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Direkte Aktion: Wer das Brot bezahlt und wer den Abwasch macht - Zur Verteilung von Broterwerb und Hausarbeit zwischen den Geschlechtern
Das traditionelle Bild der Geschlechterrollen ist einfach und klar: Der Ehemann geht einem festen Beschäftigungsverhältnis mit entsprechenden Sozialleistungen nach, die Ehefrau und Mutter leistet im Gegenzug die unbezahlte Hausarbeit und kümmert sich um die Kinder. Auch wenn dieses „männliche Ernährermodell“ schon lange nicht mehr die einzige Möglichkeit ist, Paarbeziehungen und Elternschaft zu gestalten, so bestimmt es in vielen Bereichen noch immer die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Auch in der Praxis ist es häufig anzutreffen. In Westdeutschland folgt fast die Hälfte aller Paare mit Kindern dem traditionellen Familienbild. Daneben haben sich aber eine Reihe weiterer Lebensentwürfe etabliert, die ein komplexeres Bild der Verteilung von Broterwerb und Hausarbeit zeigt. Neben dem modifizierten männlichen Ernährermodell, bei dem die Frau durch Teilzeitarbeit dazuverdient, gibt es das Modell der zu gleichen Teilen arbeitenden Erwachsenen. Arbeit meint jedoch auch hier allein die Lohnarbeit und nicht die Reproduktionsarbeit, die unbezahlt geleistet wird. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass es immer mehr Mütter gibt, die durch Lohnarbeit die Existenz der Familie sichern. Frauen werden zunehmend zu Haupternährerinnen des Haushaltes. Die traditionelle Arbeitsteilung der Geschlechter ist gehörig ins Wanken geraten. Nichtsdestotrotz spielt das Geschlecht noch immer eine wesentliche Rolle, wenn es um die Verteilung und Bezahlung von Arbeit geht. Denn noch immer sind es überwiegend Frauen, die unbezahlt Erziehungs- und Hausarbeit leisten und in Teilzeit oder prekären Jobs arbeiten, die ihnen keine ausreichenden eigenen Ansprüche auf soziale Leistungen sichern.
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Direkte Aktion: Rückzug ohne Einsicht - Auf einer Tagung in Kassel zogen die Kritiker der zu Fall gebrachten Initiative zur Einschränkung des Streikrechts Bilanz
Mitte September traf sich die Initiative „Hände weg vom Streikrecht – für gewerkschaftliche Aktionsfreiheit“ in Kassel und zog Bilanz über die Aktivitäten der letzten Monate. Einige Wochen vorher hatte der Gewerkschaftsrat von ver.di seinen Austritt aus dem Bündnis des DGB mit dem Unternehmerverband BDA in Sachen Tarifeinheit bekanntgegeben. Ver.di erklärte dies damit, dass ihr Projekt momentan nicht durchsetzbar sei, das Fortführen der Initiative schaffe zu viel Unruhe in der Mitgliedschaft. Tatsächlich wurde dadurch eine ganze Reihe Kritiker in den eigenen Reihen auf den Plan gerufen, die auf internen Fachbereichsversammlungen Zustimmung bekamen – entgegen dem offensiven Auftreten der ver.di-Spitze um Frank Bsirske. Zudem stand der ver.di-Kongress vor der Tür und es sollte eine kritische Diskussion verhindert werden. Es gab also keine Selbstkritik des Vorstands über das undemokratische Vorgehen, sondern allein die Feststellung, im Moment sei die Sache nicht positiv vermittelbar. Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber bedauerte in einem offenen Brief ver.dis Rückzug und betonte, dass dieser Rückzug keine Einsicht bedeute, sondern einfach nur der momentanen Stimmung und den Kräfteverhältnissen innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften geschuldet sei.
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Direkte Aktion: Wir zahlen nicht für Eure Krise…. oder doch?
Seit fast zwei Jahren protestieren – immer weniger - Menschen in Deutschland unter dem Motto „Wir zahlen nicht für Eure Krise“. Gezahlt wurde dennoch: Als Mensch mit Job durch Lohnverzicht und Arbeitsverdichtung, als SteuerzahlerIn für Kurzarbeit und Abwrackprämie, als KonsumentIn für Preiserhöhungen und Zuzahlungen beim Arzt. Alles in der Hoffnung, den Arbeitsplatz zu erhalten oder einfach unfreiwillig. Denn es geht die Angst um den Lohnarbeitsplatz als angeblich alternativloses Mittel zur Existenzsicherung um. Eine vielfach verdrängte Angst, denn nicht nur Banken und Konzerne, auch Lohnabhängige hoffen im verschärften Verdrängungswettbewerb, zu den Gewinnern der Krise zu zählen. Alle überschlagen sich im Reparaturbetrieb (und viele Linke im Humanisierungsbetrieb) des Kapitalismus, obwohl dieser gerade deswegen wunderbar funktioniert: Für die Reichen.
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Berlin: "Organisieren statt Lamentieren"
Längere Zeit war es an der Schwedischen Schule in Berlin üblich, dass die Lehrkräfte keine schriftlichen Arbeitsverträge hatten, unbezahlte Überstunden leisten mussten und bei Klassenfahrten unzureichend vergütet wurden. Die</i> DA <i>bat einen in der Bildungssektion der FAU Berlin organisierten Lehrer von seinem persönlichen wie auch dem allgemeinen Konflikt um die Arbeitsbedingungen zu berichten, der durch seine Sozialisierung einen erfolgreichen Verlauf nahm.
