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Europa: M31 - Aktionstag gegen den Kapitalismus

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU und ihren Mitgliedsstaaten setzen auf mehr "Wettbewerb" und einen brutalen Sparkurs, um das "Vertrauen" und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

  • 2012-03-31 09:00 to 2012-03-31 23:00.
  • Posted by faud1 .
  • Published: 2012-01-12

St-Imier: Internationales anarchistisches Treffen

Im August 2012 wird in St-Imier (Berner Jura, Schweiz) ein internationales Treffen von Libertären aller Strömungen sowie von allen Personen, die die verschiedenen anarchistischen Bewegungen (besser) kennenlernen wollen, stattfinden. Dieses „Welttreffen des Anarchismus“ ist eigentlich ein Jubiläum der ersten anti-autoritären Internationalen, die 1872 als Antwort auf die Internationale von Marx gegründet wurde. Seither hat sich die Welt verändert, doch die libertären Strömungen konnten sich den Zeiten anpassen, wovon das Treffen zeugen wird. Eine Sache bleibt gewiss: Die Zeit hat die Unterdrückung der Schwächsten durch die Mächtigen nicht gemildert. Das Treffen wird diverse Wege des Widerstands in ihren verschiedenen Formen aufzeigen. Die Fédération Jurassienne: Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) wurde 1864 gegründet. In La Chaux-de-Fonds, Le Locle, St-Imier und im Rest des Schweizer Juras gab es Sektionen. Als 1869 Bakunin in die Region kam, blieben seine Begegnungen nicht folgenlos. Die übereinstimmenden Ideen, die die ArbeiterInnen entdeckten, machten aus der Fédération Jurassienne den libertären Pol der IAA, der sich der marxistischen Tendenz widersetzte. Durch diese Opposition auf die Palme gebracht, unternahm Marx alles, um diese Strömung zu beseitigen. Am Haager Kongress 1872 gelang es ihm, ein Maximum seiner AnhängerInnen zu versammeln, von denen einige Sektionen vertreten haben sollen, die inexistent gewesen sind. Dank dieser künstlichen Mehrheit liess er für den Ausschluss von Bakunin und James Guillaume stimmen. Schockiert darüber organisierten die antiautoritären Sektionen der IAA einen Kongress in St-Imier, an dem libertäre Beschlüsse verabschiedet wurden. 140 Jahre nach dem Kongress von St-Imier ist die Ausbeutung und Entfremdung der ArbeiterInnen noch immer brutal. Die marxistische Illusion ist angesichts der kommunistischen Diktaturen dahingeschmolzen. Der Kapitalismus lebt von Krise zu Krise, gesellschaftliche Krise, politische Krise, zu denen heute noch die ökologische Krise hinzukommt.

  • internationales anarchistisches Treffen
  • 2012-08-09 12:00 to 2012-08-12 15:00.
  • Posted by faud1 .
  • Published: 2011-10-04