5., 18Uhr: Nürnberg, Armer Teufel, Bauerngasse 14.
Sa., 15.5, 19.30Uhr: München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80 RGB.
Fr., 21.5., 19Uhr: Göttingen, Juzi, Bürgerstraße 41.
Fr., 4.6. 19Uhr: Saarbrücken, Kultur- und Werkshof Nauwies 19, Nauwieserstraße 19.
Sa., 5.6.: Bonn.
So., 6.6., 19Uhr: Dortmund, Kulturhaus Taranta Babu, Humboldtstr. / Ecke Amalienstr.
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Sa., 19.6.: Kiel.