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Direkte Aktion: Sektenführer in der Motorrad-Gang - Aufschwung der SyndikalistInnen in Schweden löst Hysterie in Medien aus
Eine Menge mediale Aufmerksamkeit kam dem Konflikt der schwedischen SAC mit dem Gastrobetrieb Berns in Stockholm zu. Seit Beginn der Blockade im Februar 2010 (siehe dazu DA Nr. 201) wurden die SyndikalistInnen immer wieder Ziel diverser Verleumdungskampagnen, bei denen sie insbes. mit der Mafia verglichen werden. Erst neulich erschien ein Buch der PR-Berater Lars-Olof Pettersson und Willy Silberstein (deutsch: „Das neue Gesicht der Syndikalisten“), in dem die legale Arbeit der SAC mit Machenschaften der organisierten Kriminalität verglichen wird. Zudem wartet das Buch mit persönlichen Angriffen gegen einzelne Mitglieder auf („Sektenführer“) und führt u.a. eine Neonazi-Website als Quelle an.
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Direkte Aktion: Finger weg vom Streikrecht!
Bereits Anfang Juni zog sich der DGB aus dem Joint-Venture mit den Unternehmern der BDA zur Knebelung des Streikrechts zurück (siehe DA Nr. 206). Dass dies nicht etwa der Einsicht in einen Irrtum folgte, sondern lediglich den Rückzug aus einer verloren gehaltenen Schlacht darstellt, geht aus einem DGB-internen, aber öffentlich gewordenen Schreiben von IGM-Chef Berthold Huber hervor. Er halte die Initiative weiter in der Sache richtig, allein für die Umsetzung mangele es an einer Basis. In dem Schreiben rät er, nach außen zu propagieren, dass die Verantwortung für das Scheitern „allein bei den Arbeitgebern“ läge, die keine Mehrheit in der Regierung hätten organisieren können. Damit soll offensichtlich von der Schlappe abgelenkt werden, die man sich im eigenen Hause einfuhr. Denn der Ausstieg des DGB erfolgte, nachdem der mutmaßliche Initiator der Initiative, Verdi-Chef Frank Bsirske, von seinen eigenen Mitgliedern abgewatscht worden war. Huber droht auf dem IGM-Gewerkschaftstag im Oktober ein ähnliches Fiasko. Gewerkschaftslinke hatten von Beginn an das antidemokratische Zustandekommen der Initiative kritisiert, das kein gutes Licht auf die Funktionsweise des DGB wirft.
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Direkte Aktion 203: Die sind doch krank! - Um Streiks zu brechen, greifen EU-Regierungen seit 2010 auf Militär und Notstand zurück: erst Griechenland, dann Frankreich, nun Spanien
Turbulenzen im Luftverkehr gibt es in den letzten Wochen allerorten. Zuletzt überraschten die Piloten der Berufsgewerkschaft Cockpit mit einem unangekündigten Streik. Zwar blieben bei den bestreikten Fluggesellschaften Germania und Tuifly nur wenige Flugzeuge am Boden. Aber ein „Überraschungsstreik“ ist mehr, als man hierzulande von einer nicht-revolutionären Gewerkschaft gemeinhin erwartet.
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Direkte Aktion 203: Ohne Hüllen, ohne Boss - Das „Lusty Lady“ in San Francisco ist der einzige Strip-Club der Welt, den SexarbeiterInnen selbst verwalten
Das kalifornische San Francisco und seine Umgebung können auf eine reichhaltige Tradition selbstverwalteter Betriebe zurückblicken. Viele solcher Betriebe sind heute im Network of Bay Area Worker Cooperatives (NoBAWC) zusammengeschlossen, darunter auch der libertäre Verlag AK Press und die bekannte Umsonst-Klinik aus Berkeley. Das prominenteste Projekt im NoBAWC ist jedoch das Lusty Lady, „die einzige gewerkschaftlich organisierte und selbstverwaltete Peep-Show-Kooperative auf der Welt“, wie es sich selbst auf die Reklametafeln geschrieben hat. Bereits als sich die Tänzerinnen im einst privaten Club gewerkschaftlich organisierten, schrieben sie Geschichte. Mit der Übernahme des Betriebs in Selbstverwaltung wurden die „Lusties“, wie sich die Tänzerinnen nennen, endgültig zu einem wichtigen Referenzpunkt der SexarbeiterInnen-Bewegung.
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Direkte Aktion 203: Ein Job wie jeder andere auch?
In den frühen 80er Jahren wurde Hydra e.V. mit dem Ziel ins Leben gerufen, für die Rechte von SexarbeiterInnen einzutreten. Direkte Aktion sprach mit Marion Detlefs.
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Direkte Aktion 202: Drei, zwei, eins: Meins - Die Konkurrenz zwischen GdL, Transnet und GDBA spitzt sich in Tarifkonflikten bei der Bahn zu
Drei Gewerkschaften, zwei Streiks und eine Branche. Der bundesweite Tarifstreit bei der Bahn und der Streik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hatten bislang wenige Überschneidungspunkte. Ende Oktober traten beide Konflikte nun vor allem im Großraum München gleichzeitig zutage.
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